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Tumor bei Eintracht-Kapitän Russ entdeckt

Schock vor Relegationsspiel Tumor bei Eintracht-Kapitän Russ entdeckt

Schock für Eintracht Frankfurt: Wenige Stunden vor dem ersten Relegationsspiel gegen den 1. FC Nürnberg (20.30 Uhr/ARD und Sky) ist bei Eintracht-Kapitän Marco Russ ein Tumor entdeckt worden. Der Verteidiger will dennoch auflaufen - und wird sich danach offenbar direkt operieren lassen.

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Foto: Schwer erkrankt: Marco Russ.

Quelle: dpa

Frankfurt. In der Fußballsprache wird ja schnell gerne übertrieben. Formulierungen wie „Überlebenskampf“  oder  „Alles oder Nichts-Spiele“ werden oft gebraucht. Speziell in diesen Tagen, wo der Auf- und Abstiegskampf durch Relegationsspiele auf die Spitze getrieben wird. Im Fall des heutigen, ersten Relegationsduells zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Nürnberg bekommen solche Formulierungen allerdings einen schalen Beigeschmack. Hintergrund ist die schwere Erkrankung von Marco Russ. Nach Angaben der Eintracht wurde bei dem 30-Jährigen bei einer Dopingprobe ein Tumor entdeckt.

 

Bei Marco Russ sei ein "auffällig erhöhter Wert des Wachstumshormons HCG" fesgestellt worden, schreibt die Eintracht auf ihrer Internetseite. Allerdings sei von den Experten der Anti-Doping-Behörde NADA gleich darauf hingewiesen worden, dass die Werte auch auf eine Krankheit zurückgeführt werden könnten.

Polizei durchsucht Hotelzimmer von Russ

Zum Schutz des Spielers wurde von der NADA eine klinische Untersuchung empfohlen. Bei einer Untersuchung des erfahrenen Bundesliga-Spielers durch einen Internisten wurde dann die schwere Tumorerkrankung entdeckt. Dadurch würden sich die erhöhten Werte erklären, teilte die Eintracht mit. "Dieser Befund wurde noch am Abend durch die sofort eingeleitete Blutuntersuchungen von einem biochemischen Institut leider bestätigt", heißt es weiter.

"Es deutet alles darauf hin, dass wir es nicht mit einem Dopingfall zu tun haben, sondern mit einer medizinischen Erklärung", sagte Rainer Koch, der Vize-Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der "Bild"-Zeitung (Donnerstag).

Die Zeitung berichtet weiter, dass durch die Frankfurter Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen worden seien. Das Zimmer von Russ im Hotel, in dem die Eintracht-Profis vor dem Relegationsspiel übernachten, sei von der Polizei durchsucht worden. Diese Aktion habe für Empörung bei den Hessen gesorgt.

Russ möchte spielen

Russ selbst möchte ungeachtet des Schocks gegen den Club offenbar eingesetzt werden: "Trotz der tragischen Diagnose erklärt sich der Spieler spielbereit, was von ärztlicher Seite bestätigt wurde", erklärte die Eintracht. Das Hinspiel wird am Donnerstag (20.30 Uhr/ARD und Sky) ausgetragen. Das Rückspiel beim Zweitligisten in Nürnberg findet am Montag statt.

Nach Angaben der Frankfurter Rundschau ist es sehr wahrscheinlich, dass Marco Russ sich dann direkt einer Operation unterzieht.

dpa/sid/RND/zys

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