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Augsburg verliert, Schalke gewinnt

Europa League Augsburg verliert, Schalke gewinnt

Der FC Schalke 04 hat einen großen Schritt in Richtung K.o.-Runde in der Europa League gemacht und gewinnt dank des überragenden Neuzugangs Franco Di Santo 4:0 (3:0) gegen den griechischen Verein Asteras Tripolis. Der FC Augsburg verliert derweil daheim gegen Partizan Belgrad mit 1:3 (0:1).

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Schalkes Franco Di Santo bejubelt sein Tor zum 1:0.

Quelle: dpa

Gelsenkirchen/Augsburg. Trotz haufenweise bester Chancen und einer halbstündigen Überzahl hat der FC Augsburg in der Europa League den nächsten Rückschlag kassiert. Die Schwaben verloren am Donnerstag daheim gegen Partizan Belgrad mit 1:3 (0:1) und stehen damit in ihrer ersten internationalen Saison vor dem frühen Aus. Zugleich verpasste es der FCA, Selbstvertrauen für die anstehende Partie der Fußball-Bundesliga in Leverkusen zu tanken. In der Liga sind die Augsburger derzeit nur Tabellen-16. Gegen den serbischen Champion brachte sich die Truppe von Trainer Markus Weinzierl mal wieder mit einer eklatanten Abschlussschwäche um den Erfolg: Mehr als ein Tor von Raul Bobadilla (57.) sprang vor 22 948 Zuschauern nicht heraus, der Südamerikaner vergab gut ein halbes Dutzend Hochkaräter. Den Gästen genügten für den Doppelpack von Andrija Zivkovic (31./62.) und das Eigentor des Augsburgers Dong-won Ji (54.) im Prinzip eineinhalb Möglichkeiten - es war der erste Erfolg von Partizan im achten Europacup-Spiel auf deutschem Boden.

Mit weiterhin null Punkten in der Vorrundengruppe L haben die Augsburger, die auch aus dem Platzverweis für Aleksandar Subic nach Gelb-Rot (64.) kein Kapital schlagen konnten, nur noch geringe Chancen auf ein Überwintern in der Europa League. Drei Tage vor dem Bundesliga-Gastspiel bei Bayer Leverkusen hatte sich der FCA mehr erhofft, ein Erfolgserlebnis sollte her. Immerhin die Fans präsentierten sich in Bestform. "Seht ihr diese Pracht - Augsburg ist erwacht!", feierten sie mit einem Riesen-Banner die Europa-Cup-Premiere in der WWK-Arena. Und so war das erste Europapokal-Heimspiel symptomatisch für die jüngsten Wochen des FCA: Die Elf von Trainer Markus Weinzierl agierte bemüht, mit Zug zum Tor und zeigte eine hohe Laufbereitschaft. Im Abschluss aber hapert es gewaltig.

Wie zuletzt schon gegen Bilbao (1:3) und Hoffenheim (1:3) zeigte der Gegner eine hohe Effizienz. Zum Seitenwechsel brachte Weinzierl Linksverteidiger Philipp Max für Markus Feulner und Alexander Esswein für Stürmer Tim Matavz - fast hätte sich der Doppel-Wechsel bezahlt gemacht: Eine Flanke von Max brachte Esswein aber auch kurzer Distanz nicht an Keeper Zivko Zivkovic vorbei. Wenige Augenblicke danach scheiterte zum wiederholten Mal Bobadilla, der im Strafraum zwei Gegenspieler austanzte, dann aber beim Abschluss patzen. Immerhin zeigte der Stürmer, dass er auch Tore schießen kann - sein neuntes Tor auf der europäischen Fußball-Bühne im 19. Spiel dürfte aber ein schwacher Trostgewesen sein.

Schalke stellt Vereinsrekord ein

Mit seinem ersten königsblauen Hattrick hat Franco Di Santo den FC Schalke 04 zum Club-Rekord und Richtung K.o.-Runde in der Europa League geschossen. Der Sommertransfer legte mit seinen drei Treffern (28./37./45./Handelfmeter/Minute) am Donnerstagabend den Grundstein zum 4:0 (3:0)-Sieg gegen Asteras Tripolis. Klaas-Jan Huntelaar (84.) markierte mit seinem 49. Europapokaltor den Endstand. Am Vorabend des 42. Geburtstages von Trainer André Breitenreiter feierte der Fußball-Bundesligist seinen sechsten Erfolg in Serie und egalisierte damit die letztmals 2008 aufgestellte Vereinsbestmarke. "Er kämpft für uns, er rackert in jedem Spiel", lobte Johannes Geis Matchwinner Di Santo. Das Fazit des Abends fiel natürlich positiv aus. "Wir haben sehr gut gespielt, haben die Chancen eiskalt ausgenutzt", sagte Geis bei Sky.

"Wir haben immer gesagt, wir nehmen die Favoritenrolle in der Gruppe an", sagte Leon Goretzka. "Wir geben alle immer Vollgas." Nach acht Spielen ohne Treffer für seinen neuen Club drehte Di Santo vor 42 447 Zuschauern groß auf und beendete das befürchtete Geduldsspiel gegen die defensiven Griechen praktisch im Alleingang. Zunächst spitzelte der Argentinier eine Flanke von Sascha Riether ins Tor, kurz darauf erhöhte er per Kopfball nach Geis-Ecke. Kurz vor der Halbzeit verwandelte der Ex-Bremer einen Handelfmeter sicher. Nach vier Fehlversuchen überließ Huntelaar für Di Santo, der erstmals seit dem 8. August beim 5:0 im DFB-Pokal beim MSV Duisburg wieder erfolgreich war. Drei Tore in einem Pflichtspiel waren dem 26-Jährigen auch zu seinen erfolgreichen Werder-Zeiten nie gelungen. Schalke hätte in der klar dominierten Partie beim Seitenwechsel sogar noch höher führen müssen. Pierre-Emile Højbjerg (39.) traf nach einem Konter den Pfosten. Leroy Sané schoss in der Nachspielzeit frei stehend über das Tor. Die Breitenreiter-Taktik, mit offensiver Beharrlichkeit die Gäste-Abwehr auszuhebeln, war aufgegangen. Die wieder vom genesenen Kapitän Benedikt Höwedes organisierte Abwehr war praktisch gar nicht gefordert worden und blieb zum fünften Mal nacheinander ohne Gegentor.

Mit sechs Punkten führt S04 die Gruppe K souverän an und könnte mit einem weiteren Sieg gegen Sparta Prag (22. Oktober) fast schon die Zwischenrunde klar machen. Zunächst steht aber in der Bundesliga am Sonntag (15.30 Uhr) die Heimpartie gegen den 1. FC Köln an, in der mit einem Erfolg die Vereinsbestmarke und der beste Bundesliga-Start sei 44 Jahre verbessert werden können. Das Ergebnis war zur Halbzeit so klar, dass Geis für die kommenden Aufgaben geschont wurde. Nach 62 Minuten war der Arbeitsabend auch für Di Santo beendet. Kaan Ayhan kam für den Ex-Mainzer Geis, der im Vorjahr noch mit seinem Ex-Club in der Europa-League-Qualifikation an den Griechen gescheitert war, und schlenzte gleich einen Freistoß gefährlich Richtung Gästetor. Für Di Santo brachte Breitenreiter den bis dahin geschonten Eric Maxim Choupo-Moting. Tripolis zeigte keine Ambitionen, selbst aktiv auf einen Treffer hinzuwirken. Schalke sparte Kräfte und verwaltete das Resultat ökonomisch. Huntelaar traf dann kurz vor Schluss aus bester Mittelstürmerposition nach Traumpass von Sané problemlos zum Endstand.

dpa

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