Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Lewandowski bricht (fast) alle Rekorde

Fünf Tore in neun Minuten Lewandowski bricht (fast) alle Rekorde

Mit unglaublichen fünf Toren in neun Minuten hat Robert Lewandowski den FC Bayern München im Bundesliga-Topspiel gegen Pokalsieger VfL Wolfsburg an die Tabellenspitze geballert – und damit Bundesliga-Geschichte geschrieben.

Voriger Artikel
Schubert wird Interimscoach bei Gladbach
Nächster Artikel
Lewandowski geht auf Autogrammjagd

Robert Lewandowski eigt beim Jubel neben Mannschaftskamerad Costa fünf Finger für fünf Tore

Quelle: dpa

München. Robert Lewandowski schaute dem Ball im Spiel seines Lebens am Ende selbst nur noch ungläubig hinterher - und jedes Mal schlug er im Tor ein. "Das war Wahnsinn! Überwältigend", sagte der unglaublich treffsichere Pole nach seiner Fünf-Tore-Show für die Geschichtsbücher mit leuchtenden Augen.

Der schnellste Hattrick, der schnellste Viererpack, der schnellste Fünferpack - Rekorde aus mehr als 52 Jahren Fußball-Bundesliga purzelten beim 5:1 (0:1) des FC Bayern München gegen den VfL Wolfsburg am Dienstag im Minutentakt.

Der Spielball, das Trikot und auch die "goldenen" Schuhe von Robert Lewandowski dürften Exponate für das Fußball-Museum werden. "Ich wollte einfach schießen und schießen", sagte der Held des Tages bei Sky, "das ist ein unglaublicher Abend! Ein super Gefühl."

Er habe gewusst, berichtete Lewandowski: "Nach dem 0:1 muss ich mindestens zwei Tore schießen." Er schoss nach seiner Einwechslung zur zweiten Halbzeit fünf! Drei Tore in 3:22 Minuten, vier in 5:42 Minuten, fünf Tore in unfassbaren 8:59 Minuten. Dank Lewandowskis Show und mit dem achten Pflichtspielsieg nacheinander zog der FC Bayern zumindest vorübergehend an Tabellenführer Borussia Dortmund vorbei, der am Mittwoch bei 1899 Hoffenheim antritt.

Als bislang letzter Spieler hatte der Duisburger Michael Tönnies beim 6:2 gegen den Karlsruher SC am 27. August 1991 fünf Mal getroffen, Tönnies erzielte damals auch den bislang schnellsten Hattrick (sechs Minuten). Lewandowski wurde nach dem 0:1 durch Daniel Caligiuri (26.) gegen in Hälfte eins pomadige und zu langsame Bayern zur Pause eingewechselt - und er traf aus allen Lagen. Zunächst mit links zum 1:1 (51.), dann vier Mal mit rechts (52., 55., 57., 60.) - es war eine Gala, wie sie das deutsche Oberhaus noch nie erlebt hat. 75.000 Zuschauer in der ausverkauften Allianz Arena bekamen vor Staunen ihre Münder nicht mehr zu. "Ich kann das nicht erklären", sagte auch Trainer Pep Guardiola.

24 Jahre habe er den Hattrick-Rekord gehalten, schrieb Tönnies auf der Facebook-Seite des MSV Duisburg: "Dass er jetzt weg ist, ist natürlich ein bisschen schade. Aber was Robert da hingezaubert hat, war einfach sensationell. Das haste dir verdient, Robert! Herzlichen Glückwunsch!"

Während Wolfsburg auch im 22. Pflichtspiel beim FC Bayern nicht gewann, feierten die Münchner dank Ausnahme-Stürmer "Lewa" (27) süße Revanche für die jüngsten Niederlagen in Liga und Supercup gegen die Wölfe.

Dabei sah es zunächst nach einem historischen Erfolg für Wolfsburg aus. Caligiuri bestrafte die 45 Minuten lang hilflosen Bayern mit einem Knaller in die kurze Ecke. Kurz vor der Pause traf Josuha Guilavogui aus über 50 Metern nach einem verunglückten Ausflug von Manuel Neuer nur den linken Pfosten des leeren Tores (38.).

Dann kam Lewandowski - und traf, wie er wollte. Bei zwei seiner Treffer benötigte er nicht einmal großartige Unterstützung. Die anderen legten ihm Xabi Alonso, Douglas Costa und Mario Götze auf. Wolfsburgs Abwehr um Rückkehrer Dante, der vor dem Spiel von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge mit Blumen verabschiedet wurde, schaute hilflos zu.

Lewandowski hätte seinen Traumabend sogar noch mit weiteren Toren garnieren können. In der 68. Minute scheiterte er an Torwart Diego Benaglio, in der 80. rettete Dante gegen seinen früheren Mitspieler.

dpa/sid

Die schnellsten Hattricks der Geschichte

Robert Lewandowski hat mit dem schnellsten Fünferpack für ein Stück Bundesliga-Geschichte gesorgt. Als 13. Spieler glückten dem polnischen Fußball-Nationalspieler fünf Tore in einem Spiel. Der Angreifer des FC Bayern war beim Sieg am Dienstag gegen den VfL Wolfsburg der erste Joker, dem fünf Tore in einem Spiel glückten. Die Bestmarke an Toren in einer Partie hält Dieter Müller. Am 17. August 1977 steuerte er beim 7:2 des 1. FC Köln gegen Werder Bremen sechs Treffer bei.

Die schnellsten Hattricks der Liga-Historie:

 4 Minuten: Robert Lewandowski (Bayern München) am 22. September 51. bis 55. Minute beim 5:1 gegen den VfL Wolfsburg

11. bis 16. Minute beim 6:2 gegen den Karlsruher SC 6 : Norbert Dickel (Borussia Dortmund) am 13. September 1988

67. bis 73. Minute beim 4:0 gegen Hannover 96 7: Herbert Laumen (Borussia Mönchengladbach) am 30. September 1967

2. bis 9. Minute beim 5:1 gegen Hannover 96 8: Pierre-Michel Lasogga (Hamburger SV) am 6. Oktober 2013

59. bis 67. Minute beim 5:0 beim 1. FC Nürnberg 8: Sean Dundee (Karlsruher SC) am 28. August 1996

56. bis 64. Minute beim 4:0 gegen den FC St. Pauli 8: Dieter Hoeneß (Bayern München) am 25. Februar 1984

68. bis 76. Minute beim 6:0 gegen Eintracht Braunschweig 8: Rüdiger Wenzel (Eintracht Frankfurt) am 29. Januar 1977

68. bis 76. Minute beim 4:0 gegen den 1. FC Köln 8: Klaus Matischak (Schalke 04) am 14. Dezember 1963

49. bis 57. Minute beim 4:1 gegen den 1. FC Saarbrücken 9: Gerd Müller (Bayern München) am 30. April 1970

1. bis 10. Minute beim 6:2 gegen Eintracht Braunschweig 9: Wolfgang Solz (Eintracht Frankfurt) am 18. Februar 1967

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Fußball
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wie hat mein Verein gespielt

Von Kreisliga bis Bundesliga: Hier finden Sie alle Fußball-Ergebnisse.

Recken besiegen HSC 2000 Coburg

Die TSV Hannover-Burgdorf bleibt sich treu in der Handball-Bundesliga. Starken Auftritten folgen Zitterpartien, und so wurde es am Sonntag gegen den HSC 2000 Coburg nichts mit dem allseits erwarteten klaren „Recken“ -Erfolg.

Die HAZ-Sportexperten schreiben gemeinsam den RotenBlog
27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

mehr
Anzeige