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Wenn Gemeinschaft wichtiger ist als Geld

HSV Hannover Wenn Gemeinschaft wichtiger ist als Geld

Als sich der HSV Hannover vor wenigen Tagen vor dem Rathaus für sein Mannschaftsfoto aufstellte, wurde das Teamgefühl beim Handball-Drittligisten deutlich: Alle packen mit an, niemand ist sich für etwas zu schade.

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Mit dieser Mannschaft geht der HSV Hannover in die neue Handball-Drittligasaison.

Quelle: Petrow

Hannover. HSV-Trainer Stephan Lux räumte persönlich die auf der Wiese im Maschpark postierten Mülleimer zur Seite. Die Abfallbehälter störten für den Bildhintergrund genauso wie ein Liebespärchen auf einer Wolldecke, den jungen Leuten empfahlen Teammanager Dirk Schroeter und einige Spieler einen anderen Platz zum Kuscheln.

Ohne diesen Zusammenhalt würde es den Drittliga-Saisonstart des HSV Hannover am heutigen Sonnabend (20 Uhr, Sporthalle Misburg) gegen den 1. VfL Potsdam nicht geben. Und das wäre schade gewesen nicht nur für den hannoverschen Handball, für den der TSV mehr als ein Farbtupfer ist.

In der Rückrunde der vergangenen Saison verkündete Schroeter ein 
50 000-Euro-Loch im Etat und die Erwägung, aus finanziellen Gründen die Mannschaft in die Oberliga zurückzuziehen. Nach dem Hilferuf fanden sich neue Sponsoren, viele Fans spendeten für den Ligaverbleib. Dennoch: Der Etat war für die neue Saison in der 3. Liga auch deswegen zu stemmen, weil Spieler und Trainer auf Geld verzichtet haben. „Wir können nur mit der Spielklasse und unserer tollen Gruppe punkten. In der Oberliga kann man mehr verdienen als bei uns“, sagt Lux, der bei einem Rückzug nicht mehr zur Verfügung gestanden hätte. Im Jahr 2001 hatte er den damaligen TSV Anderten von der Oberliga in die drittklassige Regionalliga geführt. „Ich wollte nicht den Schritt dahin zurückgehen, wo alles angefangen hatte.“

Wie aber stellt sich das große Plus des Gemeinschaftsgefühls in der Praxis dar? Aus dem aktuellen Kader haben nur Bastian Riedel, Jannis Pille, Bo Rackemann, Kjell-Mogen König und Thorben Buhre (Neuzugang vom MTV Großenheidorn) ihre Ausbildung nicht in Anderten genossen. „Alle anderen Spieler stammen aus unserer eigenen Jugend. Dann bei uns bei den Erwachsenen zu spielen und im gewohnten Umfeld zu bleiben, ist für sie mehr wert als woanders Geld zu verdienen“, sagt Lux.

Auch die weiteren Neuzugänge wie Sascha Muscheiko (Eiche Dingelbe), Lukas Linderkamp (Eintracht Hildesheim) und Jonas Lange (eigene A-Jugend) haben die HSV-Talentschmiede des Stammvereins TSV Anderten durchlaufen.

Der Lohn des Zusammenhalts: Der HSV Hannover ist wunschgemäß wieder der Staffel Nord zugeteilt worden. „Wir freuen uns auf die Derbys gegen Burgdorf, Großburgwedel und Hildesheim“, sagt Lux. In der vergangenen Saison, als den Hannoveranern als Vertreter der Ost-Staffel die lukrativen Vergleiche gegen Großburgwedel und Springe fehlten, sorgten vor allem die fehlenden Einnahmen aus den Nachbarschaftsduellen plus die weiten Auswärtsfahrten für die große Lücke im Etat.

„Jetzt fahre ich lieber einmal nach Usedom als viermal in den Odenwald – auch wenn es dort sicherlich auch schön ist“, sagt Lux. Humor haben sie beim HSV auch.  

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