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„Es geht auch ohne Müller-Tore“

Interview mit Thomas Müller „Es geht auch ohne Müller-Tore“

Thomas Müller spricht einen Tag vor der EM-Eröffnung und drei Tage vor dem Auftaktspiel der DFB-Elf über Titelchancen, seine Rolle im Team – und Golfen in Frankreich.

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Guter Dinge vor dem Start der EM: Thomas Müller.

Quelle: dpa

Herr Müller, wie groß ist der Reiz, als Weltmeister auch Europameister zu werden?
Der Reiz ist unabhängig davon groß. Wir haben eine Mannschaft, die das Potenzial dazu hat.

Dafür bräuchte es mal ein Müller-Tor bei einer EM, oder? Sie sind 2012 leer ausgegangen.
Bräuchte es nicht, wäre aber vielleicht hilfreich. (lacht) Deutschland hat schon Europameisterschaften ohne ein Müller-Tor gewonnen, 1996 etwa.

Was fehlt der Mannschaft noch bis zum Spiel gegen die Ukraine?
Wir sind körperlich und geistig in einem guten Zustand, taktisch gut eingestellt und wissen, was wir zu tun haben. Der Rest ist das Spiel.

Wie beurteilen Sie den EM-Modus mit sechs Gruppen?
Wir sehen unsere Gruppe nicht als Kindergartengruppe. Die Mannschaften haben ihre Qualitäten. Es ist anspruchsvoll, aber keine Gruppe wie bei der letzten EM mit Portugal, Holland und Dänemark. Das brauche ich auch nicht jedes Mal, auch wenn wir damals ganz gut durchmarschiert sind.

Ist das Turnier mit den 24 Teams zu aufgebläht?
Je nach Perspektive der Mannschaften. Kleinere Nationen können beim Turnier dabei sein, das ist für die eine schöne Sache. Aus Fansicht gibt es mit dem Achtelfinale ein Spiel mehr Unterhaltung. Aus unserer Sicht macht es die Vorrunde nicht spannender. Von der Belastung her wird es im ganzen Fußballzirkus immer mehr, mehr, mehr - das ist eine bedenkliche Entwicklung.

Ist der deutsche Kader besser geworden im Vergleich zur WM 2014?
Wir haben noch einen breiteren, tieferen Kader bei annähernd gleichbleibender Qualität. Auch die Spieler, die zunächst auf der Bank sitzen, haben enorme individuelle Qualität. In der Hinsicht sind wir stärker geworden, das heißt aber nicht, dass man mehr Spiele gewinnt.

Wie fühlt es sich für Sie an, nach 2010, 2012 und 2014 bereits ins vierte Turnier zu gehen?
Damals war ich damit beschäftigt, meinen Stiefel gut runterzuspielen und meinen Tagesablauf hinzubekommen. Jetzt - und 2014 auch schon - schaue ich, dass auch andere das hinbekommen. Das ändert sich. Ich bin jetzt mehr der Helfertyp, versuche, meine Erfahrungen einzubringen.

Findet sich das Team mehr und mehr - auch abseits der Einheiten?
Wir gehen nicht aufs Zimmer und warten, dass die Zeit vorbeigeht. Damit wir einen Spirit entwickeln, machen wir einiges gemeinsam. Wir haben Treffpunkte im Hotel, spielen Karten, Billard, Snooker, draußen Basketball. Oder wir schauen gemeinsam DVDs und kuscheln ein bisschen. (lacht) Ernsthaft: Es geht nicht darum, jeden Tag hier bis zum Anschlag mit Spaß zu füllen, sondern darum, Dinge gemeinsam zu tun und sich zu unterhalten, sich auszutauschen. Das fördert den Teamgeist, schafft gute Voraussetzungen für die Spiele.

Geht’s mal auf den Golfplatz?
An freien Tagen ja. Es ist aber nicht mein Hauptansinnen, in Frankreich mein Golfspiel zu verbessern. Wir sind schon hauptsächlich zum Fußballspielen hier.

Der Countdown zum ersten Spiel läuft. Wie sehr geht der Spaßfaktor nun zurück?
Der verlagert sich, Spaß können wir ja auf dem Platz haben. Die Anspannung ist da.

Wie gehen Sie mit dem Thema Terrorgefahr um?
Es ist kein gewöhnliches Turnier, was die Sicherheitslage betrifft. Das ist alles schwer einzuschätzen. Es bringt nichts, Angst zu schüren, dennoch versucht man, vorsichtig zu sein. Man darf sich aber die Freiheit nicht nehmen lassen und sich zu sehr einsperren.

Jérôme Boateng möchte nicht, dass seine Angehörigen ins Stadion gehen. Wie ist das bei Ihnen?
Ich stelle das meiner Familie frei. Je nachdem, ob sie sich wohlfühlen mit dem Gedanken oder nicht. Wenn meine Frau Zeit und Lust hat, freue ich mich, wenn sie vorbeikommt. Aber wenn sie ihren eigenen Dingen zu Hause nachgeht, weil sie viel zu tun hat, ist das auch kein Problem. Das entscheiden wir spontan. Für mich hat es keine Priorität, dass meine Familie im Stadion ist und ich nur dann eine gute EM spiele.

Interview: Patrick Strasser

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