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„Jetzt schreit jeder nach drakonischen Strafen“

Nach Prügelattacke auf Schiedsrichter „Jetzt schreit jeder nach drakonischen Strafen“

Die Prügelattacke einer Jugendmannschaft gegen einen Schiedsrichter sorgt in Hannover für Empörung. Dabei geht es vor allem um die Fragen: Nimmt die Gewalt auf den Plätzen zu? Und welche Konsequenzen müssen gezogen werden? Ein Interview mit Bernd Ihle, dem Vorsitzenden des Sportgerichts in Hannover.

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Was müssen die Konsequenzen sein? "Einzelne Spieler können wir bis zu einem Jahr sperren, es ist sogar ein Verbandsausschluss möglich", sagt Bernd Ihle, Vorsitzender des Sportgerichts.

Quelle: Symbolbild

Herr Ihle, am vergangenen Wochenende ist ein  Schiedsrichter von Spielern und eines Begleiters einer C-Jugendmannschaft in Hannover angegriffen und durch Schläge verletzt worden. Haben Sie solch einen Fall schon einmal erlebt?

So etwas noch nicht. Das ist eine ganz neue Dimension.

Ist denn die Gewalt auf den Fußballplätzen in Hannover schlimmer geworden?

In dieser Saison ist die Anzahl der Spielabbrüche in der Stadt deutlich gestiegen. Dabei hatten wir uns in der Vorsaison deutlich gegen den Trend entwickelt, da war es im Umland und in anderen Kreisen deutlich schlimmer gewesen.

Wenn die Nerven durchgehen: Ein Überblick über die Spielabbrüche in dieser Saison finden Sie im HAZ-Sportbuzzer.

Haben Sie eine Erklärung für diese neue Entwicklung?

Nein. Es gibt sicherlich unterschiedliche Ursachen. Auch die Schiedsrichter selbst sind daran zu einem geringen Anteil mit ihrem Verhalten auf dem Platz beteiligt. Vielleicht ist der erneute Anstieg Zufall, vielleicht ist es der Zeitgeist – oder wir hatten in der vergangenen Saison einfach nur Glück. Aber in jedem Fall ist die Gewaltbereitschaft deutlich angestiegen.

Bernd Ihle, Vorsitzender des Sportgerichtes im Fußballkreis Hannover-Stadt.

Quelle: Privat / Montage

Gilt das auch für die Trainer?

Zumindest hat sich das Trainerverhalten verändert. Vor allem bei Klubs, die häufig auffällig werden, ist die lautstarke Kritik an Schiedsrichter-Entscheidungen in der Regel sehr massiv.

Wie geht es jetzt weiter?

Es ist klar, dass jetzt jeder nach drakonischen Strafen schreit. Aber man muss auch sehen, was überhaupt möglich ist. Einzelne Spieler können wir bis zu einem Jahr sperren, es ist sogar ein Verbandsausschluss möglich. Und wir können auch ganze Mannschaften sperren.

Aber gegen einen Begleiter, der wie in diesem Fall gar keine offizielle Funktion hat, können Sie sportrechtlich nicht vorgehen, oder?

Das stimmt. Da haben wir keine Handhabe.

Was meinen Sie?

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