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Messi zum fünften Mal Weltfußballer des Jahres

Messi zum fünften Mal Weltfußballer des Jahres

Lionel Messi ist der beste Fußballer. Die Brillanz des Argentiniers ist rund um den Globus anerkannt. Der fünfte Sieg des Superstars bei der Weltfußballer-Gala ist daher wenig überraschend. Der deutsche Fußball holte keine großen Preise, sorgte aber für Emotionen.

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Lionel Messi.

Quelle: dpa

Zürich . Lionel Messi verzichtete auf jeden modischen Schnickschnack. Diesmal gab es keinen Anzug mit kleinen, weißen Punkten und keinen lila Frack wie bei vergangenen FIFA-Galas. Im schlichten schwarzen Armani-Anzug nahm der beste Fußballspieler der Welt seinen fünften Ballon d’Or entgegen, und die in Zürich versammelten Kollegen verneigten sich ehrfürchtig vor dem Superstar des FC Barcelona.
Im Dauerduell mit Cristiano Ronaldo setzte sich der 28-Jährige mit 41,33 Prozent der Stimmen durch und holte sich den Titel als Weltfußballer des Jahres 2015. Nach zwei zweiten Plätzen hinter seinem Lieblingsrivalen von Real Madrid in den vergangenen Jahren wurde der Argentinier am Montagabend im Kongresshaus von Zürich wie schon von 2009 bis 2012 mit der wichtigsten Auszeichnung für einen Profifußballer geehrt und baute seine Rekordmarke mit nun einer Handvoll Titel aus. Ronaldo kam auf 27,76 Prozent.

Wie erwartet konnte Messis brasilianischer Teamkollege vom FC Barcelona, Neymar, als dritter für das Finale bei der FIFA-Gala nominierter Spieler nicht in die Entscheidung um den Ballon d’Or eingreifen und erhielt nur 7,86 Prozent der Stimmen.

„Jedes Jahr will man besser sein als im Jahr zuvor. Wir hatten ein berauschendes Jahr, und das erfüllt einen mit Stolz“, sagte Messi. Erster Grautlant war Neymar, der mit einem kecken Hut immerhin modisch mehr auffiel als sein Kollege.

Deutsche Profis hatten es diesmal nicht unter die Top drei geschafft. Bayern-Schlussmann Manuel Neuer, vor einem Jahr als frisch gekürter Weltmeister-Torwart noch Dritter hinter Ronaldo und Messi, schied wie sein Münchner Teamkollege Thomas Müller und Toni Kroos von Real Madrid aus, als das Feld im November 2015 von 23 Spielern auf drei reduziert worden war. Neuer wurde immerhin als einziger deutscher Spieler und als einziger Bundesliga-Profi in die FIFA-Weltelf gewählt.

Der deutsche Fußball holte diesmal im Gegensatz zu 2013 und 2014 keine großen Preise, sorgte aber für die emotionalen Momente des Abends. Gerald Asamoah nahm stellvertretend für alle Vereine, die Flüchtlingen helfen, den FIFA-Fair-Play-Preis entgegen. „Der Fußball kann viel bewegen“, sagte Asamoah. Es sei „sehr wichtig, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus entgegenzutreten“. 2016 werde ein wichtiges Jahr für ein solidarisches Miteinander, sagte der Ex-Schalker.

In der Frauen-Entscheidung landete die nach der WM zurückgetretene Frankfurterin Célia ?a?ic hinter der neuen Preisträgerin Carli Lloyd aus den USA. Dennoch sorgte sie für einen der schönsten Augenblicke des Abends: „In den nächsten Monaten kommt eine neue Herausforderung auf mich zu. Dafür gibt es keine Trophäe, und ich freue mich sehr darauf“, sprach sie auf der Bühne glückstrahlend von ihrer Schwangerschaft.

Bei der Trainerwahl ging der deutsche Fußball erstmals seit 2012 leer aus. Barca-Coach Luis Enrique gewann vor Bayern-Trainer Pep Guardiola und wurde Nachfolger von Bundestrainer Joachim Löw (2014) und Jupp Heynckes (2013). Nachfolger des Frauentrainer des Jahres Ralf Kellermann (VfL Wolfsburg) ist US-Weltmeistertrainerin Jill Ellis.

An der Dominanz von Messi gab es keine Zweifel. Die Ehrung als solche durch den Fußball-Weltverband nimmt allerdings kuriose Züge an. Seit 2008 belegten Messi und Ronaldo mit einer Ausnahme (2010) immer die Plätze eins oder zwei. Der letzte andere Sieger war der Brasilianer Kaka 2007. „Ich bin ein großer Gegner des Ballon d’Or. Wer wird gewinnen? Sie wissen es so gut wie ich - es wird Messi sein“, hatte Arsenal-Trainer Arsène Wenger noch kurz vor der Zeremonie gelästert.

Messis Erfolgszahlen im Jahr 2015 sind unstrittig und beeindruckend: Fünf Titel mit dem FC Barcelona, 43 Tore in der spanischen Liga, allein zehn Treffer auf dem Weg zum Triumph in der Champions League mit den Katalanen gegen Juventus Turin im Juni in Berlin. „Einen Moment heraus zu picken, ist schwer. Es war insgesamt ein besonderes Jahr“, sagte Messi. Auch in der laufenden Saison hat er schon wieder neun Treffer in der Primera Division erzielt, obwohl er wegen einer Knieverletzung im Herbst fast zwei Monate gefehlt hatte.

dpa

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