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Das Nordderby wird zum Notderby

HSV gegen Werder Bremen Das Nordderby wird zum Notderby

Abstiegskampf im Volkspark: Der Hamburger SV empfängt am Freitagabend den SV Werder Bremen – und fürchtet, vom Nordrivalen in der Tabelle eingeholt zu werden.

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HSV-Trainer Bruno Labbadia.

Quelle: dpa

Hamburg. Bruno Labbadia wird nicht gefallen haben, was er da am Dienstag im Fernsehen erleben musste. Der freche, selbstbewusste Auftritt eines krassen Außenseiters im DFB-Pokal bei Bayern München ließ vielleicht das Herz des neutralen Fußballfreundes höherschlagen. Aber Labbadia ist nicht neutral. Am Freitag (20.30 Uhr, Sky) muss er mit seinem Hamburger SV zum ohnehin immer brisanten Nordderby gegen ebenjenes Werder Bremen antreten, das offenbar in der entscheidenden Phase der Saison richtig gut drauf ist.

„Werder hat ein sehr aggressives und laufstarkes Spiel gezeigt, genauso erwarte ich sie auch am Freitag“, sagt Labbadia, „und wir müssen ihnen genauso entgegentreten.“ Den Bremern haben die gute Leistung in München und auch der Sieg zuvor gegen den VfL Wolfsburg gehörig Auftrieb gegeben. „Wenn wir so weitermachen, bleiben wir in der Liga“, sagt Werder-Stürmer Claudio Pizarro, der in seiner Bundesligakarriere schon 19 Tore gegen den HSV geschossen hat. So viele wie gegen keinen anderen Klub. Werders Mittelfeldspieler Zlatko Junusovic schaut auch schon mit einer Mischung aus Freude und Grusel auf die Partie: „Das wird ein richtiges Druckspiel. Jeder Fehler kann entscheiden.“

Der Tabellen-16. aus Bremen kann mit einem Sieg nach Punkten zum HSV aufschließen, der Abstiegskampf kann eine vor wenigen Wochen noch völlig unerwartete Dramatik erhalten. Elf Punkte hatte der HSV in der laufenden Saison schon mal Vorsprung auf den Relegationsplatz, der ist nun fast vollständig dahin. Schon bietet ein Wettanbieter eine Quote von 7:1 dafür an, dass der HSV das „Relegations-Triple“ schafft. Dies ist nicht mehr als der Albtraum für alle Hamburger. Doch die aktuelle Formkurve lässt genau das befürchten.

Der blutleere Auftritt vergangenen Sonntag gegen eine müde und Europa-League-frustrierte Dortmunder B-Elf hat vielen Fans den Rest gegeben. „Jetzt macht sich unter vielen eine lähmende Angst breit, dass nach einer Niederlage gegen Bremen vielleicht gar nichts mehr gehen würde“, sagt Timo Horn, Chef der Fanabteilung „Supporters Club“. Es soll zwar eine besondere Choreografie geben, aber von der „Jetzt erst recht“-Stimmung der letzten beiden Jahre ist nur wenig zu spüren. „Wir müssen geschlossen auftreten, Galligkeit zeigen und jeder muss 100 Prozent geben“, sagt Labbadia, „nur dann können wir die Leute mitnehmen, dann kann das Stadion ein Hexenkessel werden.“

Das mentale Problem in Hamburg aber ist auch die Erinnerung an viele Pleiten gegen den ungeliebten Nachbarn. Gefühlt, immer wenn es wichtig wurde in den vergangenen Jahren, so richtig wichtig, dann triumphierten die Grün-Weißen im Volkspark. Sei es im Duell um die Qualifikation zur Champions League 2006, das Match um die Champions-League-Teilnahme 2009, vor allem aber die für den HSV traumatische Serie im selben Jahr im Halbfinale der Europa League und des DFB-Pokals. Stichwort Papierkugel. Und mit dem 2:0-Sieg am sechsten Spieltag 2013 schoss Werder den HSV erstmals auf den Relegationsplatz.

Das soll sich nun keinesfalls wiederholen. „Wir haben die Mannschaft seit Sonntag mental auf das Spiel vorbereitet“, sagt Labbadia. Dass Jaroslav Drobny für den gesperrten René Adler im Tor steht, muss kein Nachteil sein, der Ausfall von Albin Ekdal wiegt da schon schwerer. Dafür aber dürfte Kapitän Johan Djourou wieder zurückkehren und der Abwehr mehr Stabilität verleihen. Wer wie spielt, entscheidet sich aber erst kurzfristig, und zu sehen war am Mittwoch im Training nichts - Labbadia trainierte unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Stadion und will dies auch heute tun. Die Anspannung steigt.

Von Andreas Hardt

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