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Perfektes Paar für die Abwehr gesucht
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Nationalmannschaft Perfektes Paar für die Abwehr gesucht

Vor den entscheidenden Spielen der WM-Qualifikation bleibt die Abwehr Löws größte Baustelle.

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Per Mertesacker und Philipp Lahm sind in der Viererkette der Nationalmannschaft gesetzt, doch die übrigen Bausteine für Abwehr sucht Bundestrainer Joachim Löw weiterhin.

Quelle: ddp (Archiv)

Der Bundestrainer ist ja viel kritisiert worden in den vergangenen Tagen; für die einen, allen voran für Werder Bremens Klubchef, Tim-Wiese-Sprachrohr Klaus Allofs, hat sich Joachim Löw für die falsche Nummer 1 im Tor entschieden, aus Sicht manches anderen hat er für die Länderspiele am Sonnabend gegen Südafrika und am Mittwoch gegen Aserbaidschan die falschen Stürmer nominiert, weil er Leverkusens Stefan Kießling trotz aktuell nachgewiesener Treffsicherheit nicht berücksichtigt hat. Schön, wenn es so viel Konkurrenz auf den Positionen gibt; auf die Idee, dass der Bundestrainer nicht die richtigen Verteidiger eingeladen haben könnte, ist dagegen noch keiner gekommen, was wiederum einiges über die deutschen Abwehrspieler sagt.

Denn es ist ja nicht so, dass die Viererkette der deutschen Nationalmannschaft zuletzt so überzeugend gespielt hätte. Im jüngsten WM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan in Baku (2:0) reichte schon allein das Tempo der ansonsten harmlosen Aserbaidschaner, damit die deutsche Abwehr den Überblick verlor. Da mag man nicht an das Spiel gegen Russland in Moskau im Oktober denken, wenn die Gegenspieler Andreij Arschawin und Roman Pawljuschenko heißen, die nicht nur schnell sind, sondern auch noch mit dem Ball umgehen können.

Die Abwehr bleibt Löws größte Baustelle, doch leider hat der Bundestrainer nur wenige Steine zur Verfügung. Mit Per Mertesacker und Philipp Lahm gibt es zwei Säulen, der Rest ist seit Jahren ein Experimentierfeld: Es fehlt ein zweiter Innenverteidiger von Format, und für die Außenpositionen müsste der Bundestrainer Lahm am besten klonen.

Löws Problem beginnt wie so oft in der Bundesliga. Bei fast allen Klubs ist mindestens ein ausländischer Innenverteidiger Stammspieler, nur Stuttgarts Trainer Markus Babbel stellte am vergangenen Spieltag mit Serdar Tasci und Georg Niedermeier zwei deutsche Innenverteidiger in die Startelf. Beim Hamburger SV muss Jerome Boateng, der nicht erst seit seiner starken Leistung bei der „U 21“-Europameisterschaft als großes Talent gilt, auf die rechte Abwehrseite ausweichen, Schalkes Trainer Felix Magath schiebt Heiko Westermann ins Mittelfeld.

Die Not ist nicht neu. Schon bei der EM 2008 baute Löw vergeblich an seinem Bollwerk und verfiel am Ende auf die waghalsige Idee, Christoph Metzelder eine außergewöhnliche Reha-Maßnahme zu verschaffen, indem er ihn trotz langer Verletzung und fehlender Spielpraxis zum Stammspieler machte. Belohnt wurde der Bundestrainer nicht, der nun den umgekehrten Weg geht und auf den jungen Tasci setzt – doch bislang fiel der Stuttgarter in Länderspielen vor allem durch eine gewisse Hibbeligkeit auf.

Das perfekte Pärchen hat Löw noch nicht gefunden, weder innen noch außen. Jahrelang galt Lahm als optimale Lösung für die linke Seite, gesucht wurde das Pendant für rechts; doch weder Arne Friedrich, noch Clemens Fritz oder Andreas Beck konnten auf der Position überzeugen. Jetzt soll Lahm selbst das Problem auf der rechten Seite beheben, aber seine Versetzung reißt eine Lücke auf der linken Seite. Plötzlich zeigt sich: Auch hier hat Löw wenige Alternativen. Marcell Jansen ist verletzungsanfällig – derzeit pausiert er wegen eines Kapseleinrisses im Knie –, Wolfsburgs Marcel Schäfer ist den Nachweis internationaler Klasse noch schuldig.

Intensives Training und eine bessere Abstimmung sollen die Schwächen ausgleichen, erste Erfolge hat Lahm bereits ausgemacht. „Die letzten Trainingseinheiten haben gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt er. „Ich bin der festen Überzeugung, dass wir schon am Sonnabend gegen Südafrika, vor allem aber am Mittwoch im Rückspiel gegen Aserbaidschan viel besser spielen als zuletzt.“ Die gute Nachricht: Lahm gehört nicht zu den Schönrednern des Fußballs.

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  • Schuuuulz Moi – 04.09.09
    Ihr habt absolut Recht. Schulle spielt sehr konstant und hat eine Nominierung verdient.
  • NordSüdGefälle Matt – 04.09.09
    ostroLöw hat eine gewisse Blindheit was die Clubs nördlich des Mains betrifft.
    Dann ist 96 überhaupt nicht aufm Radar , siehe Enke, der einfach nicht eindeutig unterstützt wird.
    Der sollte mal bei Bayern spielen, was glaubst was die Oberen deswegen insistieren würden.
    Und auch die journalisten strotzen vor Blindheit, daß sie die permanent solide Arbeit von Schulle nicht erkennen.
    Und hinten Links hat 96 auch einen jungen Wilden : der angesprochene Janßen war damals nicht besser....
  • Christian Schulz! pinkyempelde – 04.09.09
    Warum wendet sich der Jogi nicht mal vertrauensvoll an Christan Schulz. Der bringt seit Monaten bei 96 eine konstant gute Leistung und hält insbesondere in der laufenden Saison die Gegner so gut es geht vom Tor fern (nur 3 Gegentore in vier Spielen ist fast schon Ligabestwert!). Zusammen mit Per Mertesacker würde er sicher ein gutes Innenverteidigerpärchen abgeben.
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