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Platini tritt als Uefa-Präsident zurück

Nach CAS-Urteil Platini tritt als Uefa-Präsident zurück

UEFA-Präsident Michel Platini ist im Kampf um die Aufhebung seiner Sperre gescheitert und wird daher von seinem Amt zurücktreten.

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UEFA-Präsident Michel Platini (Archivbild) bleibt gesperrt. Er kündigte daraufhin seinen Rücktritt an.

Quelle: EPA/LAURENT GILLIERON

Lausanne. Der Internationale Sportgerichtshof CAS in Lausanne reduzierte zwar die von der Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes FIFA verhängte Sanktion gegen den Franzosen am Montag von sechs auf vier Jahre. Dennoch kündigte Platini (60) über seine Anwälte umgehend seinen Rückzug an.

In einer persönlichen Erklärung bestätigte Platini seinen Rückzug und kündigte an, vor Schweizer Zivilgerichten gegen die Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs CAS vorgehen zu wollen. "Ich nehme die Entscheidung des CAS zur Kenntnis, halte sie aber für eine gravierende Ungerechtigkeit", hieß es in der Stellungnahme Platinis.

Dubiose Zahlung von Blatter an Platini

Der frühere Weltklasse-Profi war vom Weltverband ebenso wie der ehemalige FIFA-Chef Joseph Blatter für sechs Jahre gesperrt worden. Der CAS hatte die vom Fußball-Weltverband verhängte Sperre am Montag lediglich um zwei auf vier Jahre reduziert.

Hintergrund der Sperre ist eine dubiose Zahlung in Höhe von zwei Millionen Franken von Blatter an Platini im Jahr 2011. Blatters Fall soll zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Monat vor dem CAS verhandelt werden.

Chronologie: Der Fall Michel Platini

29. Juli 2015: Platini erklärt seine Kandidatur für das Amt des FIFA-Präsidenten.

25. September: Die Schweizer Justiz eröffnet ein Strafverfahren gegen FIFA-Chef Joseph Blatter wegen eines fragwürdigen Millionen-Deals mit Platini aus dem Jahr 2011. Blatter wird am Verbandssitz vernommen, sein Büro durchsucht. Platini wird als Auskunftsperson befragt. Laut Blatter und Platini handelte es sich um eine verspätete Honorarzahlung für Platinis FIFA-Arbeit in den Jahren 1998 bis 2002.

7. Oktober: Die Ethikkommission sperrt Blatter und Platini vorläufig für 90 Tage.

18. November: Die Berufungskommission lehnt die Einsprüche von Blatter und Platini gegen ihre 90-Tage-Suspendierungen ab.

20. November: Platini ruft den Internationalen Sportgerichtshof CAS an und verlangt eine vorläufige Aufhebung seiner Suspendierung.

23. November: FIFA-Ethikrichter Hans-Joachim Eckert eröffnet offiziell ein Verfahren gegen Blatter und Platini. Lebenslange Sperren sind im Gespräch.

6. Dezember: Eine französische Zeitung berichtet von einem internen UEFA-Report, der auf einen Vertrag Platinis über Tätigkeiten für die FIFA hindeuten könnte. Sein Anwalt sieht darin einen entlastenden Beweis. Experten bezweifeln die Darstellung.

9. Dezember: Platini sagt vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS aus.

11. Dezember: Der CAS bestätigt die 90-Tage-Sperre für Platini. Die provisorische Suspendierung darf aber nicht verlängert werden.

18. Dezember: Platini erscheint wie angekündigt nicht zur Anhörung der FIFA-Ethikhüter. Er fühlt sich vorverurteilt. Seine Anwälte verlangen einen Freispruch.

21. Dezember: Die Ethik-Kommission der FIFA sperrt Blatter und Platini jeweils für acht Jahre.

7. Januar 2016: Platini zieht seine Bewerbung für das Präsidentenamt der FIFA zurück.

24. Februar: Die FIFA-Berufungskommission reduziert die Sperren gegen Platini und Blatter von acht auf sechs Jahre, weist die Einsprüche aber zurück.

2. März: Platini legt Einspruch beim CAS gegen die Sperre ein.

8. März: Französische Beamte durchsuchen in der Affäre um Blatter und Platini das Büro des französischen Fußball-Verbandes FFF in Paris und beschlagnahmen Dokumente.

29. April: Der CAS verhandelt über Platinis Einspruch. "Jetzt muss die Wahrheit auf den Tisch kommen und Gerechtigkeit gesprochen werden", sagt der Franzose.

2. Mai: Die UEFA-Exekutive beruft eine Sondersitzung für eine mögliche Regelung der Platini-Nachfolge ein.

SID/RND

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