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VfB Stuttgart trennt sich von Fredi Bobic

Keine Zukunft als Sportvorstand VfB Stuttgart trennt sich von Fredi Bobic

Der VfB Stuttgart und Fredi Bobic gehen getrennte Wege. Wie der Verein am Mittwoch vor dem Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund bestätigte, ist der Sportvorstand seinen Job beim Tabellen-Schlusslicht der Bundesliga los.

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Soll wohl keine Zukunft mehr beim VfB Stuttgart haben: Sportvorstand Fredi Bobic.

Quelle: dpa

Stuttgart. Für Fredi Bobic gibt es beim VfB Stuttgart keine Zukunft mehr als Manager. Das Bundesliga-Schlusslicht hat sich am Mittwoch von dem ehemaligen Nationalspieler getrennt. Das teilte der Tabellenletzte am Mittwochabend mit und bestätigte damit Berichte der „Stuttgarter Zeitung“ und des TV-Senders Sky Sport News HD.

Die Kritik an Bobic hatte in der Schwaben-Metropole spätestens seit dem Beinahe-Abstieg der vergangenen Saison zugenommen. Wer wollte, konnte sogar jüngste Aussagen des von Bobic zurückgeholten Trainers Armin Veh entsprechend interpretieren. Hinweise auf die mangelnde Qualität im Kader waren wohl zumindest indirekt an den Ex-VfB-Profi gerichtet. "Die Platzierungen der vergangenen Jahre lagen ja nicht allein an den Trainern. Man muss sich die Frage stellen, wie die zustande kamen.

Und dann kommt man auch auf die Qualität des Kaders zurück", sagte Veh der "Sport Bild". Wie belastend die anhaltend schlechte Stimmung rund um den Cannstatter Wasen für die Mannschaft ist, betonte Veh, der Stuttgarter Meistertrainer von 2007, erst am Dienstag vor der Fahrt nach Dortmund. "Ich bin ja ein Gefühlsmensch, ich bin ja kein eiskalter Engel. Ich spüre natürlich, dass es hier überall unruhig ist. Das tut uns überhaupt nicht gut", sagte Veh. Die Verantwortung dafür suchte er aber bei sich und seinen Spielern.

"Das haben wir aber auch selbst zu verantworten. Wenn du nach vier Spielen einen Punkt hast, das ist einfach viel zu wenig. Da wird es natürlich kritisch. Wir hätten es einfacher haben können, wir hätten es beruhigen können, wenn wir mehr Punkte gemacht hätten." Die Unruhe nahm Präsident Bernd Wahler noch vor dem Heimspiel gegen Hoffenheim (0:2) am Samstag zum Anlass, seinem Vorstandskollegen den Rücken zu stärken.

Im Interview mit dem TV-Sender "Sky" sagte Wahler: "Wenn es sportlich nicht läuft, dann ist Fredi Bobic als Verantwortlicher natürlich der Kritik ausgesetzt. Er ist aber absolut der Mann unseres Vertrauens." Vier Tage später berichteten zunächst die "Stuttgarter Zeitung" und dann auch "Sky Sport News HD", dass Bobic entmachtet sei. Schon am Dienstagabend hatten die "Stuttgarter Nachrichten" vermeldet, dass der Sportvorstand spätestens bis zur Winterpause gehen müsse.

"Ich kann nur sagen, dass ich davon keine Kenntnis habe", hatte der 42-Jährige der "Bild" da noch gesagt. Insbesondere die Fan-Kritik erreichte ein neues Level. Vor der Partie gegen die TSG veröffentlichte die Ultra-Gruppierung "Commando Cannstatt" einen Brief unter der Überschrift "Der freie Fall - Wir haben die Schnauze voll" und identifizierte Bobic und Wahler als Hauptschuldige für die Misere.

Vor allem die Personalpolitik von Bobic, der 2010 als Sportdirektor gekommen war und 2013 zum Vorstand Sport befördert wurde, konnten viele im Umfeld des Traditionsvereins nicht nachvollziehen. "Es ist an der Zeit, einem verdienten Ex-Spieler ein miserables Arbeitszeugnis als Manager auszusprechen.

Kaum ein Neuzugang schafft den Durchbruch, kaum eine Neuverpflichtung entwickelt sich weiter", schrieben die Fans in ihrem Brief. Wahler wurde am Spieltag dann auf Spruchbändern als "Schönwetterpräsident statt Krisenmanager" bezeichnet.

dpa

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