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Wer steigt ab – und wer bleibt drin?

Fußball-Bundesliga Wer steigt ab – und wer bleibt drin?

Sechs Klubs müssen fürchten, mit Hannover 96 den Gang in die 2. Liga anzutreten. Wie ist die Stimmung im Tabellenkeller der Bundesliga? Eine Prognose von Fußball-Experte und Kolumnist Wolff Fuss.

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Der Darmstädter Florian Jungwirth liegt nach dem Schlusspfiff auf dem Rasen.

Quelle: dpa

Der Abstiegskampf in der Fußball-Bundesliga geht in die entscheidende Phase. Sechs Klubs müssen fürchten, mit Hannover 96 den Gang in die 2. Liga anzutreten. Wer ist  vor dem 33. Spieltag (heute, 15.30 Uhr, Sky) im Stimmungshoch, wo wird am meisten gezittert? Unser Experte Wolff Fuss verrät, wer seiner Einschätzung nach drinbleibt.

Fußball-Experte und Kolumnist Wolff Fuss.

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FC Augsburg (37 Punkte)

In Augsburg dreht sich alles nur um Trainer Markus Weinzierl: Bleibt er, oder geht er? Ausgerechnet jetzt trifft der FC Augsburg auf den FC Schalke 04 – jenen Verein also, zu dem Weinzierl im Sommer wechseln könnte. „Das sind Nebengeräusche, die bei mir, der Mannschaft und dem Trainerstab kein Thema sind“, behauptet Weinzierl. Mit einem Sieg ist der FCA gerettet. Das Team ist gut drauf, hat aus den vergangenen vier Spielen zehn Punkte geholt.
Prognose von Wolff  Fuss: „Die Augsburger schaffen es. Die Mannschaft ist gefestigt. Wahrscheinlich holen sie den einen Punkt, den sie noch brauchen, schon auf Schalke.“

1899 Hoffenheim (37 Punkte)

„Was in den 90 Minuten auf den anderen Plätzen passiert, ist mir egal“, sagt Trainer Julian Nagelsmann vor der Partie in Hannover. „Wir wollen unbedingt gewinnen, weil wir dann fix in der Liga bleiben.“ Aber: „Die Gefahr für uns ist, dass Hannover schon abgestiegen ist. Sie können ausprobieren, frei aufspielen.“ Der Trend spricht dennoch für Hoffenheim. Die TSG hat drei der vergangenenw vier Spiele gewonnen und ist mit 24 Punkten das viertbeste Team der Rückrunde.
Prognose von Wolff Fuss: „Hoffenheim bleibt drin – weil sie wohl in Hannover gewinnen. Der Klassenerhalt ist ein totaler Verdienst von Trainer Nagelsmann und der Sportlichen Leitung, die vom Hauruckmodus abgerückt ist.“

SV Darmstadt 98 (35 Punkte)

Darmstadt setzt im Abstiegskampf auf Bowling. „Das war eine gute Abwechslung zur täglichen Trainingsarbeit“, sagt Coach Dirk Schuster. Kurios: Ausgerechnet Heribert Bruchhagen, Klubchef von Abstiegskonkurrent Eintracht Frankfurt, zog anschließend öffentlich über Schusters Methoden her. „Wer glaubt, eine Mannschaft auf der Bowlingbahn formen zu können, der liegt falsch“, sagte Bruchhagen. „Einen Gemeinschaftsabend zu machen und dann mal richtig auf den Tisch zu hauen, das ist der größte Blödsinn aller Zeiten.“ Wenn er sich da mal nicht irrt ...

Fakt ist: Mit einem Sieg gegen Hertha BSC hält Darmstadt die Klasse, wenn Stuttgart gleichzeitig verliert. „Wir können und dürfen uns aber auf keinen anderen verlassen“, sagt Schuster.
Prognose von Wolff Fuss: „Ich dachte schon, dass die Darmstädter gerettet sind. Nun stehen sie vor einem undankbaren Restprogramm. Aber ihnen ist grundsätzlich alles zuzutrauen. In Berlin werden sie punkten.“

Werder Bremen (34 Punkte)

Nach dem 6:2-Sieg gegen Stuttgart am vergangenen Montag ist die Stimmung an der Weser bestens. „Diesen Schwung wollen wir mitnehmen“, sagt Trainer Viktor Skripnik, der mit der Mannschaft bereits am Donnerstag nach Köln gereist ist. Auch ein Psychologe ist wieder mit dabei. Für Bremens Sportchef Thomas Eichin ist die Partie ohnehin reine Kopfsache. „Können wir das Stuttgart-Spiel direkt abhaken und uns auf das nächste Endspiel fokussieren?“ Die Frage ist berechtigt. Zuletzt haben die Bremer nach starken Auftritten meist enttäuscht.

Prognose von Wolff Fuss: „Ich glaube, dass es Werder packt. Die Mannschaft ist zu gut, die ganze Stadt steht hinter dem Verein. In Köln holen sie einen Punkt. Natürlich dürfen sie das Abstiegsendspiel am 34. Spieltag gegen Frankfurt nicht verlieren.“

Eintracht Frankfurt (33 Punkte)

Nach zwei Siegen in Serie ist die Hoffnung zurückgekehrt. Aber: „Alle Rechnungen gehen nur auf, wenn wir unsere Hausaufgaben machen“, sagt Trainer Niko Kovac und nimmt seine Mannschaft vor dem schweren Spiel gegen Dortmund in die Pflicht: „Jedes Atom an Energie muss eingesetzt werden, damit wir ein gutes Ergebnis erzielen.“

Prognose von Wolff Fuss: „Die Eintracht bleibt meiner Ansicht nach trotz des positiven Trends auf Rang 16 hängen und muss in die Relegation. Das Restprogramm ist sehr schwierig. Gegen Dortmund und in Bremen holen die Frankfurter maximal einen Punkt.“

VfB Stuttgart (33 Punkte)

Bei den Schwaben herrscht die pure Existenzangst. Der VfB ist auf einen direkten Abstiegsplatz abgerutscht, hat aus den vergangenen sieben Spielen nur zwei Punkte geholt. Mittelfeldspieler Daniel Didavi sprach nach dem 2:6 in Bremen von „einer Schande“. Trainer Jürgen Kramny sagt: „Wir müssen die kleinen Siege holen, dann kommt der Spaß von allein.“ Immerhin: Kevin Großkreutz kehrt nach seinem im März erlittenen Muskelbündelriss gegen Mainz zurück in den Kader. Der 27-Jährige hat bereits angekündigt, dem VfB auch im Fall des Abstiegs treu zu bleiben.

Prognose von Wolff Fuss: „Der VfB steigt leider direkt ab. Sie dachten, dass sie schon durch sind. Gegen Mainz und in Wolfsburg holen sie maximal einen Punkt. Das Problem sind aktuell nicht die Gegner, sondern der VfB selbst.“

Von Patrick Hoffmann und Patrick Strasser

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