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HSV bleibt nach 0:3-Pleite Letzter

Bundesliga HSV bleibt nach 0:3-Pleite Letzter

Heimniederlagen für die Nordclubs gab es am 9. Spieltag der Fußball-Bundesliga: Der VfL Wolfsburg unterlag trotz Führung Bayer Leverkusen mit 1:2 und Werder Bremen kassierte eine 1:3-Pleite gegen den Freiburger SC. Der HSV verlor in Köln 0:3.  Der Überblick über den Spieltag.

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Keine Chance für René Adler: Anthoy Modeste trifft gegen den HSV nach Belieben.

Quelle: afp

0:3-Niederlage und rote Karte für den HSV

Kurz vor dem 80. Geburtstag von Uwe Seeler steht der Hamburger SV so schlecht da wie noch nie in der Fußball-Bundesliga. Sechs Tage vor dem Ehrentag des H SV-Idols am Samstag kassierte der HSV beim 1. FC Köln nach einem Hattrick von Anthony Modeste (60./82./86.) in Unterzahl eine 0:3 (0:0)-Niederlage und bleibt damit Tabellenletzter. In den neun Erstliga-Spielen in dieser Saison haben die Hamburger gerade einmal zwei Punkte gesammelt. Der Trainerwechsel von Bruno Labbadia am fünften Spieltag zu Markus Gisdol ist wirkungslos verpufft.

"Das Ergebnis ist sehr bitter. Wir haben ein wirklich gutes Auswärtsspiel gemacht bis zur 60. Minute", sagte Gisdol bei Sky. Nach einer Stunde sah HSV-Stürmer Bobby Wood die Rote Karte. Hamburgs Keeper René Adler meinte: "Wir müssen einfach weitermachen. Wir können ja nicht aufhören zu spielen." 

Hoffenheim nun schon Dritter

Lächelnd schaute Trainer Julian Nagelsmann zu, wie sich seine Spieler nach dem fünften Sieg in Serie von den Fans von 1899 Hoffenheim feiern ließen. "Hoffe ist der geilste Club der Welt", sangen die Anhänger nach dem 1:0 (1:0) gegen Hertha BSC am Sonntagabend euphorisch. Als Tabellendritter der Fußball-Bundesliga geht es für die Kraichgauer nun am zehnten Spieltag zum FC Bayern München und damit zur nächsten Spitzenbegegnung. "Wir fahren da hin, um erfolgreich zu sein", sagte Nagelsmann am Sonntagabend. "Wir werden sehen, was möglich ist."

Fünf Dreier nacheinander waren den Hoffenheimern bisher nur 2008/09 unter Ralf Rangnick gelungen, als sie als Aufsteiger überraschend Herbstmeister geworden waren. Mit tollem Tempofußball im Duell der beiden Überraschungsteams hat sich die TSG nun wieder oben festgesetzt. Jung-Nationalspieler Niklas Süle traf in der 31. Minute für die weiter unbesiegten Kraichgauer. 

Bremen steckt im Tabellenkeller fest

Der SC Freiburg hat den ersten Auswärtssieg der Saison gefeiert. Nach vier Niederlagen in der Fremde gewann der Aufsteiger aus dem Breisgau am Samstag beim SV Werder Bremen mit 3:1 (2:0). Maximilian Philipp (29.), Vincenzo Grifo (39./Foulelfmeter) und Amir Abrashi (75.) sorgten für die SC-Tore. Der Bremer Treffer von Santiago Garcia (67.) kam zu spät. Werder musste die Gegentore 22 bis 24 hinnehmen und steckt mit nur sieben Punkten aus neun Saisonspielen im Tabellenkeller fest. Die Freiburger haben bereits 15 Zähler.

Werder-Trainer Alexander Nouri begann mit der selben Startaufstellung im Weserstadion wie zuletzt beim 1:3 in Leipzig. Die Hanseaten starteten forsch mit zwei guten Möglichkeiten von Izet Hajrovic (4.), der aus 20 Metern Keeper Alexander Schwolow prüfte, und Stürmer Ousman Manneh (5.). Der Schlussmann der Freiburger rettete den Kopfball des Gambiers knapp vor der Linie. Auch einen Freistoß von Zlatko Junuzovic (27.) konnte Schwolow über die Latte lenken.

Wolfsburg verspielt Führung

Unter den Augen des gesperrten Trainers Roger Schmidt hat Bayer Leverkusen Valérien Ismaël den ersten Sieg als Bundesliga-Trainer verwehrt. Der Interimscoach des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg sah am Samstag eine späte 1:2-(1:0)-Niederlage und darf sich dadurch kaum mehr Hoffnungen auf einen festen Job bei den Profis machen. Bayer-Trainer Schmidt verfolgte den Sieg der Leverkusener aus einer Loge und darf seiner beruflichen Zukunft etwas entspannter entgegensehen. Die Bayer-Tore schossen vor 26 398 Zuschauern Admir Mehmedi (79.) und Tin Jedvaj (83.). Für den VfL traf Maximilian Arnold (37.) zur Führung.

Ismaël erlebte beim ersten Heimspiel als Trainer der Wolfsburger Bundesliga-Mannschaft eine zumindest engagierte, aber letztlich spielerisch limitierte Leistung seiner Schützlinge. Seinem erneut enttäuschenden Team gelang in der achten Ligapartie in Serie kein Sieg, es lieferte damit kaum Argumente für seine Beförderung vom Interims- zum Chefcoach des VfL.

Ingolstadts Sorgen werden größer

Der FSV Mainz 05 hat die sportliche Krise des FC Ingolstadt noch einmal drastisch verschärft. Die Rheinhessen gewannen ihr Heimspiel am 9. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit 2:0 (0:0) und bescherten dem Team von Trainer Markus Kauczinski damit die siebte Saison-Niederlage. Vor 24 197 Zuschauern trafen Yunus Malli (51. Minute/Foulelfmeter) und der eingewechselte Levin Öztunali (85.) für die Mainzer. Der ebenfalls eingewechselte FCI-Profi Max Christiansen handelte sogar noch eine Gelb-Rote Karte (87.) wegen wiederholten Foulspiels ein.

Nach einem weiteren Rückschlag bleiben die Oberbayern als eines von zwei Teams in der Bundesliga sieglos. Der Abstand auf die Nicht-Abstiegsplätze ist für den FCI bereits auf fünf Punkte angewachsen. Kauczinski, der nach dem Fehlstart in die Spielzeit immer wieder Rückendeckung von Sportdirektor Thomas Linke erhalten hatte, hinkt deutlich hinter den Erfolgen seines Vorgängers Ralph Hasenhüttl her und wird in den kommenden Wochen noch stärker unter Siegzwang geraten.

RB Leipzig siegt weiter

RB Leipzig kann sich dem Ruf des Bayern-Jägers nicht mehr entziehen. Der Aufsteiger landete mit dem hochverdienten 2:0 (1:0) am Samstag beim SV Darmstadt 98 am neunten Bundesliga-Spieltag bereits den sechsten Sieg und hat weiter nur zwei Punkte Rückstand auf den Meister aus München. Der zuletzt verletzte Joker Marcel Sabitzer traf vor 16 400 Zuschauern am Böllenfalltor gleich zweimal (57./81. Minute) für die in dieser Saison weiter ungeschlagene Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl. In der einseitigen Partie kassierten die Lilien die erste Heimniederlage.

Mit Plakaten im Nostalgie-Look und einer extra aufgestellten Anzeigetafel mit Handbetrieb protestierte der Darmstädter Traditionsclub gegen den ungeliebten, von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz protegierten Emporkömmling aus Leipzig. "Nein zu Investoren, Wettbewerbsverzerrung & Fußball als Marketing-Strategie", stand zudem auf einem großen Spruchband quer vor der Südtribüne.

Bayern München gewinnt mühelos

Robert Lewandowski und Arjen Robben haben den FC Bayern in perfekter Harmonie zum zweiten lockeren Sieg gegen den FC Augsburg geführt. Beim höchsten Auswärtserfolg der Münchner in dieser Bundesligasaison legten sich die Offensivstars die Tore am Samstag beim 3:1 (2:0) gegenseitig auf. Lewandowski (19./48. Minute) beendete mit einem Doppelpack seine fünf Ligaspiele lange Torflaute. Der Niederländer Robben zeigte sich drei Tage vor dem Champions-League-Spiel bei der PSV Eindhoven nicht nur wegen seines Treffers (21.) in Topform. Auch das 1:3 durch Ja-Cheol Koo (67.) änderte nichts am wie schon im DFB-Pokal mühelosen Sieg des deutschen Meisters vor 30 660 Zuschauern in der ausverkauften FCA-Arena.

Nach acht Änderungen im Pokal wechselte Bayern-Trainer Carlo Ancelotti im zweiten Derby binnen vier Tagen sein Starensemble diesmal auf sieben Positionen durch. Die formidable neue Formation konnte wie die Kollegen beim Heimsieg am Mittwoch den Ball gegen wieder mutlose und überforderte Schwaben nach Belieben laufen lassen.

Torloses Ruhpott-Derby

Krise? Welche Krise? Obwohl die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit erneut tiefer wurde, wirkten die Dortmunder Profis wenig beunruhigt. Auch nach der Nullnummer im Revierderby gegen den FC Schalke 04 hielten sich die Sorgen in Grenzen. "Wir haben keine Krise, stehen in der Champions League prima da, sind im Pokal eine Runde weiter, hinken in der Liga aber leider etwas hinterher", kommentierte Weltmeister Matthias Ginter den Hinweis auf das vierte Spiel seiner Mannschaft in Serie ohne Sieg.

Auf die Fragen nach dem großen Abstand zum Spitzenreiter FC Bayern von acht Punkten reagierten die Dortmunder ebenfalls erstaunlich gelassen. Genau wie auf die traurige Statistik, dass sie zum ersten Mal seit Erfassung der Daten (1992) daheim in einer Halbzeit keinen einzigen Torschuss abgaben. Doch der erfolglose Oktober der Borussia in der Bundesliga schlug Nationalspieler Mario Götze schon aufs Gemüt: "Das fühlt sich scheiße an." Beim Blick auf die Tabelle kam auch Thomas Tuchel, der sein erstes BVB-Tief seit seinem Wechsel im Sommer 2015 erlebt, ins Grübeln: "Das nervt uns auch, die Lücke nach oben wird immer größer."

Keine Tore in Mönchengladbach

Nach dem vierten sieglosen Bundesligaspiel in Serie gab's für Borussia Mönchengladbach die ersten Pfiffe im eigenen Stadion. "Wir haben keine Krise, aber es ist im Moment eine schwierige Situation", bekannte Sportdirektor Max Eberl nach dem äußerst mäßigen 0:0 gegen Eintracht Frankfurt. Vier Tage vor dem wichtigen Champions-League-Spiel gegen Celtic Glasgow präsentierten sich die Gastgeber vor allem in der Offensive recht verhalten und ideenlos.

"Wir können in unserer Situation nicht in jedem Spiel ein Feuerwerk abbrennen", sagte Borussias Trainer André Schubert und verwies auf die weiterhin angespannte Personalsituation. "Spieler wie Raffael und Thorgan Hazard machen bei uns eben den Unterschied und die fehlen halt im Moment", erklärte Gladbachs Coach. Mit zwölf Punkten rangiert die Mannschaft im Mittelfeld der Tabelle, blieb aber immerhin im zwölften Heimspiel nacheinander unbesiegt. "Wir hatten im Spiel nach vorne nicht die besten Ideen. Dann muss man sich auch mal mit einem Punkt begnügen", meinte Gladbachs Kapitän Lars Stindl.

dpa

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