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Uli Hoeneß ist bereit zum Comeback als Bayern-Boss

Nach Steuerverurteilung Uli Hoeneß ist bereit zum Comeback als Bayern-Boss

Es hatte sich angedeutet: Uli Hoeneß kehrt nach seiner Steuerverurteilung zum FC Bayern zurück. Der 64-Jährige kandidiert im November für das Amt des Präsidenten. Der bisherige Amtsinhaber macht den Weg frei.

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Uli Hoeneß kandidiert wieder für das Präsidentenamt beim FC Bayern München. Das teilte der deutsche Fußball-Rekordmeister am Montag mit.

Quelle: dpa

München. Dass Uli Hoeneß zu seinem FC Bayern zurückkehrt, war zuletzt kaum mehr eine Frage. Es ging nur noch um den Zeitpunkt, wann der 64-Jährige seine Entscheidung bekannt geben wird. Nun ist es soweit. Am Montag wurde die Kandidatur von Hoeneß als Bayern-Präsident bekannt.

"Uli Hoeneß wird für das Amt des Präsidenten des FC Bayern München eV kandidieren", teilte der FC Bayern per Pressemitteilung mit.  Im gleichen Zuge wurde verkündet, dass der aktuelle Präsident Karl Hopfner nicht mehr zur Wahl antreten wird. "Dies haben Karl Hopfner und Uli Hoeneß bei sehr angenehmen Gesprächen einvernehmlich so vereinbart", so der FC Bayern.

„Das war‘s noch nicht“, hatte der frühere Manager und Präsident schon vor seinem Haftantritt wegen Steuerhinterziehung angekündigt. Nun soll sich Hoeneß im mehrwöchigen Familienurlaub in Südfrankreich zu einem Comeback entschieden haben.

Neuwahlen im November

Dass der Weg zurück nicht ganz so einfach war, hatte zuletzt Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge angedeutet. Er gehe davon aus, dass Hoeneß mit dem derzeitigen Präsidenten und Aufsichtsratschef Karl Hopfner „das ein oder andere Gespräch zu führen hat, damit das harmonisch abläuft“.  Hopfner hatte schon vor Monaten erklärt, dass er einer Kandidatur von Hoeneß nicht im Weg stehen werde.

Drei Menschen sterben, als am 17. Februar 1982 eine Privatmaschine zwischen Resse und Heitlingen abstürzt. Einziger Überlebender: der damalige FC-Bayern-Manager Uli Hoeneß. Redakteur Friedrich Bernstorf ist als einer der ersten am Wrack. Anlässlich des Jahrestages zeigt er Fotos aus seinem Archiv.

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Hopfner weiß, dass er bei einer Abstimmung gegen den langjährigen Patron keine Chance hätte. Im November sind Neuwahlen angesetzt. Auch die Option, dass Hopfner Chef des mächtigen Aufsichtsrats bleibt, wurde verworfen. Hoeneß soll auch da wieder den Vorsitz übernehmen. Die Mitglieder sollen dafür bereits ihre Zustimmung signalisiert haben.

Ribéry freut sich auf Hoeneß-Comeback

Hoeneß will und wird sich mit halben Sachen nicht zufrieden geben. Er wird wie gewohnt anpacken und unbequeme Dinge offen ansprechen. Bei den Basketballern hatte er zuletzt schon angedeutet, dass er einige Dinge anders machen würde. Den Nachwuchs-Bereich hat er als Freigänger und als „Assistent der Abteilungsleitung Junior Team“ in seinem Sinne umgekrempelt. Und auch bei den Profis wird er wieder Einfluss nehmen. Ob das im Vorstand alle gut finden, bleibt abzuwarten.

Von der Mannschaft wird Hoeneß mit offenen Armen empfangen. „Bayern München hat so viel Power, aber Uli kann dem Verein trotzdem noch einmal mehr Power geben. Er hat so viel Kraft, so viel Euphorie. Uli ist das Herz des Vereins“, sagte Franck Ribéry erst vergangene Woche der Sport Bild.  Auch Ehrenpräsident Franz Beckenbauer sprach sich zuletzt für klar für eine Rückkehr aus.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß wurde vom Landgericht München II wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Fall Hoeneß in der Chronologie.

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„Der FC Bayern braucht Uli Hoeneß - und Uli Hoeneß den FC Bayern“, betonte der Kaiser in der Bild. „Auch in einem so funktionierenden und erfolgreichen Verein sollte man nicht auf die Erfahrung von Uli verzichten. Er ist immer mit Herzblut bei der Sache.“ 

Der erste vorbestrafte Bayern-Präsident

Hoeneß war 2014 zu einer dreieinhalbjährigen Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung in Höhe von insgesamt 43 Millionen (inklusive Strafen und Zinsen) verurteilt worden. Am 29. Februar dieses Jahres kam Hoeneß nach 637 Tagen im Gefängnis auf Bewährung frei, nachdem das Gericht dem Antrag auf „Halbstrafe“ stattgegeben hatte.

Seine Ämter beim FC Bayern hatte er am 14. März 2014 niedergelegt. „Alles in allem hat der FC Bayern die Zeit ohne Uli gut bewältigt“, sagte Rummenigge zuletzt dem kicker: „Es war keine einfache Zeit. Uli trat sehr verantwortungsbewusst zurück, Karl Hopfner leitete mit Bravour weiter.“

dpa/RND/sid/zys

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