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„Wenn es einer schafft, dann Badstuber!“

Verletzter Nationalspieler „Wenn es einer schafft, dann Badstuber!“

Mutmacher für den vom Pech verfolgten Nationalspieler Holger Badstuber: Leon Andreasen und Otto Addo erzählen, wie sie ihre langen, schweren Verletzungen überstanden haben.

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Fehlt dem FC Bayern München erneut lange: Holger Badstuber. 

Quelle: Sven Hoppe

Hannover. Genesungswünsche hat Holger Badstuber unzählige bekommen. Via Facebook und Twitter, von Mit- und Gegenspielern, Fans und Freunden. Vor dem Spiel gegen den FC Augsburg war die gesamte Mannschaft seines FC Bayern München mit Spezial-T-Shirts eingelaufen. „Wir sind bei dir, du schaffst es wieder“ stand darauf. Doch genauso oft, wie über die Anteilnahme am Verletzungsschicksal des Fußballprofis berichtet wurde, so oft wird seine Krankenakte beschrieben. Dienstag listete die „Süddeutsche Zeitung“ in einer Grafik noch einmal auf: zweifacher Kreuzbandanriss im rechten Knie, Muskelfaserrisse und Sehnenriss im linken Oberschenkel, dazu Schambeinreizung - und die gerade erlittene Verletzung des linken Sprunggelenks. Das wollte Badstuber nicht unkommentiert lassen. Und so strich der 26-Jährige bei Twitter das Wort „Verletzungen“ in der „SZ“-Überschrift „Die Verletzungen des Holger Badstuber“ und fügte das Wort „Stärken“ in die Grafik ein. Dazu ein Pfeil auf seinen Kopf und der rote Schriftzug: „TOPFIT“.

Mental fit muss der Nationalspieler auch sein, wenn es nach der Operation jetzt zum wiederholten Mal in die Reha geht. Wie sind andere Fußballprofis mit der schlimmen Diagnose umgegangen? Und wie haben sie sich zurückgekämpft?

Leon Andreasen: Der Fußballer von Hannover 96 kann wie Badstuber seine Verletzungen kaum noch zählen, ein Rückschlag reihte sich an den anderen: erst eine langwierige Schambeinentzündung, dann zwei Muskelfaserrisse, ein Kreuzbandriss, ein Sehnenteilanriss und immer wieder Leistenprobleme. „Am schlimmsten ist die lange Zeit in der Reha“, sagt der Däne dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, dem auch diese Zeitung angehört. „Jeden Tag die gleichen Abläufe, Tag für Tag für Tag.“ Als er von Badstuber gehört hat, habe er nur gedacht: „Das ist Hardcore. Ich kenne das ja ...“

Er weiß, dass der Bayer jetzt stark sein muss und Persönlichkeit und viel Disziplin braucht. Was hilft? „Die Gewissheit, dass man es schon einmal geschafft hat und dass man es daher wieder schafft. Das muss man sich immer wieder bewusst machen“, sagt der 32-Jährige. Er ist sich sicher: „Badstuber schafft das. Und ich hoffe, er schafft es auch zur EM.“

Otto Addo: Wenn der Ex-Profi von Hannover 96, Borussia Dortmund, Mainz 05 und dem Hamburger SV Holger Badstuber einen Rat geben soll, dann diesen: „Geh dahin, wo du dich am wohlsten fühlst! Wichtig neben der harten Arbeit in der Reha ist, dass man weiter positiv denkt. Das ist entscheidend für die Genesung.“ Der eine Profi suche sich ein Reha-Zentrum in der Nähe der Familie aus, dem anderen sei die Nähe zu den Teamkollegen wichtig.

Addo muss es wissen. Drei Kreuzbandrisse erlitt der 40-jährige Deutsch-Ghanaer, der als Ko-Trainer beim dänischen Erstligisten FC Nordsjaelland unter Vertrag steht. Das Schlimmste bei seinen Verletzungen war für ihn der Moment unmittelbar danach: „Man merkt es, dieses Geräusch, das man schon kennt. Und du denkst: Das gibt es doch nicht!“

Doch Addo, der vor allem nach seinem zweiten Kreuzbandriss ein erfolgreiches Comeback feierte und 2002 mit dem BVB als Stammspieler Deutscher Meister wurde, glaubt, dass Sportler nach Verletzungen stärker zurückkommen können. „Das Ganze ist eine Typfrage. Und Badstuber ist ein Typ, der schon bewiesen hat, dass es geht. Der schafft das wieder.“

Dass Badstuber ein Kämpfer ist, hat er bereits mehrfach gezeigt - vor allem neben dem Platz. Nach der Operation am Montag war er sich schon wieder sicher: „Ich werde wiederkommen - das kann ich allen versprechen.“

Von Eric Zimmer und Manuel Becker

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