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Werder Bremen trennt sich von Trainer Skripnik

Nouri übernimmt Werder Bremen trennt sich von Trainer Skripnik

Nach dem schlechtesten Bundesliga-Saisonstart seiner Club-Geschichte hat sich Werder Bremen von Trainer Viktor Skripnik getrennt. Das teilte der Verein auf seiner Homepage mit. Auch die Co-Trainer Torsten Frings und Florian Kohlfeldt wurden beurlaubt. Nun soll erst einmal der U23-Trainer Alexander Nouri das Team betreuen. 

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Trainer Viktor Skripnik bei der 1:4-Niederlage gegen Mönchengladbach.

Quelle: dpa

Bremen. Viktor Skripnik und seine Co-Trainer verabschiedeten sich noch in der Nacht von der Mannschaft. Der 48-Jährige ist nicht mehr Coach des Fußball-Bundesligisten SV Werder Bremen. Rund 14 Stunden nach dem teilweise desaströsen Auftritt des Tabellenletzten beim 1:4 auswärts gegen Borussia Mönchengladbach gab der Verein die sofortige Beurlaubung von Skripnik sowie seiner Assistenten Florian Kohfeldt und Torsten Frings bekannt.

"Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, weil uns nach der Leistung in Gladbach die Überzeugung fehlte, dass es in der bestehenden Konstellation möglich ist, zeitnah eine Wende zum Positiven herbeizuführen", erklärte Sport-Geschäftsführer Frank Baumann. Den Posten übernimmt interimsweise ab Montag der bisherige U23-Trainer Alexander Nouri, Hilfe bekommt er von seinem Co-Trainer Florian Bruns. Die Bremer spielen bereits an diesem Mittwoch zuhause gegen den FSV Mainz 05, am Samstag empfangen sie den VfL Wolfsburg.

"Mit Alexander Nouri erhoffen wir uns einen Impuls für ein Team, das nach dem personellen Umbruch in der Sommerpause, den letzten Spielen und dem bestehenden Verletzungspech mit einer gewissen Verunsicherung zu kämpfen hat", meinte Baumann. Nouri hatte im Oktober 2014 die U23 der Bremer übernommen - als Nachfolger von Skripnik, der zu den Profis gewechselt war. Für den Ukrainer kam nun am 3. Spieltag das Ende auf dem Posten.

Skripnik selbst hatte am Abend zuvor in Gladbach einen Rücktritt seinerseits ausgeschlossen. "Nein", hatte er betonte, diese Frage stelle sich ihm nicht. "Wir haben Erfahrung in diesen Dingen", hatte der 46-Jährig nach der Pleite in Mönchengladbach mitgeteilt. Seine Körpersprache drückte aber schon da Rat- und Hilflosigkeit aus. Vor allem die ersten Halbzeit der Bremer glich einem fußballerischen Offenbarungseid. "Da haben wir keine Argumente, mit der Leistung braucht man in der Bundesliga nicht antreten", hatte Baumann gesagt, allerdings auch wissen lassen: "Wir sind von Viktor überzeugt und von seinem Team."

Ihre Geduld sei jedoch auch nicht ewig haltbar. "Wir sind sehr ungeduldig, wir werden das auch mit den Spielern intensiv besprechen." Offensichtlich besprachen sie es nun als erstes mit dem Trainer-Trio, das nach der Ankunft mit dem Mannschaftsbus am Werder-Stadion seine Sachen packte. Selbst auf der Werder-Homepage war nach dem fahrlässigen und naiven Defensivverhalten der Bremer in Gladbach von "Blackouts im Minutentakt" zu lesen.

In den 62 Bundesligapartien mit Skripnik gab es 21 Siege und 15 Remis - aber 26 Niederlagen. Die beste Phase hatten der Ukrainer und sein Team zwischen dem 17. und 21. Spieltag 2014/15 mit fünf Siegen in Serie. Skripnik hatte den Posten am 25. Oktober 2014 als Nachfolger von Robin Dutt übernommen. Seine 200. Bundesligapartie als Bremer Spieler und Trainer nun erstmal seine letzte. Thorgan Hazard (11./17. Minute) und Raffael (21., Foulelfmeter/41.) machten vor 54 014 Zuschauern das Werder-Debakel perfekt. Immerhin gelang Zugang Serge Gnabry (73.) der erste Treffer im Werder-Trikot. Aron Johannsson (80.) sah wegen Schiedsrichterbeleidigung Rot.

lni

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