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Forscher bestätigen: Bayern-Bonus existiert

Entscheidungen von Schiedsrichtern Forscher bestätigen: Bayern-Bonus existiert

Fußball-Fans haben es schon immer geahnt, Wissenschaftler belegen es jetzt mit einer Studie: Top-Mannschaften wie der FC Bayern München profitieren häufiger von falschen Schiedsrichter-Entscheidungen als kleinere Vereine.

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Spieler des FC Bayern München bejubeln einen Treffer: Der Rekordmeister profitiert besonders häufig von Schiedsrichter-Fehlentscheidungen, haben Wissenschaftler herausgefunden.

Quelle: Andreas Gebert/dpa

Frankfurt/Main. "Der Bayern-Bonus existiert", schreiben die Wissenschaftler aus Frankfurt und Marburg. Sie werteten Spieldaten der Fußball-Bundesliga aus den Jahren 2000 bis 2014 aus. Wesentliche Ergebnisse der Untersuchung sind:

  • Top-Mannschaften profitieren häufiger von nicht gegebenen Elfmetern als schwache Mannschaften. "Die Wahrscheinlichkeit, dass Schiedsrichter einem schwachen Team, das gegen ein Top-Team spielt, einen berechtigten Elfmeter verweigern, ist etwa 40 Prozent höher als bei Top Teams."
  • Wenn der FC Bayern München gegen eine schwache Mannschaft spielt, "ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Elfmeter dem schwachen Team fälschlicherweise nicht gegeben wird, drei Mal größer als im statischen Mittel".
  • Mannschaften, für die etwas auf dem Spiel stehe, zum Beispiel der Verbleib in der 1. Liga oder das Erreichen der Champions-League-Plätze, würden ebenfalls von Schiedsrichtern bevorzugt.
  • Es gibt einen Heimbonus: Schiedsrichter würden unbewusst für den Gastgeber entscheiden, schreiben die Forscher.

Die Wissenschaftler nutzten Daten der Firma Deltatre, wie der SportBuzzer berichtet. In der Datenbank des Unternehmens werden alle Schiedsrichterentscheidungen erfasst und bewertet: entweder als "eindeutig richtig", "eindeutig falsch" oder "debatierbar".

In ihrer Analyse werteten die Wissenschaftler die Tor- und Elfmeterentscheidungen zwischen 2000 und 2013/14 in allen 4.248 Spielen der 1. Bundesliga aus. Sie konzentrierten sich dabei auf die als "falsch" eingestuften Entscheidungen der Schiedsrichter. Ob eine Mannschaft von ihnen als stark oder schwach eingestuft wurde, hängt von der Platzierung des Vereins in der ewigen Tabelle ab.

Auslöser war ein geschenkter Elfmeter

Anlass für die Untersuchung war übrigens das Spiel von Brasilien gegen Kroatien bei der Weltmeisterschaft 2014. Der Gastgeber gewann die Partie mit 3:1 – auch dank eines Elfmeters, den Schiedsrichter Yuichi Nishimura der Heimmannschaft zusprach. Anschließend wurde von einem Geschenk gesprochen und über die Ungleichbehandlung von Mannschaften debattiert.

Die Wissenschaftler Prof. Dr. Eberhard Feess (Frankfurt School of Finance & Management), Dr. Helge Müller (Philipps Universität Marburg) und Paul Bose (Frankfurt School) wollten deshalb wissen, ob es tatsächlich so etwas wie einen Promi-Bonus gibt – und waren von ihren eigenen Ergebnissen überrascht. "Wir hatten das Gegenteil erwartet", sagte Feess der Zeitung Die Welt.

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