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Wolfsburg nach Tod von Malanda unter Schock

Profi stirbt bei Unfall Wolfsburg nach Tod von Malanda unter Schock

Tiefe Trauer beim VfL Wolfsburg und in der Fußball-Bundesliga: Der 20-jährige Profi Junior Malanda ist am Sonnabend bei einem Autounfall gestorben. Die Clubführung will dennoch ins Trainingslager nach Südafrika fahren. Auch um den Spielern so bei der Trauerarbeit zu helfen.

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Fans gedenken an der Volkswagen Arena in Wolfsburg dem verstorbenen Malanda.

Quelle: dpa

Wolfsburg. Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hält nach dem Unfalltod von Junior Malanda an der Reise ins Winter-Trainingslager nach Südafrika fest. Der Tabellenzweite werde am Sonntagabend um 18 Uhr einen Tag später als geplant aufbrechen, teilte Manager Klaus Allofs mit. "Es war keine leichte Entscheidung, aber es ist die absolut richtige", sagte Allofs. Malanda war am Samstag bei einem Verkehrsunfall auf der A 2 bei Porta Westfalica ums Leben gekommen.  Wie am Sonntagnachmittag bekannt wurde, saß in dem Unfallauto auch der belgische Verteidiger Anthony D'Alberto aus der U 21-Mannschaft des RSC Anderlecht. Das teilte der belgische Fußball-Club auf seiner Internetseite mit. Der 20-Jährige war Polizeiangaben zufolge schwer verletzt in ein Krankenhaus gekommen, bei ihm bestand keine Lebensgefahr.

Die Fußball-Bundesliga und zahlreiche Fans trauern um Junior Malanda. Der Profi des VfL Wolfsburg kam bei einem Autounfall in der Nähe von Porta Westfalica ums Leben.

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Zum Festhalten am Trainingslager sagt Allofs: "Junior wollte den Erfolg, das ist das Letzte, was wir für ihn tun können." Der Verein werde aber keinesfalls zur Tagesordnung übergehen. Malandas Tod solle in der Mannschaft aufgearbeitet werden, dafür will der Verein auch professionelle Hilfe hinzuziehen. "Alle sind total am Boden zerstört, die Spieler sind alle in einem fürchterlichen Zustand", bekannte Allofs. Die Trauerarbeit könne möglicherweise besser in einer anderen Umgebung gelingen, nannten Allofs und Trainer Dieter Hecking einen weiteren Grund für den Beschluss für die Reise nach Südafrika. "Die Lücke ist groß", sagte Coach Hecking unter Tränen zum Verlust des hoch talentierten Mittelfeldspielers Malanda.

Noch am Smastagabend hatten sich etliche Fans rund um die Volkswagen Arena versammelt, um gemeinsam des Mittelfeldspielers zu gedenken. Sie legten Kerzen, Bilder, Schals und Blumen nieder. Die Nachricht von Malandas Unfalltod löste in der Fußball-Welt Entsetzen aus. "Geschockt und traurig über den tragischen Tod", twitterte Weltverbands-Präsident Joseph Blatter. "Der Fußball verliert ein großes Talent. Meine Gedanken sind bei seiner Familie." Christian Seifert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga, sprach den Angehörigen und Teamkollegen sein Mitgefühl aus: "Wir sind tief bestürzt über dieses tragische Unglück."

Auch bei den norddeutschen Bundesligisten löste die Nachricht Bestürzung aus. 96-Sportdirekttor sprach von einer "furchtbaren Nachricht", man sei in Gedanken bei der Familie und dem VfL Wolfsburg.

Ähnlich äußerten sich der Hamburger SV und Werder Bremen. Beide Nordclubs zeigten sich tief betroffen.

Herbstmeister FC Bayern legte am Sonntag zu Beginn seines Trainings in Katars Hauptstadt Doha eine Gedenkminute ein. "Es ist schrecklich, und es ist für mich mit Worten nicht zu sagen", erklärte der Münchner Sportvorstand Matthias Sammer. Die Bayern sind zum Auftakt der Rückrunde am 30. Januar Gegner des Tabellenzweiten Wolfsburg. Offen ist noch, ob es in allen Bundesliga-Stadien zum Start der zweiten Halbserie eine Schweigeminute geben wird.

Besonders groß ist die Anteilnahme in Belgien. "Der belgische Fußball verliert eines seiner größten Talente", erklärte Nationaltrainer Marc Wilmots. "Das ist ein Schock für den ganzen Verein", teilte Malandas früherer Club SV Zulte Waregem mit. Teamkollegen vom VfL oder aus der Nationalmannschaft veröffentlichten in sozialen Netzwerken Bilder mit Malanda. "Unbeschreiblich... Welche Trauer", schrieb Vincent Kompany, Kapitän des Nationalteams. "So merkwürdig, wenn Du deinen Freund morgens noch gehört hast und dann diese Nachricht zu erfahren", twitterte Wolfsburgs belgischer Mittelfeldspieler Kevin De Bruyne. "Wir haben einen großen Freund zu früh verloren. Ruhe in Frieden, Du wirst immer bei uns sein."

Malanda saß bei dem Autounfall bei Starkregen auf dem Rücksitz eines Geländewagens. Als das Fahrzeug ins Schleudern geriet und gegen einen Baum prallte, wurde der VfL-Profi nach Angaben der Polizei Bielefeld aus dem Wagen geschleudert. Malanda starb noch am Unfallort.

Der 20-Jährige galt als eines der größten Fußball-Talente in Belgien. Der 1994 in Brüssel geborene Spieler durchlief sämtliche Jugend-Auswahlmannschaften seines Landes, ehe er zu Beginn des vergangenen Jahres erstmals in der Bundesliga für den VfL Wolfsburg auflief. Bei der 1:2-Niederlage der Niedersachsen beim FC Bayern im Eröffnungsspiel dieser Saison erlangte Junior Malanda landesweite Aufmerksamkeit, weil er den Ball kurz vor Schluss der Partie frei vor dem Münchner Tor an die Latte schoss und damit das mögliche Remis verpasste. Mit der U-21-Nationalmannschaft Belgiens bestritt Malanda unter anderem sechs Länderspiele in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2015.

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