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Der Optimismus ist zurück am Pferdeturm

Hannover Indians Der Optimismus ist zurück am Pferdeturm

Der EC Hannover Indians will sich in der Eishockey-Oberliga Respekt verschaffen – mit den treuen Fans im Rücken. Die neue Saison beginnt mit einem Heimspiel gegen die Rostock Piranhas.

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EC Hannover Indians, im Bild Erste Reihe v. li.: Ansgar Preuss, Artur Grass, Armin Finkel, Robby Hein, Boris Ackers, Sebastian Lehmann, Dennis Schuett, Werner Hartmann, Michael Guessbacher Zweite Reihe v.li.: Co-Trainer Tobias Stolikowski, Trainer Fred Carroll, Andre Gerartz, Frederik Gradl, Oliver Duris, Florian Kraus, Branislav Pohanka, Daniel Doroshko, Daniel Reiss, David Sulkovsky, Dieter -Rocky- Neubert Dritte Reihe v.li.: Benjamin Ropers, Nickolas Bovenschen, Kai Steinmann, Tobias Maeter,

Quelle: sp / Sielski

Hannover. Die Euphorie ist zurück am Pferdeturm. Dort also, wo sie traditionell bei der treuen und nach Eishockey verrückten Fangemeinde des EC Hannover Indians zu Hause ist. Die Anhänger freuen sich nicht nur, dass mit dem Heimspiel gegen die Rostock Piranhas am Freitag (Eröffnungsbully um 20 Uhr) die neue Oberligasaison beginnt, sie blicken der Spielzeit auch optimistisch entgegen.

Es ist bemerkenswert, wie viel Leidensfähigkeit die Anhänger der Indians besitzen, nicht nur angesichts der Klubhistorie mit Aufschwüngen, Abstiegen und Neustarts in unteren Klassen nach finanziellen Problemen. Auch in der vergangenen Oberliga-Spielzeit musste am Pferdeturm ein tiefer Stich ins Fanherz verkraftet werden. Zuerst schnappte der ungeliebte Regionsrivale aus Langenhagen, die Hannover Scorpions, den Indians die Nordmeisterschaft weg. Das entscheidende Spiel gewannen die Scorpions am Pferdeturm und feierten ausgelassen mitten in der Indians-Heimat.

Es folgten die Trennung vom bei den Anhängern sehr populären Trainer Peter Willmann und ein frustrierend deutliches Aus in den Play-offs gegen die Füchse Duisburg. Die Westdeutschen überrannten die Hannoveraner in drei Spielen regelrecht und ließen sie bei einem Torverhältnis von 28:2 aussehen wie eine überforderte Schülermannschaft.

Doch sechs Monate später ist das Befinden in Kleefeld komplett anders. Das liegt vor allem an Trainer Fred Carroll. Der Deutschkanadier, früher auch in der Region für den ESC Wedemark und den damaligen Kleefelder EV Hannover aktiv, folgte im April auf Willmann, der nur noch in seinem Beruf als Physiotherapeut tätig ist, und konnte den Kader nach eigenen Wünschen zusammenstellen und formen.

In der Vorbereitung wurde seine Handschrift bereits deutlich: Carroll legt großen Wert auf die Physis, sieht sich aber noch nicht am Ziel. „So langsam verstehen die Jungs, was ich will. Die Laufwege müssen aber noch besser werden. Wir wollen uns Respekt verschaffen, indem wir körperbetontes Eishockey spielen“, sagt der 52-Jährige - und wünscht sich Geduld im Umfeld des Vereins. „Bis es alles passt, wird es noch dauern. Viele Spieler sind jung und taktisch nicht so gut geschult, wie sie sich ohne Scheibenbesitz verhalten. Wichtig ist, dass wir unnötige Strafzeiten vermeiden.“

Aber nicht nur der Trainer, sondern auch die Spieler und die in der Vorbereitung erzielten Ergebnisse sorgen für gute Stimmung rund um den Pferdeturm. Stürmer Branislav Pohanka deutete seine Torjägerqualitäten mehrfach an, der Slowake scheint eine Kontingentstelle wirksam zu besetzen. Mit Sebastian Lehmann kehrt ein Topscorer von den Scorpions zurück. Und von den Resultaten her ließen die Indianer ebenfalls aufhorchen: Gegen die Duisburger, vor einem halben Jahr noch mindestens eine Nummer zu groß, gewann Carrolls Team ein Spiel. Gegen die Wölfe aus Selb setzte es zwar zwei Niederlagen - die Hannoveraner agierten jedoch auf Augenhöhe mit den Franken, die zuletzt in der stark einzuschätzenden Südstaffel durchaus eine gute Rolle spielten.

Und was sagt der Coach selbst zur Euphorie am Pferdeturm? Carroll lacht. „Ich kenne das ja alles hier.“ Man müsse realistisch bleiben. „Es ist mein erstes Jahr als Trainer bei den Indians. Viele neue Spieler müssen integriert werden, außerdem haben wir ein anderes Spielsystem.“ Der ehemalige Stürmer will in Ruhe „Vernünftiges aufbauen, das kann auch zwei Jahre dauern und ist ein langer Prozess - wir sind aber auf einem sehr guten Weg“.

Wie schnell es im Sport gehen kann, zeigen die aktuellen Beispiele von Oliver Duris und André Gerartz. Die beiden Stürmer gehörten in der regulären Saison des Vorjahres zu den besten Akteuren ihres Teams. Duris gelangen in 30 Spielen 27 Tore und 25 Vorlagen, Gerartz sogar in 26 Partien 36 Treffer und 16 Assists.

In der aktuellen Saisonvorbereitung standen beide Spieler jedoch neben sich. Duris gelangen aber am vergangenen Sonntag in Selb drei Tore. „Und bei André wird der Knoten auch platzen. Nach dem ersten Tor bekommt er wieder seinen Lauf“, sagt Carroll. Er weiß die Fakten eben einzuordnen.

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