Hannover. Die Indians hatten die angebliche Apokalypse nach den Maya-Prophezeiungen für den Freitag aufgenommen und waren in Sondertrikots aufgelaufen – darauf das hannoversche Rathaus, vom dunklen Nachthimmel aus zielt der Feuerschweif eines Meteoriten auf das Wahrzeichen der Stadt.
Richtig Feuer enthielt die Partie im 2. Drittel, als die Gäste binnen 40 Sekunden 2:0 führten, die Indians aber auch nicht lange für einen Doppelschlag zum Ausgleich benötigen. Allein Patrick White hätte im 3. Abschnitt für die Entscheidung sorgen können. Doch der Stürmer, auch vorher mit jeweils mindestens einer Großchance, vergab teilweise frei vor dem Tor mehrere gute Gelegenheiten. So musste Marius Garten unter weitaus schwierigeren Voraussetzungen den Weg zum Sieg ebnen: In Unterzahl lief er einen Konter, brachte den hüpfenden Puck unter Kontrolle und schloss mit der Rückhand ab.
Mehr als eine Randnotiz: Mal wieder fungierte Nicole Künast als Glücksbringer. Die Frau von ECH-Trainer Christian Künast sah ihr drittes Saisonheimspiel – dritter Sieg. „Es ist unglaublich, wie oft ich darauf angesprochen werde“, schmunzelte sie. Da können die Maya vorhersagen, was sie wollen – mit Nicole Künast auf der Tribüne geht nichts schief.
Tore: 0:1 (33:26) Williams bei 5–4), 0:2 (34:06) Gunkel bei 6–5), 1:2 (37:34) Pyka bei 5–4), 2:2 (39:36) Olidis, 3:2 (48:56) Garten bei 4–5), 4:2 (52:15) McDonough bei 5–4), 4:3 (54:51) Lee bei 5-4) – Strafminuten: Hannover 12, Crimmitschau 20 – Nächstes Spiel: Ravensburg – Indians (morgen, 18.30 Uhr).
Stephan Hartung
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