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„Ich bin stolz auf meine Jungs“

ECH-Trainer Fred Carroll „Ich bin stolz auf meine Jungs“

Es war aller Voraussicht nach das letzte Derby dieser Saison zwischen dem EC Hannover Indians und den Hannover Scorpions in der Eishockey-Oberliga. In der ersten Play-off-Runde gehen sich beide Mannschaften aus dem Weg, in der zweiten Runde treffen die Nordclubs auf die stark einzuschätzenden Vertreter der Südstaffel. Dass danach noch beide Teams aus der Region Hannover im Rennen sind, ist möglich, aber eher unwahrscheinlich.

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Ein Dankeschön an die Fans am Pferdeturm: Die Eishockeyspieler des EC Hannover Indians verabschieden sich nach dem Derbysieg.

Quelle: Sielski

Hannover. Von daher dürfen sich die Indians bis zur nächsten Saison als Derbysieger fühlen – wegen des 5:1-Erfolgs am Sonntag als auch wegen des „direkten Vergleichs“. Der ECH und die Scorpions haben jeweils ihre beiden Heimspiele gegen den Kontrahenten gewonnen, die Indians sammelten aber sieben Punkte, die Scorpions nur fünf. Dass es für seine Mannschaft am Sonntag diese deutliche Niederlage gab, brachte Scorpions-Trainer Len Soccio in Rage. „Eine solche Einstellung habe ich noch nie gesehen, bei den Spielern haben Kampf und Leidenschaft gefehlt.“ Als Ausrede wollte er auch nicht gelten lassen, dass wegen einer Grippewelle die Stammspieler Frank Richardt, Robin Thomson, Igor Bacek und Sachar Blank nicht zur Verfügung standen. „Ich bin insgesamt enttäuscht. Meine beiden Ausländer habe ich zum Beispiel gar nicht auf dem Eis gesehen“, sagte Soccio.

Nach Spielende war ECH-Trainer Fred Carroll („Ich bin stolz auf meine Jungs – und das sage ich nicht oft“) von den Fans auf Eis gerufen worden, als sich die Spieler vor der Nordtribüne zur Ehrenrunde versammelt hatten.

Während der Partie war es auf und neben der Eisfläche ruhig geblieben. Im Spiel selbst sorgte Schiedsrichter Eugen Schmidt für eine umsichtige Spielleitung, nur zum Ende des zweiten Drittels gab es zwischen Werner Hartmann und Deon Jones das einzige Handgemenge des Abends. Dass Schmidt die beiden Kampfhähne mit Fingerspitzengefühl nicht komplett vom Spiel ausschloss, bremste die Emotionen. Außerdem ließ Schmidt schon zu Beginn des ersten Drittels über die Lautsprecher durchsagen, dass er die Gästetribüne räumen lassen werde, sollten von dort weiterhin Gegenstände aufs Eis geworfen werden.

Zu diesem Zeitpunkt war es jedoch nur zu vereinzelten Würfen gekommen. Umgekehrt sorgten ECH-Fans vor dem Spiel oberhalb der Gästetribüne für einen Banner mit der Aufschrift „Krabbelgruppe Langenhagen“ – wovon sich die Indians in der abschließenden Pressekonferenz distanzierten. Weitere Vorfälle gab es nicht an einem ruhigen Abend, kein Vergleich also zum Derby am 8. Januar.     

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