Hannover. Gleichzeitig feierte der ECH den dritten Sieg in Folge – und startete damit eine Serie, die sich Trainer Christian Künast schon lange gewünscht hatte. Doch die Indians kamen schleppend in die Partie. Die Heilbronner – vor der Saison zum erweiterten Favoritenkreis gezählt, mittlerweile auf Platz 10 abgerutscht – bewiesen vor allem im 1. Drittel ihre Qualitäten. ECH-Torwart Peter Holmgren zeigte sich aber von Beginn an hellwach und vereitelte schon nach 20 Sekunden gegen Christoph Billich einen Rückstand – wie auch später bei weiteren zahlreichen Chancen.
Im Mittelabschnitt ließ der Offensivdruck der Gäste nach – und die Hannoveraner legten merklich zu. Max Schmidle brach den Bann nach einer halben Stunde mit dem 1:0 und eröffnete zugleich den „Teddy Toss“: Zum vierten Mal in Folge hatten die ECH-Verantwortlichen zu dieser wohltätigen Aktion aufgerufen. Alle Zuschauer konnten in Plastiktüten verpackte Kuscheltiere auf die Eisfläche werfen, demnächst werden sich kleine Patienten im Kinderkrankenhaus Auf der Bult darüber freuen.
Auch im letzten Drittel reagierte Holmgren überragend, als Michel Léveillé allein auf ihn zulief und scheiterte. Im kurz darauf folgenden Powerplay, zeitweise mit zwei Spielern mehr, verpassten die Indians die Entscheidung. Diese gelang erst 35 Sekunden vor Schluss durch Dave Reid, dessen Befreiungsschlag in das von Kevin Nastiuk zugunsten eines sechsten Feldspielers verlassene Heilbronner Tores trudelte.
Die Begegnung leitete übrigens Marian Rohatsch. Der ehemalige ECH-Stürmer hat nach dem Ende seiner aktiven Karriere die Schiedsrichterlaufbahn eingeschlagen, es war seine Premiere bei einem Pflichtspiel der Hannoveraner.
Tore: 1:0 (30:23) Schmidle (Gerbig, Hilpert), 2:0 (59:25) Reid (Jelitto, White bei 5–6) – Strafminuten: Hannover 12, Heilbronn 16 – Zuschauer: 3339 – Beste Hannoveraner: Holmgren, Olidis – Nächstes Spiel: Kaufbeuren – Indians (Freitag, 19.30 Uhr).
Von Stephan Hartung
HAZ.de Anmeldung