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Hannover Indians verlassen das Eis

Club im Wandel Hannover Indians verlassen das Eis

Der Eishockey-Zweitligist Hannover Indians will den defizitären Sport durch andere Geschäftsideen finanzieren. „Profieishockey ist eine Geldverbrennungsmaschine, die eigenständig nicht funktioniert“, sagt Geschäftsführer Dirk Wroblewski.

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Geschäftsführer Dirk Wroblewski (rechts, mit Trainer Bernhard Kaminski) setzt große Hoffnungen in die Marke Hannover Indians, auf deren
Basis er in den kommenden Monaten zahlreiche neue Geschäftsideen umsetzen will.

Quelle: Petrow

Es gibt Dinge, die werden sich wohl niemals ändern. Etwa der Stammplatz von Dirk Wroblewski im Eisstadion am Pferdeturm. Der Geschäftsführer des Eishockey-Zweitligisten verfolgt Spiele seiner Mannschaft bereits seit vielen Jahren von seinem Stehplatz auf der Gegengerade in Höhe der Mittellinie aus. Das wird auch in der kommenden Saison so sein. Doch zumindest was Wroblewski angeht, enden damit auch schon die Konstanten. Denn der Indians-Chef will in den kommenden Wochen und Monaten einen bemerkenswerten Wandel einleiten – und gibt dafür nach 14 Jahren sogar seinen Posten als Direktor des Congress-Hotels am Stadtpark auf.

Die Einsicht, die hinter dieser Entscheidung steht, klingt zunächst sehr hart. „Profieishockey ist eine Geldverbrennungsmaschine, die eigenständig nicht funktioniert“, sagt Wroblewski. Das sei in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) so, wo Mäzene wie Günter Papenburg beim Nachbarn Hannover Scorpions, Dietmar Hopp bei den Adlern Mannheim oder der amerikanische Milliardär Philip F. Anschütz gleich bei zwei DEL-Klubs – Meister Eisbären Berlin und den Hamburg Freezers – Jahr für Jahr die Verluste in Millionenhöhe ausgleichen. Und auch bei den Indians sei das nicht anders, bei denen in den vergangenen beiden Jahren die drei Gesellschafter – Wroblewski, Berndt Blumenthal und Jörg-Walter Koch – nach Saisonende die Löcher stopfen mussten.

Doch das soll sich auf absehbare Zeit ändern. „Wir wollen die Indians wirtschaftlich auf gesunde Füße stellen, indem wir andere Geschäftsfelder dazunehmen“, erklärt Wroblewski. Er will die Deckungslücke, die zwischen dem bei 1,8 Millionen Euro liegenden Etat der Indians und den Einnahmen durch Sponsoren sowie den Kartenverkauf besteht, durch Gewinne in anderen Bereichen ausgleichen. Etwa durch den Ausbau der eigenen Sportartikelmarke Hardway, die neben den Indians in der kommenden Saison wohl noch ein bis zwei andere Zweitligisten tragen werden. Oder durch den Betrieb des Catering-Unternehmens Party-Werft. Oder auch durch den Verkauf des vom Getränkehersteller Carolinen-Brunnen produzierten Indians-Energydrinks „Revolution“.

Ideen für neue Geschäftsfelder, die unter dem Dach der Wroblewski und seinen beiden Mitstreitern gehörenden Hannover Sport&Management Beteiligungsgesellschaft (HSM) gebündelt werden, gibt es noch weit darüber hinaus. Und diese Ideen gehen bei Wroblewski einher mit dem festen Glauben, dass die Marke Hannover Indians das nötige Potenzial besitzt, sie zu tragen. Daher hat sich der 47-Jährige zu dem überraschenden Schritt entschlossen, sich künftig voll auf diese Aufgabe zu konzentrieren. „Ich habe meine Hängematte verlassen und gehe voll ins Risiko“, sagt Wroblewski, der vom 1. August an hauptamtlicher Geschäftführer der HSM wird.

Mit seinem Einzug ins Büro in der Kleefelder Scheidestraße – in Schlagschussdistanz zum Eisstadion am Pferdeturm – will Wroblewski bei der Verwirklichung seiner Ideen gehörig aufs Tempo drücken. Dazu gehören auch Investitionen wie die in das Restaurant „Rampoldi“ an der Berliner Allee oder der mögliche Ankauf von Spielerwohnungen, für die der Klub bisher Miete bezahlen mussten. Wroblewski scheint bei diesen Geschäftsideen nichts dem Zufall überlassen zu wollen. Denn ihr Erfolg ist im Gegensatz zu dem im sportlichen Bereich zumindest im Ansatz planbar. „Dabei ist man jedenfalls nicht davon abhängig, ob ein Angestellter mit einer Hartgummischeibe in einen kleinen Kasten trifft“, sagt Wroblewski.

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