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Ärger nach der Verletzung von Morczinietz

Hannover Scorpions Ärger nach der Verletzung von Morczinietz

Nach dem Eishockey-Derby vom Sonntag ist der Ärger groß: Scorpions-Kapitän Andreas Morczinietz war im 3. Drittel verletzt ausgeschieden, nach einem Check auf offenem Eis von Wedemarks Christopher del Castillo. Die Socrpions stufen die Attacke als Absicht ein.

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Andreas Morczinietz (Hannover Scorpions) beugt sich vornüber vor Schmerzen und muss von seinen Kollegen vom Eis geführt werden.

Quelle: Florian Petrow

Langenhagen. Eigentlich hätten Trainer Len Soccio diese Zahlen positiv stimmen müssen. Eishockey-Oberligist Hannover Scorpions hatte am Sonntag mit dem 3:2 über den ESC Wedemark den vierten Sieg gefeiert und dabei insgesamt nur drei Gegentore kassiert. Außerdem sprang sein Team auf den 3. Tabellenplatz der Nordstaffel. Soccio aber war nach dem Duell mit dem Nachbarn aus der Region alles andere als gut gelaunt. „Nach der 2:6-Niederlage gegen Wedemark zwei Wochen zuvor war das unser schlechtestes Saisonspiel. Wir müssen dringend einen Gang zulegen, das war heute kein Oberliga-Niveau.“

Möglicherweise hatte dem Coach auch die Blessur von Andreas Morczinietz den Abend verdorben. Der Kapitän war im 3. Drittel verletzt ausgeschieden, nach einem Check auf offenem Eis von Christopher del Castillo. Der Wedemärker kassierte für diese Aktion eine Spieldauerdisziplinarstrafe. „Es war eine unglückliche Aktion. Aber ich bin mir sicher, dass es keine Absicht war“, sagte ESC-Trainer Dieter Reiss.

Soccio dagegen hatte dieses Foul schon von seiner ersten Wahrnehmung her als absichtliche Aktion eingestuft, wollte sich aber noch in Ruhe das Spielvideo ansehen. Die Bilder erhärteten seine Vermutung: „Der Spieler läuft quer über das Eis, in dem Moment hat ,Morczi‘ gar nichts mit der Scheibe zu tun.“ Intern wolle man nun beraten, ob man das Video beim Deutschen Eishockey-Bund einreiche, ergänzte der Coach.

Morczinietz trug eine Innenbandverletzung im Knie davon. Wie langwierig der Ausfall sein wird, konnte gestern eine Untersuchung noch nicht abschließend klären. „Minimum werden es zwei Wochen sein. Wenn wir Pech haben, ist auch eine Pause von sechs bis acht Wochen möglich - und die soll er haben, er wird nicht zu früh wieder spielen“, sagt der Scorpions-Trainer.

Ein langwieriger Ausfall des Kapitäns würde die Offensive seines Teams erheblich schwächen, da bereits mit Christoph Koziol (Verletzung am Syndesmoseband) ein Stürmer noch länger ausfällt. Weil nach der Rückkehr von Angreifer Kim Wikström in seine finnische Heimat ohnehin ein Ausländerplatz frei ist, dürfte eine personelle Nachrüstung der Scorpions in der Offensive nur eine Frage der Zeit sein.

Von Stephan Hartung

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