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Keine Versöhnung beim Eishockey in Sicht

Derby Scorpions gegen Indians Keine Versöhnung beim Eishockey in Sicht

Es ist wieder Derby-Zeit: Freitagabend treffen die Hannover Scorpions und die EC Hannover Indians in der Eishockey-Oberliga erneut aufeinander. Nach der Eskalation am 8. Januar steht die Partie unter besonderer Beobachtung. Aber was war da eigentlich genau los?

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Einen Disput gab es während des Spiels zwischen Scorpions-Trainer Len Soccio (rechts) und einigen Indians-Fans. Auch die Spieler gerieten auf dem Eis aneinander.

Quelle: sp / Sielski

Hannover. Es ist schon das 14. Pflichtspiel-Derby zwischen den Lokalrivalen (19.30 Uhr, Eishalle Langenhagen). Aber kein Duell sorgte für so viel Gesprächsstoff während des Spiels und vor allem in den Tagen danach wie die Partie vor fünf Wochen. Was aber genau war eigentlich am 8. Januar passiert? Die HAZ blickt zurück sowie nach vorn - und beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wie verlief das Spiel?

Hitzig, umkämpft und mit teils übertriebener Härte - aber nicht ungewöhnlich für ein Derby. Die Indians gewannen verdient mit 3:1 und nahmen Revanche für zuvor drei Niederlagen.

Was hat für Unruhe gesorgt?

Im dritten Drittel erhielt ECH-Kapitän Sebastian Lehmann nach einem Foul an Stefan Goller, der mit Verdacht auf eine schwere Knieverletzung ausscheiden musste, eine Matchstrafe. Es folgte an der Bande ein Wortgefecht zwischen Lehmann und Scorpions-Trainer Len Soccio. Daraufhin flog ein Bierbecher auf die Gästebank. Soccio spritzte mit Wasser zurück, wonach wieder mehrere Bierbecher flogen. Jedoch wurden auch aus dem Fanblock der Scorpions während der Partie Gegenstände aufs Eis geworfen. Scorpions-Geschäftsführer Marco Stichnoth hatte bereits im zweiten Drittel das Stadion verlassen - wofür es später unterschiedliche Versionen gab.

Was waren die Folgen?

Soccio entschuldigte sich für sein Verhalten. Drei Tage nach dem Spiel betonten die Indians in einer offiziellen Stellungnahme, dass sie sich vom Verhalten einiger Zuschauer distanzieren. Zugleich lobten sie auch die Arbeit von Sicherheitsdienst und Polizei. Dadurch sei das Derby weitgehend friedlich abgelaufen, hieß es vonseiten des ECH, der auch dem öffentlich kolportierten Eindruck, dass sich unter den Anhängern zahlreiche Rowdys befänden, entschieden widersprach und die bundesweit bekannte Gastfreundlichkeit seiner Fans hervorhob. Apropos Sicherheitskräfte: Diese hätten seinen Sohn in einer unübersichtlichen Situation, nachdem er selbst von einem Indians-Fan „angerammt“ worden sei, zu Boden gedrückt, sagte Stichnoth. Danach habe er seinen Sohn mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus bringen müssen. Version des ECH: Laut Sicherheitskräften und Polizei gab es keine körperlichen Auseinandersetzungen, jedoch einen Platzverweis seitens der Polizei gegen Stichnoths Sohn wegen auffällig aggressiven Verhaltens. Stichnoth verteidigte sich: „Warum soll ich mir eine solche Geschichte ausdenken?“

Wie ging es mit den beteiligten Spielern weiter?

Lehmann erhielt nur eine Sperre von einem Spiel, Goller stand bereits eine Woche später im Scorpions-Heimspiel gegen Timmendorf auf dem Eis - all dies stützte im Nachhinein die Argumentation der Indians-Seite, wonach das Lehmann-Foul alles andere als schwerwiegend gewesen sei.

Gibt es jetzt eine neue Eiszeit?

Mittlerweile haben sich die Wogen geglättet. Eine Versöhnung ist aber längst nicht in Sicht. Kuriose Randnotiz: 13 Tage nach dem Derby sprachen die beiden Geschäftsführer wieder miteinander - jedoch über ihre Anwälte. Dabei ging es jedoch um einen anderen Fall, bei dem der Verhandlungstermin schon länger festgestanden hat. ECH-Geschäftsführer David Sulkovsky klagte vor dem Arbeitsgericht auf Schadensersatz. Es ging um das Jahr 2013, als er bei den Scorpions unter dem damaligen Geschäftsführer Stichnoth Spieler war. Das Gericht wies die Klage ab.

Betreffen die atmosphärischen Störungen nur die Indians und Scorpions?

Eigentlich ja, der ESC Wedemark als kleiner Nachbar ist völlig unbeteiligt. Etwas unglücklich war aber ein Vorfall neun Tage nach dem Derby. Die Indians hatten den ESC zu Gast (5:3). Für den zwischenzeitlichen 3:3-Ausgleich von Michael Budd, ESC-Stürmer mit blonder Haarpracht, wurde als Torschütze Thomas Gottschalk per Lautsprecher durchgegeben. ESC-Trainer Dieter Reiss machte seinem Ärger anschließend Luft: „Wir sind keine Clowns und schicken eine Zusatzmeldung zum DEB. Ich hatte gedacht, dass die Scorpions letzte Woche Schuld an dem Ärger hatten - heute bin ich mir nicht mehr so sicher.“ Die Zusatzmeldung blieb nur eine Drohung. Sulkovsky entschuldigte sich in einem Gespräch mit der HAZ für die Durchsage.

Wie lautet die Gesamtstatistik nach bisher 13 Derbys?

7:6 für die Scorpions. In der Saison 2013/2014 gewannen beide Mannschaften jeweils zwei Spiele. Auch die Duelle in der Spielzeit 2014/2015 endeten mit zwei Erfolgen für jedes Team. In der anschließenden Play-off-Serie behielten die Scorpions mit 2:1-Siegen die Oberhand. In der aktuellen Saison entschied jede Mannschaft eine Partie für sich. Heimvorteil bleibt übrigens ein Pfund: Nur einmal gewann das Auswärtsteam auf dem Eis des Rivalen.

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