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Eishockey

Elfte Heimpleite in Folge für die Scorpions

Von Björn Franz

Die Hannover Scorpions kassieren ihre elfte Heimpleite in Folge - selbst Lieblingsgegner Kölner Haie triumphiert in der TUI Arena.
Aufregung vor dem Gehäuse des starken Scorpions-Torwarts Dimitri Pätzold (2.v.r.).

Aufregung vor dem Gehäuse des starken Scorpions-Torwarts Dimitri Pätzold (2.v.r.).

© Petrow

Hannover. Zugegeben, ein bisschen gemein ist die Frage. Aber man muss sich schon überlegen, gegen wen die Hannover Scorpions in dieser Saison überhaupt noch vor heimischer Kulisse gewinnen wollen, wenn es sogar gegen die Kölner Haie nicht klappt? Gegen ihren ausgemachten Lieblingsgegner. Alle drei bisherigen Aufeinandertreffen in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) hatte die Mannschaft von Trainer Toni Krinner in dieser Spielzeit gegen die Rheinländer gewonnen. Und wenn sie mit dem vierten Sieg ihre erschreckende Niederlagenserie vor heimischem Publikum beendet hätten, dann wäre aus Hannover wohl ein Ausnahmeantrag an die Ligenleitung geschickt worden, auch die restlichen 14 Vorrundenspiele gegen die Haie austragen zu dürfen. Doch nach der gestrigen 2:3 (1:0, 0:0, 1:3)-Niederlage – der elften Heimpleite in Folge – wird daraus nichts.

Dabei hatte es diesmal sogar zwei Drittel lang so ausgesehen, als wenn die Hannoveraner wieder einmal als Sieger das Eis der TUI Arena verlassen könnten. Zumal sich auch das Glück endlich wieder auf ihre Seite geschlagen zu haben schien. Das begann schon mit dem Führungstreffer, den Gerrit Fauser gegen seinen ehemaligen Klub mitten in eine minutenlange Druckphase hinein erzielte. Und als es die Kölner in der Schlussphase des Mitteldrittels gleich dreimal nicht schafften, den frei vor dem Tor des guten Scorpions-Keepers Dimitri Pätzold liegenden Puck über die Linie zu drücken, dürften wohl einige der 2959 Zuschauer tatsächlich vom ersten Heimerfolg seit dem 30. Oktober geträumt haben, als die Haie zuletzt zu Gast in Hannover waren.

Doch ein turbulentes Schlussdrittel beendete diese Hoffnung. Schon sechs Minuten nach Wiederbeginn hatten die Gäste aus dem 0:1 aus ihrer Sicht ein 2:1 gemacht, wobei beim zweiten Gegentreffer Verteidiger Eric Regan den Torschützen Marcel Ohmann einfach laufen ließ. Und noch nicht einmal die Tatsache, dass die Scorpions bereits 50 Sekunden später in Person von Jeff Hoggan zum Ausgleich kamen, half ihnen. Denn erneut nur 50 Sekunden später war Nationalspieler Felix Schütz zur Stelle und bugsierte die Scheibe im Nachschuss zum Siegtreffer der Rheinländer über die Linie.

„Wir werden derzeit für die zwei, drei individuellen Fehler, die auch der Gegner macht, bitter bestraft“, sagte ein resigniert wirkender Trainer Krinner, der zu allem Überfluss Ryan Maki wegen einer Gehirnerschütterung verlor.
Tore: 1:0 (16:05) Fauser (Krüger, Lampman), 1:1 (40:58) Weiß (Stephens, Jaspers bei 5-4), 1:2 (46:21) Ohmann (Müller, Breitkreuz), 2:2 (47:11) Hoggan (Herperger, Goc), 2:3 (48:01) Schütz (Gogulla, Akerman) – Zuschauer: 2959 – Strafminuten: Hannover 2, Köln 6 – Beste Hannoveraner: Dimitri Pätzold, Gerrit Fauser, Sascha Goc – Nächstes Spiel: Düsseldorfer EG – Hannover Scorpions (Fr., 19.30 Uhr).

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