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Hannover Scorpions gewinnen gegen Straubing mit 5:3
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Gegentor als Weckruf Hannover Scorpions gewinnen gegen Straubing mit 5:3

Die Fans haben oftmals ein besonderes Gespür für den Seelenzustand ihrer Idole. Deshalb feierten die Anhänger der Hannover Scorpions gestern die Spieler ihres Team aus der Deutschen Eishockey-Liga nach dem hart erkämpften 5:3 (2:2, 0:0, 3:1)-Erfolg gegen die Straubing Tigers besonders innig – und die Spieler um David Sulkovsky genossen die Streicheleinheiten sichtlich.

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Erstes Aufbäumen: David Sulkovsky (2. v. r.) trifft für die Scorpions zum 1:2.

Quelle: Petrow

Hannover. Der Stürmer griff sich eine Fahne und drehte mehrere Ehrenrunden. Seine Mitspieler ließen sich, viele mit ihren Kindern, auch ausgiebig bejubeln.

Vor dem Spiel war Sulkovsky schon einmal geehrt worden. Bei der 2:5-Niederlage in Wolfsburg hatte er sein 700. DEL-Spiel absolviert und nahm dafür von Klubchef Günter Papenburg ein Präsent entgegen. Danach sah es allerdings einige Zeit so aus, als ob Sulkovsky der einzige Hannoveraner sein würde, der von der Eisfläche etwas mitnehmen könnte. Bereits die erste Strafe nutzte die schwächste Überzahlmannschaft der Liga zur Führung durch Tyler Beechley (8. Minute), und kurz darauf lagen die Scorpions sogar mit 0:2 hinten.

Wer jetzt einen Einbruch der angeschlagenen Gastgeber erwartete, wurde eines Besseren belehrt. Wie aus heiterem Himmel schlugen sie zurück. Scott King hatte die Scheibe erkämpft, Morten Green quer gepasst, und ausgerechnet der gerade geehrte Sulkovsky stand goldrichtig und schob den Puck über die Linie. Zwei Minuten später gelang Alexander Janzen der Ausgleich.

Was nun folgte war eine lange Durststrecke, in der beide Teams spielerisch wenig zu glänzen wussten. Gefährlich wurde es fast nur nach Fehlern der Gegner. Jedoch trafen die Straubinger zu selten das Tor von Scorpions-Keeper Dimitri Pätzold. Auf der anderen Seite verhinderte Torwart Jason Bacashihua mehrfach einen Rückstand.

Einen Weckruf erfuhr die Partie durch einen schwarzen Augenblick von Scorpions-Kapitän Sascha Goc (50.). Nachdem er mit einem knallharten Schlagschuss gescheitert war, brachte er den Abpraller nicht unter Kontrolle und legte den Puck ungewollt für Laurent Meunier vor, der Pätzold ausspielte und zum 3:2 einschoss.

Aber die Scorpions wollten unbedingt punkten. Wieder war es Sulkovsky, der den Puck erkämpfte und den ersten von zwei Treffern von Eric Regan einleitete. Das Spiel war gedreht, ehe Ivan Ciernik eine Sekunde vor dem Ende noch das leere Tor traf. „Es war sehr wichtig für unser Selbstvertrauen, heute zu gewinnen“, stellte Trainer Igor Pavlov später fest. „Die Jungs haben einen guten Zusammenhalt gezeigt.“ Drei wichtige Punkte und der verdiente Jubel der Fans waren der Lohn dafür.

Tore: 0:1 (6:17) Beechley (Down, Lewis bei 5–4), 0:2 (7:37) Stewart (Röthke), 1:1 (10:48) Sulkovs-ky (Green, King), 2:2 (12:19) Alexander Janzen (Sergej Janzen, Wilhelm), 2:3 (49:17) Meunier (Osterloh bei 4–5), 3:3 (53:39) Regan (King, Sulkovsky), 4:3 (56:46) Regan (Ciernik, Hlinka), 5:3 (59:59) Ciernik (Hlinka, Green bei 5–6) – Zeitstrafen: 14/18 plus 10 Disziplinarstrafe für Meunier – Zuschauer: 2750 – Nächstes Spiel: Nürnberg – Scorpions (Fr., 19.30 Uhr).

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