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Play-offs

Hannover Scorpions kämpfen um die direkte Qualifikation

Von Björn Franz

Finale furioso: Der Eishockey-Erstligist Hannover Scorpions hat noch fünf PArtien bis zum Start der Play-offs. Und jede Partie wird für die Niedersachsen zu einem Endspiel.
Mit harten Bandagen: David Wolf (l.) und die Scorpions kämpfen unter anderem mit Düsseldorf (hier Jason Holland) um den Viertelfinaleinzug.

Mit harten Bandagen: David Wolf (l.) und die Scorpions kämpfen unter anderem mit Düsseldorf (hier Jason Holland) um den Viertelfinaleinzug.

© Ulrich zur Nieden

Hannover. Das erste Saisonziel haben sie bereits erreicht. Wenn in eineinhalb Wochen die entscheidende Phase im Kampf um die deutsche Eishockey-Meisterschaft beginnt, sind die Hannover Scorpions wie schon in den vergangenen vier Jahren definitiv mit dabei. Von einem der ersten zehn Tabellenplätze in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) ist die Mannschaft von Trainer Hans Zach seit dem 3:2-Heimsieg über Kassel am Dienstagabend nicht mehr zu verdrängen. Doch an Spannung hat das Vorrundenfinale dadurch nicht eingebüßt. Ganz im Gegenteil. Denn in den verbleibenden fünf Partien geht es noch darum, ob die Scorpions die direkte Qualifikation für das Viertelfinale schaffen, oder ob sie den Umweg über die Pre-Play-offs gehen müssen, der die Mannschaften auf den Plätzen 7 bis 10 erwartet.

Und der Spielplan beschert den Hannoveranern beim Finale furioso eine besonders brisante Konstellation: Ihre letzten fünf Gegner gehören durchweg zu den sieben Teams, die sich noch um die fünf Viertelfinalplätze hinter dem souveränen Spitzenreiter Eisbären Berlin streiten. Den Auftakt macht Freitag (19.30 Uhr) das Spiel bei den Nürnberg Ice Tigers. Am Sonntag (14.30 Uhr) kommt dann mit den Adlern Mannheim die „Mannschaft der Stunde“ in die TUI Arena, die nach acht Siegen in Folge vehement in die Top 6 drängt. Und auch die danach folgenden Partien bei der Düsseldorfer EG (17. März), daheim gegen den EHC Wolfsburg mit dem künftigen Scorpions-Coach Toni Krinner (19. März) sowie zum Abschluss beim vom Hannoveraner Greg Thomson trainierten ERC Ingolstadt haben in Hinblick auf die direkte Viertelfinal-Qualifikation durchweg Endspielcharakter.

Über die Frage, ob es ein Vorteil oder ein Nachteil ist, bis auf die Frankfurt Lions noch alle Rivalen im direkten Duell zu treffen, lässt sich trefflich streiten. Und eine abschließende Antwort wird es vermutlich auch erst nach der Partie in Ingolstadt geben. Doch zumindest Nikolaus Mondt kann dem Spielplan der kommenden zehn Tage durchaus etwas Positives abgewinnen. „Ich finde, besser geht es kaum“, meint der Stürmer, der zuletzt für ihn ungewohnte Scorerqualitäten offenbarte. „Diese fünf Spiele sind die optimale Vorbereitung auf die Play-offs. Es wird ein sehr, sehr harter Kampf – aber darauf sind wir gut vorbereitet.“

Das sieht auch Zach so, dessen Team sich mit den beiden „Pflichtsiegen“ gegen Hamburg und Kassel eine gute Ausgangsposition für das Vorrundenfinale verschafft hat. „Wir wissen, dass wir vor allem auswärts gut sind“, sagt der 60-Jährige, dem in Nürnberg lediglich die Langzeitverletzten Garrett Festerling und Chris Herperger fehlen werden. Letzteren erwartet der Scorpions-Trainer nach dessen Mittelfußbruch voraussichtlich zur Partie gegen Wolfsburg in einer Woche zurück. Und damit immerhin auch noch pünktlich zum Start in die Play-offs.

Mit einer Prognose, ob seine Mannschaft den Sprung unter die ersten sechs und damit die direkte Viertelfinal-Qualifikation schaffen wird, hält sich Zach allerdings lieber zurück: „Von Platz 2 bis 8 ist für uns alles möglich – und letztlich wird das, was wir nach den fünf Spielen erreicht haben, auch unser Leistungsstand sein.“

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