Hannover. Die Scorpions unterlagen den Augsburger Panthern, in der Deutschen Eishockey-Liga eigentlich ein Lieblingsgegner, mit 1:4 (0:0, 1:3, 0:1). Dass damit drei wichtige Punkte im Kampf um den Einzug in die Play-offs gegen einen unmittelbaren Konkurrenten verloren gingen, machte die Sache so richtig ärgerlich.
Die Mannschaft von Trainer Igor Pavlov, die mit einem Sieg in der Tabelle an den Gästen vorbeigezogen wäre, zeigte sich schon im torlosen 1. Drittel nicht von ihrer guten Seite. Sie wirkte bemüht, aber auch nervös; ganz anders als zuvor beim 4:1 gegen die Eisbären Berlin. Dabei war ihr die Einladung zum wichtigen Führungstor auf dem Silbertablett serviert worden. Der Augsburger Peter Flache hatte sich wegen zu hohen Stocks eine Fünfminutenstrafe eingehandelt (4.), doch die Scorpions verstanden es nicht, damit etwas anzufangen. Viel mehr als ein Schuss von Sascha Goc, den der frühere Scorpions-Keeper Patrick Ehelechner klären konnte, sprang in dieser Phase nicht heraus. Im Gegenteil: Die Hannoveraner, die mit Chris Herperger, Andreas Morczinietz, Stephan Daschner, Denis Shvidki und Gerrit Fauser auf fünf wichtige Spieler verzichten mussten, konnten sich beim guten Torwart Dimitri Pätzold bedanken, dass die Null Bestand hatte. Immerhin: Ausgerechnet in Unterzahl hatten die Scorpions durch Martin Hlinka nach Vorarbeit von Ivan Ciernik die beste Chance.
Wie es geht, zeigte dann Ciernik im 2. Durchgang (28.). Doch der 18. Saisontreffer des besten Schützen der Gastgeber, das einzige Präsent des Abends, sorgte nur für kurze Freude. Die Augsburger, die nach der Pause elanvoll gestartet und gestern in vielen Belangen deutlich überlegen waren, hatten durch Nicholas Ross vorgelegt (25.), und kurz nach Cierniks Ausgleich stellte Chad Bassen vor offiziell 2934 Zuschauern den alten Abstand wieder her (29.).
Pätzold sah in dieser Szene etwa unglücklich aus, lieferte gegen Ende des 2. Drittel mit tollen Paraden im Minutentakt aber den Grund dafür, dass die Scorpions zu diesem Zeitpunkt nicht schon hoffnungslos zurücklagen. Mit dem 3:1 durch Thomas Jordan Trevelyan (40.) sorgten die Augsburger dann für die Vorentscheidung. Sergej Janzen war 15 Sekunden zuvor auf die Strafbank geschickt worden, und derartige Situationen waren gestern wie Gift für die Hannoveraner. Es passte ins Bild, dass die Gäste in Unterzahl noch auf 4:1 erhöhten und die 19 Fans im Augsburger Block damit so richtig in Stimmung brachten.
Tore: 0:1 (24:01) Ross (MacArthur, Werner), 1:1 (27:38) Ciernik (Jass, Hlinka), 1:2 28:41) Bassen (Helms), 1:3 (39:34) Trevelyan (Brown, Forrest bei 5–4), 1:4 (53:56) Werner (Zeiler bei 4–5) – Zuschauer: 2994 – Strafminuten: Hannover 12/Augsburg 13 plus 20 Spieldauerdisziplinarstrafe für Flache – Beste Hannoveraner: Dimitri Pätzold, Maris Jass – Nächstes Spiel: EHC Wolfsburg – Hannover Scorpions (Freitag, 19.30 Uhr).
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