Hannover. Nun ist es also Gewissheit. Und darauf hätten die Hannover Scorpions sicherlich gerne verzichtet. Selbst wenn diese verkorkste Saison in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) in einigen Wochen aus ihrer Sicht endlich vorbei und dann hoffentlich auch ganz schnell vergessen ist, wird ein Fakt zumindest vorerst unauslöschbar stehen bleiben: Mit dem 2:3 (0:0, 1:2, 1:1) gegen die Augsburger Panther kassierten die Hannoveraner Dienstagabend die zwölfte Heimniederlage in Serie. Sie stellten damit die 16 Jahre alte Negativmarke der Füchse Weißwasser ein – und laufen Gefahr, bald alleine an der Spitze dieser wenig schmeichelhaften Tabelle zu stehen. Denn in zwei Wochen droht gegen den Tabellenzweiten aus Ingolstadt Pleite Nummer 13 in der TUI Arena.
Besonders ärgerlich war für die Gastgeber die Tatsache, dass sie sich den Eintrag in die DEL-Historie durchaus hätten ersparen können. Denn die Gäste aus Schwaben, die noch um das Erreichen des Pre-Play-offs kämpfen, präsentierten sich keineswegs als unschlagbarer Gegner. Und das Schussverhältnis von 33:21 zugunsten der Hannoveraner sagt einiges über den Spielverlauf aus.
Doch wie schon so oft in dieser Saison brachten sich die Scorpions mit individuellen Fehlern wieder einmal selbst auf die Verliererstraße. Zwar kamen sie nach Rückständen durch Treffer von Andy Reiss, der sein erstes Saisontor erzielte, und Jeff Hoggan zweimal zurück. Doch als Patrick Buzas auf der einen Seite eine Großchance für die Hannoveraner ausließ und Torhüter Dimitri Pätzold die Scheibe auf der anderen Seite zum 2:3 durchrutschen ließ, war die Einstellung der Lausitzer Negativmarke perfekt.
Trainer Toni Krinner reagierte nach Spielschluss mit ungewohnt deutlicher Kritik an seiner Mannschaft. „Wir haben drei Tore kassiert, und bei zweien davon darf die Scheibe niemals die Torlinie überschreiten. Solche Tore sieht man normalerweise nur im Gruselkabinett“, schimpfte der Coach. „Und vorne kommt bei uns einfach zu wenig heraus, da stehen Aufwand und Ertrag in keinem Verhältnis.“ Auch Manager Marco Stichnoth fand klare Worte: „Für das viele Geld, das wir ausgeben, ist das viel zu wenig. Da muss jetzt auch einmal der Stolz bei den Spielern durchkommen.“
Tore: 0:1 (25:25) Trevelyan (Roloff, Chartier), 1:1 (27:33) Reiss (Hlinka), 1:2 (31:15) O’Connor, 2:2 (40:13) Hoggan (Maki), 2:3 (45:29) Moore (Helms) – Zuschauer: 3929 – Strafminuten: Hannover 4, Augsburg 2 – Beste Hannoveraner: Andy Reiss, Jeff Hoggan und Ryan Maki – Nächstes Spiel: Straubing – Scorpions (Stg., 19.05 Uhr).
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