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Erneute NIederlage

Scorpions verlieren unglücklich gegen Nürnberg

Von Björn Franz

Die Hannover Scorpions geben in der DEL beim 1:2 gegen Nürnberg den möglichen Sieg aus der Hand. Torhüter Travis Scott gerät dabei zur tragischen Figur.
Kann seinen Kasten letztlich doch nicht sauber halten: Travis Scott (li.).

Kann seinen Kasten letztlich doch nicht sauber halten: Travis Scott (li.).

© Ulrich zur NIeden

Es sah wieder so gut aus. Für die Hannover Scorpions - und speziell für Travis Scott. 48 Minuten lang hielt der Torhüter, der beim jüngsten Aufeinandertreffen mit den Nürnberg Ice Tigers Anfang Januar bereits einmal ohne Gegentor geblieben war, gegen die Franken auch am Donnerstagabend seinen Kasten sauber. Doch in der Schlussphase des Duells gegen einen der Rivalen im Kampf um die direkte Play-off-Qualifikation in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) wurde Scott zur tragischen Figur: Ein Schuss von Stefan Mann aus extrem spitzem Winkel rutschte dem Keeper knapp neun Minuten vor Schluss zwischen Beinschoner und Pfosten hindurch ins Netz, sodass die Scorpions durch eine 1:2 (0:0, 1:0, 0:2)-Niederlage mit leeren Händen vom Eis gingen.

Dabei hatte lange Zeit alles darauf hingedeutet, dass Scott erneut zum unüberwindbaren Bollwerk für die Franken werden sollte. Als nach 37 Minuten das erste Mal etwas hinter dem kanadischen Keeper im Netz zappelte, war es nicht der Puck, sondern Gästestürmer Andre Savage nach einem dezenten Schubser einer hannoverschen Abwehrspielers. Und selbst kurz darauf, als Savage es bei einem unberechtigten Penalty - Patrick Köppchen hatte seinen Gegenspieler bei einem Alleingang völlig regelkonform mit dem Schläger am Schuss gehindert - unbedrängt versuchen durfte, blieb der 34-jährige Scorpions-Schlussmann der Sieger. Mit einer „Bärenruhe“ blieb er so lange liegen, bis sein Landsmann ihn anschoss.Scotts starke Vorstellung war neben einer starken Abwehrleistung bis ins Schlussdrittel hinein der Garant dafür, dass hinten nichts anbrannte.

Dass es aber dennoch eine ganz enge Angelegenheit blieb, lag vor allem daran, dass es auch die Gastgeber lange Zeit nicht schafften, den Puck im gegnerischen Gehäuse unterzubringen. Das Fehlen der beiden kreativen Mittelstürmer Chris Herperger (Mittelfußbruch) und Tore Vikingstad (Olympia-Teilnahme) sowie der Kraftverlust durch das dritte Spiel binnen fünf Tagen machte den Hannoveranern schwer zu schaffen. Und wenn sie es doch einmal schafften, sich gefährlich vor dem Tor freizuspielen - wie Thomas Dolak dreimal im Eröffnungsdrittel -, dann war mit dem früheren Hannoveraner Patrick Ehelechner auch eine starker Keeper zur Stelle.

Erst kurz vor der 2. Pause hatten die 4596 Zuschauer, darunter erneut der künftige Scorpions-Coach Toni Krinner, Grund zum Jubeln. Ben Cottreau schoss einen Abpraller von Ehelechner aus kurzer Distanz in den Winkel. Doch zum Sieg - wie beim 1:0 nach Verlängerung im Januar - reichte dieser eine Treffer diesmal nicht.

Tore: 1:0 (37:54) Cottreau (Wolf), 1:1 (48:24) Grygiel (Mann, Mayr), 1:2 (51:19) Mann - Zuschauer: 4596 - Strafminuten: Hannover 8 plus 10 für Dzieduszycki, Nürnberg 8 plus 10 für Schultz - Beste Hannoveraner: Nikolai Goc, Aris Brimanis und Travis Scott - Nächstes Spiel: Straubing - Hannover (Stg., 18.30 Uhr).

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