Beim Training am Donnerstag in der TUI Arena war es wieder zu sehen. Dieses fast schon schelmische Lächeln, mit dem Tore Vikingstad häufig das Eis verlässt. Wahrscheinlich ist es ein Zeichen dafür, wie viel Spaß der Norweger derzeit bei den Hannover Scorpions hat. Die Mannschaft hat sich nach schwachem Saisonstart in der Spitzengruppe der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) etabliert, und auch für Vikingstad läuft es bestens: Der 34-Jährige ist der beste Vorlagengeber der Liga, wird sein Heimatland im kommenden Monat bei den Olympischen Spielen in Vancouver vertreten – und auch in der kommenden Saison für die Scorpions stürmen. Pünktlich vor dem Heimspiel-Doppelpack am Freitag (19.30 Uhr) gegen die Augsburger Panther und am Sonntag (14.30 Uhr) gegen die Krefeld Pinguine verkündete Vikingstad am Donnerstag seine Vertragsverlängerung.
„Meine Familie und ich fühlen uns hier in Hannover sehr wohl“, erklärte der Angreifer, der in 35 Saisonspielen auf 44 Scorerpunkte (zehn Tore, 34 Vorlagen) kam und damit auf dem 4. Platz in der DEL liegt. „Deshalb habe ich meinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert.“ Allerdings hat sich der sympathische Skandinavier dabei eine kleine Hintertür offen gehalten. Der Vertrag beinhaltet laut Vikingstad eine Klausel, nach der er im Sommer nach Russland wechseln könnte. Bereits in den vergangenen Wochen hatte sich mit Selavat Yulaew Ufa ein Klub aus der finanzstarken russischen Liga KHL vergeblich um einen sofortigen Wechsel Vikingstads bemüht.
Doch große Sorgen, dass der Topscorer, der vor eineinhalb Jahren aus Düsseldorf nach Hannover gekommen war, tatsächlich gen Osten abwandern wird, müssen sich die Fans offenbar nicht machen. „Nur wenn ein sehr, sehr gutes Angebot kommen würde, dann würde ich sicherlich noch einmal überlegen“, meint der bodenständige Familienvater, der seinen Vertrag bei den Scorpions nach eigenem Bekunden nur aus einem einzigen Grund lediglich um ein Jahr verlängert hat: „Ich werde nicht jünger, meine Kinder sind jetzt acht und zehn Jahre alt – und irgendwann müssen wir auch einmal zurück nach Norwegen gehen.“
Dzieduszycki kehrt zurück: Vier Spiele hatten die Scorpions auf ihren treffsichersten Stürmer verzichten müssen. Doch heute gegen Augsburg läuft Matt Dziedu-szycki erstmals seit der gegen Hamburg (5:1) am 27. Dezember erlittenen Gehirnerschütterung wieder auf. Der Kanadier kehrt in die Formation mit Chris Herperger und Adam Mitchell zurück. In Überzahl erhält die Reihe von der blauen Linie Verstärkung durch Thomas Dolak. Der Angreifer wird im Powerplay als Verteidiger neben Aris Brimanis spielen.
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