Die Stimmung war bestens. Und das lag am Montag beim Abschlusstraining der Hannover Scorpions vor dem Heimspiel gegen die Kassel Huskies (Dienstag, 19.30 Uhr, TUI Arena) wohl auch daran, dass es auf der Eisfläche ungewohnt eng wurde. Denn neben den 21 Akteuren, die am Sonntag den 4:2-Sieg gegen die Hamburg Freezers in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) unter Dach und Fach gebracht hatten, und dem nicht eingesetzten Peter Baumgartner waren auch zwei Profis dabei, die lange wegen Verletzungen gefehlt hatten: Garrett Festerling und Chris Herperger absolvierten zumindest einen Teil der Trainingseinheit mit der Mannschaft.
Vor allem die Anwesenheit von Herperger, der laut Trainer Hans Zach wohl am übernächsten Wochenende wieder ins Spielgeschehen eingreifen kann, dürfte ein zusätzlicher Grund für die gute Stimmung gewesen sein. Schließlich wurde der Kanadier, der sich Anfang Februar einen Mittelfußbruch zugezogen hatte, in den vergangenen Wochen als Kopf der Formation mit Matt Dzieduszycki und Adam Mitchell schmerzlich vermisst. Auch wenn diese Reihe zuletzt mit Herpergers starkem Ersatzmann Ben Cottreau einen deutlichen Formanstieg zeigte, dürfte die bevorstehende Rückkehr des 36-jährigen Mittelstürmers den Scorpions im Vorrundenfinale und in den Play-offs sehr gut tun.
Doch vorerst wird Herperger noch mit der Rolle des Zuschauers vorlieb nehmen müssen. So auch am Dienstag, wenn es für die Hannoveraner darum geht, den zweiten Teil ihrer „Pflichtaufgaben“ im Endspurt um die verbliebenen fünf Viertelfinalplätze erfolgreich hinter sich zu bringen. Nach dem Tabellenvorletzten aus Hamburg ist nun das Schlusslicht aus Kassel in der TUI Arena zu Gast. Und die Tatsache, dass alles andere als ein Sieg nach 60 Spielminuten dabei für die Scorpions als Rückschlag beim Kampf um den 6. Platz gewertet werden müsste, macht die Sache für die Gastgeber auch nicht gerade einfacher.
Damit es aber wie am Sonntag erneut mit drei Punkten klappt, setzt Zach auf genau die Aufstellung, die auch die Freezers in die Knie gezwungen hat. Das bedeutet, dass der vom Zweitliga-Kooperationspartner REV Bremerhaven gekommene Sergej Janzen wieder in der 3. von vier ausgeglichenen Sturmformationen an der Seite von Kapitän Tino Boos und David Wolf auflaufen wird. Und im Tor steht wie schon in den vergangenen acht Partien erneut Travis Scott.
Der Kanadier hat sich in den vergangenen Wochen immer mehr stabilisiert und belegt in der Torhüterwertung der DEL mittlerweile bereits den 4. Platz. Das wäre auch eine Platzierung, mit der die Scorpions am Ende der Vorrunde in der Tabelle sehr gut leben könnten. Doch dafür müssen noch ein paar Punkte her. Und die ersten drei soll es schon am Dienstag geben.
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