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Brähmer gegen Gutknecht: Box-Duell mit Brisanz
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Boxen Brähmer gegen Gutknecht: Box-Duell mit Brisanz

Interne Duelle um große Titel innerhalb eines Box-Stalls sind selten und daher meist besonders reizvoll. In dieser außergewöhnlichen Konstellation stehen sich Halbschwergewichts-Europameister Eduard Gutknecht aus Gifhorn und sein Herausforderer Jürgen Brähmer aus Schwerin gegenüber.

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Eduard Gutknecht (r) und Jürgen Brähmer steigen am Samstag in den Ring.

Quelle: Hannibal

Berlin. "Dass Brähmers Verpflichtung keine PR-Maßnahme war, wird man am Samstag sehen", verspracht Promoter Kalle Sauerland vor dem Titelkampf in der Berliner Max-Schmeling-Halle vollmundig. Sein Vater Wilfried und er hatten Ex-Weltmeister Brähmer (34), dessen Vita durch zahlreiche private Aufreger gekennzeichnet ist, im Vorjahr überraschend unter Vertrag genommen. Der Deal wurde beim Golfspielen auf Mallorca eingefädelt. "Das wird ein ganz knappes Ding - ich bin natürlich neutral. Ein Stallduell schmerzt immer ein wenig", erklärte Sauerland Junior.

Nicht nur die Akteure im Ring sind am Samstag interessant. Die Auseinandersetzung wird auch zum Duell der Trainer im Berliner Sauerland-Stall: In der einen Ecke Erfolgscoach Ulli Wegner, der Gutknecht in der Abgeschiedenheit der Sportschule Kienbaum auf den Kampf vorbereitete - in der anderen Ecke Karsten Röwer, der Brähmer schon als Amateur betreute. Es ist die Rede davon, dass Röwer den 70-jährigen Wegner, der Brähmer im Scherz als "jungen 50-Jährigen" bezeichnete, demnächst als Chefcoach ablösen könnte.

Dass sich am Samstag in Berlin indirekt auch die Trainer duellieren, "geht mir am Arsch vorbei", sagte Brähmer. Der Schweriner schlägt nicht nur verbal gern zu. "Besonderen Wert habe ich im Training auf meine Verteidigung gelegt, da Brähmer über eine gute Portion Schlagkraft verfügt", sagte der in Kasachstan geborene Gutknecht.

Für den eher biederen Box-Arbeiter, vier Jahr jünger als sein Herausforderer, ist es die vierte Titelverteidigung. Der erfahrenere und vielleicht auch talentiertere Brähmer feiert indes eine Rückkehr in den Ring nach zehn Monaten. Der inzwischen nach eigener Aussage geläuterte Boxer will noch einmal zurück ins Rampenlicht und an die große Kasse.

"Ich gebe nie Prognosen ab. Ich habe aber sehr hart trainiert und bin heiß auf den Titel, der das Ticket für einen Weltmeisterschafts-Kampf bedeutet", sagte der gelernte Schweißer. Dem Sieger vom Samstag winkt eine WBO-WM im Sommer entweder gegen den augenblicklichen Titelträger Nathan Cleverly (England) oder Robin Krasniqi (München). Beide boxen am 16. März in London um den WBO-Gürtel.

dpa

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