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Ferraris klare Kampfansage: Ziel sind beide WM-Titel
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Motorsport Ferraris klare Kampfansage: Ziel sind beide WM-Titel

Ferrari kennt mit seiner neuen und deutlich hübscheren Roten Göttin nur ein Ziel: Dreifach-Champion Sebastian Vettel das Formel-1-Leben zur Hölle zu machen. Nichts anderes als beide WM-Titel will die Scuderia am Ende der kommenden Saison mit nach Maranello bringen.

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Fernando Alonso und sein Boss Luca di Montezemolo demonstrieren Stärke.

Quelle: Epa

Maranello. Der F138, entwickelt auch im angemieteten Windtunnel in Köln und gehalten im traditionellen Ferrari-rot mit markantem schwarzem Lack im unteren Teil, soll Vizeweltmeister Fernando Alonso diesmal von Beginn an zum Siegkandidaten machen.

"Jetzt müssen wir gewinnen", forderte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo, nachdem bei der feierlichen Präsentation des neuen Formel-1-Autos am Freitag am Firmensitz in Maranello in Filmen die Erfolge der Vergangenheit gezeigt worden waren. Und er soll es zusammen mit dem F138 für die Saison 2013 richten: Fernando Alonso.

Als der Weltmeister von 2005 und 2006 (Renault) die Bühne vor der geladenen Gästeschar verließ und in der ersten Reihe wieder Platz nahm, klatschte ihn Montezemolo ab. Bei seiner Rede forderte der italienische Ferrari-Chef dann auch noch Applaus von den Besuchern für eine "außergewöhnliche" Saison, die Alonso im vergangenen Jahr geboten hätte.

Selbst vom anfangs belächelten und wahrhaft unattraktiven Vorgängermodell des F138 hatte sich der spanische Pilot nicht aus der Spur werfen lassen. Am Ende einer verrückten Saison mit einem bis dato nie dagewesenen Siegerroulette in den ersten Runden war Alonso der einzige WM-Konkurrent von Vettel geblieben.

Der Heppenheimer stellt seinen neuen Red-Bull-Rennwagen RB9 am Sonntag in Milton Keynes vor, am Montag lüftet Mercedes in Jerez das Geheimnis um den neuen Silberpfeil für Nico Rosberg und Neuzugang Lewis Hamilton. Den Reigen hatte am Montag Lotus eröffnet, McLaren präsentierte seinen Wagen am Donnerstag, Force India zeigte seinen Boliden wie Ferrari am Freitag, allerdings in Silverstone und mit nur einem Fahrer: Der Platz neben Paul di Resta ist noch unbesetzt, der Gräfelfinger Adrian Sutil bleibt einer der Kandidaten. Vor der zweiten Testphase vom 19. bis 22. Februar in Barcelona ist kaum mit einer Entscheidung zu rechnen.

Dort will auch Alonso in seinen neuen Wagen einsteigen. Schon jetzt rechnet er für die in sechs Wochen beginnenden Saison mit einer kleineren Schar Siegkandidaten zu Beginn. "Ich denke, es gibt zwei oder drei Teams, die die Siege unter sich ausmachen werden, und ich hoffe, dass wir eines davon sein werden", sagte er. An seiner Seite wird erneut Felipe Massa den zweiten Ferrari steuern, der Brasilianer erwies sich in der vergangenen Saison einmal mehr als pflegeleichter Helfer. Er geht in seine achte Saison mit der Marke aus Maranello. "Ich bin sehr, sehr glücklich mit diesem Auto. Und ich hoffe, dass ich das richtige Gefühl habe und wir am Ende der WM zwei Titel mit nach Hause bringen", sagte Massa.

Für Alonso ist es das vierte Jahr bei dem Team, das wohl immer noch die größte Strahlkraft in der Königsklasse des Motorsports besitzt. Selbst wenn der letzte Fahrer-Titel Jahre zurückliegt: 2007 gewann der heutige Lotus-Pilot Kimi Räikkönen für die Scuderia den Titel. "Wir müssen das Ziel haben, den Fahrern direkt ein wettbewerbsfähiges Auto zur Verfügung zu stellen", betonte Teamchef Stefano Domenicali. Genau daran hatte es im vergangenen Jahr gehapert. Am Ende fehlten Alonso drei Punkte auf Vettel.

Mit dem F138 - die 13 steht für das laufende Kalenderjahr und die 8 für die Anzahl der letztmals zugelassenen acht Zylinder - soll es besser werden. Es gebe nur ein Ziel, sagte Domenicali: die Geschichte von Ferrari fortzuschreiben. Im Gegensatz zum Vorgänger trägt das 59. Formel-1-Modell von Ferrari, dessen Enthüllung mit dramatischer Musik unterlegt worden war, keine Höckernase mehr. Den Teams ist es erlaubt, den hässlichen Knick mit einer Blende abzudecken. Nur schön reicht der Roten Göttin aber wohl nicht, um Vettel im vierten Anlauf endlich zu schlagen.

dpa

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