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Olympia 2016
Biedermann wieder im Finale über 200 Meter Freistil

Olympia Biedermann wieder im Finale über 200 Meter Freistil

Paul Biedermann erreicht wieder ein Olympia-Finale. Die Karten werden erst im Endlauf über 200 Meter Freistil aufgedeckt. Drei Weltrekorde und der 19. Olympiasieg von Michael Phelps sorgen für Jubel, zwei Dopingsünder für Buhrufe.

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Paul Biedermann hat das Finale über 200 Meter Freistil erreicht.

Quelle: Michael Kappeler

Rio de Janeiro. Der Blick auf die Zeit schien etwas Skepsis zu verraten. Paul Biedermann erreichte über 200 Meter Freistil souverän sein drittes Olympia-Finale nacheinander - und doch hatte sein Halbfinal-Endspurt gegen den Amerikaner Conor Dwyer etwas Schweres an sich.

"Es ist okay jetzt. Ich hatte gedacht, ich könnte noch ein bisschen schneller, aber jetzt ist es so", sagte Biedermann, nachdem er Dwyer beim Weltrekord-Festival und dem 19. Olympiasieg von Michael Phelps ziehen lassen musste. Als Gesamt-Vierter beider Halbfinals war Biedermann an seinem 30. Geburtstag in 1:45,69 Minuten nur wenig schneller als im Vorlauf am Mittag.

Der Weltrekordler sorgte für den ersten Endlauf-Einzug der deutschen Schwimmer in Rio. Dem Kräftemessen vor dem finalen Showdown seines letzten Einzelrennens wollte Biedermann keine allzugroße Bedeutung beimessen. "Die Zwischenetappe habe ich gut genommen."

Als Favorit geht Chinas umstrittener Dopingsünder Sun Yang ins Finale am frühen Dienstagmorgen (03.21 Uhr MESZ). Begleitet von Buhrufen aus dem Athletenblock war er der Konkurrenz zumindest im Halbfinale klar überlegen. Unklar ist natürlich, ob alle ihre Karten aufgedeckt haben. Klar ist: London-Olympiasieger und Biedermanns jahrelanger Lieblings-Kontrahent Yannick Agnel wird nach dem Vorlauf-Aus seine Karriere beenden.

Das hat auch Michael Phelps vor - mit einigen weiteren Olympiasiegen. Als Mitglied der amerikanischen Freistil-Staffel über 4 x 100 Meter holte der 32-Jährige den ersten von vier angestrebten Siegen in Rio - es war sein insgesamt 19. Olympia-Gold seit 2004. Die USA revanchierten sich für die bittere Niederlage vor vier Jahren gegen Frankreich.

Die späten Startzeiten bis Mitternacht bereiten der Konkurrenz im Gegensatz zu den meisten Deutschen keine Probleme - trotz deren technisch ausgefeilter Vorbereitung. Auch Jan-Philip Glania konnte als Halbfinal-Zwölfter seine Vorlaufzeit nicht steigern.

Am zweiten Tag gab es die Weltrekorde vier bis sechs. Die Schwedin Sarah Sjöström steigerte über 100 Meter Schmetterling ihre ein Jahr alte Bestmarke um 16 Hundertstel auf 55,48 Sekunden. Der britische Weltmeister Adam Peaty pulverisierte über 100 Meter Brust seine erst am Vortag aufgestellte Bestmarke und schlug nach 57,13 Sekunden an - mehr als anderthalb Sekunden vor Olympiasieger Cameron van der Burg (Südafrika).

Katy Ledecky (USA) schwamm in 3:56,46 Minuten fast zwei Sekunden schneller als bei ihrem bisherigem Weltrekord. Die 19-Jährige wird das weibliche Pendant zu Michael Phelps werden und noch viele Olympiasiege verbuchen.

Neben Sun Yang musste sich auch Russlands Weltmeisterin Julija Jefimowa Unmutsäußerungen des Publikums gefallen lassen. Fragen nach ihrer Doping-Vergangenheit lächelte sie weg. Als Halbfinal-Zweite erreichte sie locker das Finale über 100 Meter Brust.

dpa

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