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Olympia 2016
Biles beeindruckt die Turn-Welt - Seitz auf Rang 17

Olympia Biles beeindruckt die Turn-Welt - Seitz auf Rang 17

Die deutschen Turnerinnen müssen sich im Mehrkampf mit hinteren Rängen begnügen. Die US-Girls turnen derzeit in einer anderen Liga. Nach dem Team-Erfolg setzte sich Simone Biles auch im Mehrkampf souverän durch. Erneut gab es eine schwere Verletzung.

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Simone Biles ist die weltbeste Turnerin. Foto: Tatyana Zenkovich

Rio de Janeiro. US-Turnerin Simone Biles hat 12 000 Fans in der Olympic Arena in Ekstase versetzt. Die 19 Jahre alte Millionärstochter aus Texas landete im Mehrkampf nach dem Sieg im US-Team mit 62,198 Punkten souverän ihren zweiten Erfolg bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro.

Die deutschen Turnerinnen konnten mit hinteren Rängen kein zusätzliches Selbstbewusstsein für den bevorstehenden Medaillenkampf am Stufenbarren sammeln.

Simone Biles könnte damit zur erfolgreichsten Athletin der Spiele avancieren, denn in den Gerätefinals gilt sie noch dreimal als Top-Favoritin. Platz zwei im Vierkampf ging mit 60,098 Zählern an ihre Teamgefährtin Alexandra Raisman vor der Russin Alija Mustafina (58,665). Damit setzten die Amerikanerinnen ihren seit zwölf Jahren anhaltenden Siegeszug bei Olympischen Spielen fort. Biles' Sieg war der fünfte Allround-Erfolg der US-Girls in der Olympia-Geschichte.

Elisabeth Seitz konnte mit 56,366 Punkten ihren zehnten Platz von London nicht verbessern. Am Schwebebalken begann sie mit einem Wackler, so dass am Ende nur ein 17. Rang heraussprang. "Natürlich war das keine optimale Vorstellung. Aber mit über 56 Punkten muss ich nicht traurig sein", sagte die Stuttgarterin. Klasse war erneut ihre Stufenbarren-Übung, mit der sie Drittbeste in der Gerätewertung war.

Sophie Scheder leistete sich in ihrem schlechtesten Mehrkampf der Saison gleich zwei Patzer am Schwebebalken und am Stufenbarren. Drei Tage vor dem Geräte-Finale misslang ihr der freie Hindorff-Flieger an ihrem Spezialgerät Barren. Nach diesen Abstürzen fiel sie im Gesamtklassement mit 53,907 Zählern auf den vorletzten Platz 23 zurück. "Ich hatte mir weit mehr vorgenommen, aber dann bin ich gleich am Boden bei einer Landung mit dem Knie aufgekommen", berichtete die Chemnitzerin. "Dass es am Barren so lief ist natürlich schade. Aber besser heute als am Sonntag", fügte sie hinzu.

Erneut wurden die Turn-Wettkämpfe von einer Verletzung überschattet. Die Brasilianerin Jade Barbosa verletzte sich bei einer Landung am Boden unglücklich am Fuß und musste den Wettkampf zur Enttäuschung ihrer 12 000 Fans in der Halle aufgeben. Mit schmerzverzerrtem Gesicht und Tränen in den Augen wurde sie im Rollstuhl aus der Arena gefahren.

Bereits in den vergangenen Tagen hatten die schweren Stürze des Franzosen Samir Ait Said und des deutschen Mehrkampfmeisters Andreas Toba die Frage nach einer Begrenzung des Risikos im Hochleistungsturnen aufgeworfen.

dpa

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