Startseite HAZ
Volltextsuche über das Angebot:

Olympia 2016
DFB-Frauen noch nicht in Gold-Form - Neid lobt Moral

Olympia DFB-Frauen noch nicht in Gold-Form - Neid lobt Moral

Die deutschen Fußballerinnen haben bei Olympia einen Dämpfer einstecken müssen. Das Remis gegen Australien reicht nicht für das vorzeitige Weiterkommen, das jetzt gegen Kanada perfekt gemacht werden soll. Zweifel bestehen aber nicht mehr.

Voriger Artikel
Der stille und höfliche Held: Turner Tobas tapfere Großtat
Nächster Artikel
Ruhe bewahren trotz Lotterie: Deutschland-Achter legt los

Melanie Leupolz ärgert sich. Die Laudehr-Vertreterin hat die Gruppenphase mit der DFB-Auswahl noch nicht überstanden. Foto: Alan Morici

São Paulo. Ohne die erhofften Viertelfinal-Tickets im Gepäck bestiegen die deutschen Fußballerinnen nach dem glücklichen 2:2 (1:2) gegen Australien den Flieger zum olympischen Gruppenfinale in Brasilia.

Hoch über den Wolken feilte Bundestrainerin Silvia Neid bereits am Matchplan für das Duell mit Tabellenführer Kanada, in dem sich die DFB-Auswahl am Dienstag sogar eine hohe Niederlage mit fünf Toren zum Erreichen der K.o.-Runde bei den Sommerspielen am Zuckerhut leisten kann.

Während Weltmeister USA durch ein 1:0 gegen Frankreich und Gastgeber Brasilien mit einem beeindruckenden 5:1 gegen Schweden den Kanadierinnen vorzeitig ins Viertelfinale folgten, hinterließ der Auftritt des Europameisters gegen die "Matildas" einen zwiespältigen Eindruck. Nach der Zitterpartie war Neid daher bemüht, das Positive herauszustreichen: "In der zweiten Halbzeit haben wir als Team besser zusammengearbeitet und kompakter gestanden. Das 2:2 war am Ende verdient, weil wir gefightet und Moral gezeigt haben", lobte sie.

Die ungenügende Defensivleistung trieb Neid aber auch so manche Sorgenfalte auf die Stirn. Vor allem Innenverteidigerin Annike Krahn war in ihrem 133. DFB-Einsatz überfordert und musste zur Pause in der Kabine bleiben.

Auch in den anderen Mannschaftsteilen lief es nicht rund. Torfrau Almuth Schult war ein Unsicherheitsfaktor, die für die Wahl zu Europas Fußballerin des Jahres nominierte Dzsenifer Marozsán konnte im Mittelfeld keine Impulse setzen und Stürmerin Anja Mittag blieb in ihrem 140. Länderspiel wirkungslos.

"Wir haben am Anfang nicht gut ins Spiel gefunden. Das frühe 0:1 hat uns etwas aus dem Konzept gebracht", kritisierte Neid und stellte erleichtert fest: "Das war ein hart erarbeiteter Punktgewinn."

Wirklich Sorgen machen um das Weiterkommen muss sich die 52-Jährige nicht, um das erhoffte Happy End bei ihrer letzten Dienstreise dagegen schon. Denn in Gold-Form präsentierten sich ihre Schützlinge bisher nicht. Weil auch noch die zwei besten Gruppendritten ins Viertelfinale einziehen, steht die Neid-Truppe mit vier Punkten und einem glänzenden Torverhältnis (8:3) vor dem letzten Gruppen-Spieltag aber trotzdem gut da.

Danach hatte es am Samstag kurz vor der Halbzeit nicht ausgesehen, als die DFB-Elf nach Gegentoren von Samantha Kerr (6. Minute) und Caitlin Foord (45.) schon mit 0:2 im Hintertreffen lag. Ein Zaubertor von Sara Däbritz (45.+2), die den Ball mit dem Außenrist unter die Latte chippte, und ein spätes Glückstor durch Saskia Bartusiak (88.) bewahrten die deutsche Mannschaft vor einer Pleite.

"Ich bin nach dem Treffer ins Stolpern gekommen und plötzlich lagen der Ball und ich im Tor", berichtete Bartusiak. "Da war die Freude natürlich riesig. Der Ausgleich war sehr entscheidend für uns." Für die 33 Jahre alte Abwehrchefin vom 1. FFC Frankfurt war es erst der dritte Treffer im 97. Länderspiel. Damit erhielt sie sich ihren Traum vom Finale im legendären Maracanã-Stadion von Rio. "Dort zu spielen ist mit Sicherheit etwas besonderes", hatte Bartusiak schon vor der Abreise erklärt.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Olympia-News
Recken besiegen HSC 2000 Coburg

Die TSV Hannover-Burgdorf bleibt sich treu in der Handball-Bundesliga. Starken Auftritten folgen Zitterpartien, und so wurde es am Sonntag gegen den HSC 2000 Coburg nichts mit dem allseits erwarteten klaren „Recken“ -Erfolg.

Auf dem Laufenden: HAZ-Redakteur Norbert Fettback (rechts) und Journalist Frerk Schenker verbinden in ihrem Blog die Themen „Laufen" und „Hannover" – mit Tipps zu Trainingsstrecken und Wettkämpfen sowie skurrilen Geschichten aus dem Läuferalltag.
2. Dezember 2016 - Frerk Schenker in HAZ-Laufpass

Gesamtwertung Frauen Platz Name Vorname Jhg Verein Punkte Lauf 1. Mewes Gwendolyn 1984 LAC Langenhagen 708 30 2. Krause Mandy 1987 Post SV Lehrte 511 28 3. Lyda Hannelore 1958 LAC Langenhagen 458 29 4. Meyer Kathrin 1980 Garbsener SC 264 22 5. Grohmann Nadine 1985 Allegretto Hannover [...]

mehr