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Olympia 2016
Deutsche Rennkanuten bereit für nächste Erfolge

Olympia Deutsche Rennkanuten bereit für nächste Erfolge

Die nächsten Hoffnungsträger der deutschen Rennkanuten sind in die olympischen Finals eingezogen. Im Optimalfall können die Paddler allein am Donnerstag bis zu drei Medaillen holen, auch Gold ist drin.

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Max Rendschmidt (l) und Marcus Groß gewannen ihren Vorlauf mit großem Abstand.

Quelle: Soeren Stache

Rio de Janeiro. Deutschlands Rennkanuten sind bereit für die nächsten olympischen Medaillen. Einen Tag nach ihrer Silberplakette im Kajak-Zweier demonstrierte Franziska Weber in Rio de Janeiro auch im Einer über 500 Meter ihre Stärke.

Überlegen gewann die Potsdamerin ihr Halbfinale und zog ebenso wie die bestens aufgelegten Kajak-Duos Max Rendschmidt/Marcus Groß über 1000 und Ronald Rauhe/Tom Liebscher über 200 Meter in den Endlauf ein. Die Entscheidungen in diesen drei Klassen fallen allesamt am Donnerstag.

Die Gold-Anwärter Rendschmidt und Groß hatten bereits am Vormittag Ortszeit die Final-Teilnahme perfekt gemacht. Als Vorlaufsieger mit mehr als fünf Sekunden Vorsprung untermauerten sie ihre Stellung als führendes Gespann im Mittelstrecken-Kajak. "Wir konnten sogar etwas langsamer zu Ende fahren", konstatierte der Essener Rendschmidt. Groß machte klar: "Wir sind in der Favoritenposition und werden versuchen, die zu verteidigen." Fürs Finale seien noch Reserven vorhanden. "Morgen kann richtig die Post abgehen", bekannte Groß.

Der einzige Ausfall ereilte den Deutschen Kanu-Verband am dritten Wettkampftag im Sprintbereich: Im Canadier-Einer über 200 Meter überstand Stefan Kiraj wie befürchtet nicht das Halbfinale. Der erst spät für Olympia nachnominierte Potsdamer war beim Kampf ums Weiterkommen chancenlos und wurde in seinem Halbfinale nur Sechster.

Das Erfolgsduo Rauhe/Liebscher dagegen überzeugte mit der drittbesten Halbfinalzeit des gesamten Feldes. Schneller waren nur die Boote aus Großbritannien und Ungarn - für Rauhe ein gutes Zeichen mit Blick auf Donnerstag. Zumal die beiden Paddler noch Verbesserungsbedarf ausmachten. "Es war noch nicht perfekt, wir haben noch Kleinigkeiten an Reserven", schilderte der Potsdamer Rauhe. "Wenn wir morgen das Quäntchen Glück haben, können wir ganz vorne mitfahren."

In den zwölf Rennsport-Disziplinen will der Deutsche Kanu-Verband mindestens sechs Medaillen gewinnen. Die ersten beiden Plaketten hatten am Dienstag Sebastian Brendel mit Gold im Canadier-Einer über 1000 Meter und sowie Franziska Weber und Tina Dietze mit Silber im Kajak-Zweier über 500 Meter geholt.

dpa

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