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Olympia 2016
Gericht: Protestplakate in Olympia-Stadien erlaubt

Olympia Gericht: Protestplakate in Olympia-Stadien erlaubt

"Temer raus" - solche Plakate gegen Brasiliens Interimspräsident Michel Temer wollen die Olympia-Organisatoren in den Stadien nicht sehen. Ein Richter sieht das anders und droht mit Geldstrafen.

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In Brasiliens Stadien dürfen bis auf weiteres Protestplakate gezeigt werden.

Quelle: Raimundo Pacco

Rio de Janeiro. In Brasiliens Olympia-Arenen sind politische Protestplakate bis auf weiteres gegen den Willen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) erlaubt.

Ein Gerichtshof in Rio de Janeiro hob das bestehende Verbot per einstweiliger Verfügung auf. Der Richter João Augusto Carneiro entschied, dass Menschen, die friedlich mit Plakaten oder Botschaften auf T-Shirts politische Meinungen kundtun, nicht aus den Stadien geworfen werden dürfen. Jeder Verstoß gegen dieses Urteil werde mit 10 000 Reais (2840 Euro) geahndet, entschied der Richter laut der Nachrichtenagentur Agência Brasil.

Mario Andrada, Sprecher des Organisationskomitees der Spiele, sagte, man werde den Richter bitten, seinen Spruch noch einmal zu überdenken. Sollte dann die einstweilige Verfügung weiter Bestand haben, würden weitere Rechtsmittel geprüft.

Das Verbot war von der örtlichen Bürgerrechts-Behörde angefochten worden. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte angesichts der aufgeheizten Stimmung in Brasilien kürzlich klargestellt, dass es keine politischen Botschaften dulde. In mehreren Sportstätten waren zum Beispiel "Fora Temer"-Plakate ("Temer raus") zu sehen gewesen, ein Protest gegen Interimspräsident Michel Temer.

Dieser hatte sich als Vizepräsident mit mehreren Oppositionsparteien verbündet, um die notwendigen Mehrheiten für die Amtsenthebung von Staatschefin Dilma Rousseff zu erreichen. Sie war im Mai suspendiert worden. Bei der Eröffnungsfeier war Temer lautstark ausgepfiffen worden.

dpa

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