Startseite HAZ
Volltextsuche über das Angebot:

Olympia 2016
Gold-Hoffnung Tasiadis trotzt dem Schicksalsschlag

Olympia Gold-Hoffnung Tasiadis trotzt dem Schicksalsschlag

Sideris Tasiadis ist sportlich zurzeit so stark wie nie, obwohl er im Herbst den Krebstod seiner Freundin verkraften musste. Am Dienstag will der Slalom-Kanute seine zweite olympische Medaillen einheimsen.

Voriger Artikel
Alles möglich: Gruppensieg, Viertelfinale, Olympia-Aus
Nächster Artikel
Doppelvierer der Männer erreicht Finale bei den Olympischen Spielen

Sideris Tasiadis kämpft in Rio um eine Goldmedaille.

Quelle: Armando Babani

Rio de Janeiro. Die Erinnerung an die bedrückende Zeit nach dem niederschmetternden Tod seiner Freundin paddelt bei Sideris Tasiadis immer mit. Und doch ist der Augsburger Slalom-Kanute vor dem Kampf um die olympischen Medaillen im Canadier-Einer am Dienstag sportlich so stark wie nie.

Nach seinem Vorlaufsieg im Whitewater Stadium von Rio de Janeiro wird der Gold-Anwärter um Punkt 19.09 Uhr als letzter Halbfinal-Starter auf die Strecke gehen, ehe er kurz darauf im Finale der besten zehn Paddler die jahrelange Arbeit krönen will. "Er ist so gut drauf, dass er es zum Olympiasieger schaffen kann", urteilte der deutsche Verbandschef Thomas Konietzko.

Seine zweite olympische Medaille nach der Silberplakette vor vier Jahren bei den London-Spielen ist das erklärte Ziel von Tasiadis, dessen Freundin Claudia Bär im vergangenen Herbst einer Krebserkrankung erlag. Durch noch größeren Trainingseifer verschaffte sich der 26-Jährige seither Ablenkung, die national umkämpfte Rio-Qualifikation packte er im Frühjahr schier mühelos.

"Vielleicht hat Sideris gerade durch diesen Schicksalsschlag einiges zulernen können in der Hinsicht, was ein Leistungssportler braucht, um erfolgreich zu sein", kommentierte Konietzko. "Sideris will unbedingt das zu Ende bringen, was Claudia sich immer für ihn erträumt hat", bemerkte der deutsche Verbandspräsident.

Als fokussiert und zugleich locker im Auftreten beschreiben die Verantwortlichen des Deutschen Kanu-Verbandes ihren ersten Hoffnungsträger im Kampf um eine von zwei angepeilten Medaillen. Dass er als letzter Athlet im Halbfinale erst nach allen Konkurrenten auf die Strecke darf, beschäftigt Tasiadis nach eigenem Bekunden nicht. "Mir ist das Wurst, ob ich als Erster oder Letzter starte, ich bin auch schon in London als Letzter ins Finale gestartet."

Damals war nur der Franzose Tony Estanguet etwas schneller - der aber ist inzwischen zurückgetreten und wird keine Probleme mehr machen können. Als größte Konkurrenten im Medaillen-Kampf gelten stattdessen Estanguets Landsmann Denis Gargaud Chanut, der Brite David Florence, der Slowene Benjamin Savsek und Matej Benus aus der Slowakei.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Olympia-News
Recken besiegen HSC 2000 Coburg

Die TSV Hannover-Burgdorf bleibt sich treu in der Handball-Bundesliga. Starken Auftritten folgen Zitterpartien, und so wurde es am Sonntag gegen den HSC 2000 Coburg nichts mit dem allseits erwarteten klaren „Recken“ -Erfolg.

Auf dem Laufenden: HAZ-Redakteur Norbert Fettback (rechts) und Journalist Frerk Schenker verbinden in ihrem Blog die Themen „Laufen" und „Hannover" – mit Tipps zu Trainingsstrecken und Wettkämpfen sowie skurrilen Geschichten aus dem Läuferalltag.
2. Dezember 2016 - Frerk Schenker in HAZ-Laufpass

Gesamtwertung Frauen Platz Name Vorname Jhg Verein Punkte Lauf 1. Mewes Gwendolyn 1984 LAC Langenhagen 708 30 2. Krause Mandy 1987 Post SV Lehrte 511 28 3. Lyda Hannelore 1958 LAC Langenhagen 458 29 4. Meyer Kathrin 1980 Garbsener SC 264 22 5. Grohmann Nadine 1985 Allegretto Hannover [...]

mehr