Startseite HAZ
Volltextsuche über das Angebot:

Olympia 2016
Hammerwerferin Heidler: Betrogen von Lyssenko

Leichtathletik Hammerwerferin Heidler: Betrogen von Lyssenko

Olympia-Silber mit vier Jahren Verspätung kann Hammerwerferin Betty Heidler überhaupt nicht trösten.

"Sprachlos und wütend" zeigte sich die frühere Weltmeisterin und Weltrekordlerin, sie empörte sich über den "unehrlichen und verlogenen" Olympiasieg der Russin Tatjana Lyssenko in London.

Voriger Artikel
Rom zieht offiziell Kandidatur für Olympische Spiele zurück
Nächster Artikel
Russlands OK-Chef Schukow macht Weg frei für Neustart

Tatjana Lyssenko (M) siegte im Hammerwurf 2012 in London vor der Polin Anita Włodarczyk (l) und Betty Heidler.

Quelle: Christophe Karaba

Berlin. Wieder einmal seien die "Verfolger und Antidopingkämpfer, die Sportler und Fans betrogen worden", schrieb die 32-Jährige auf ihrer Facebook-Seite.

Lyssenko war bei den Olympischen Spielen 2012 gedopt gewesen und muss nun ihre Goldmedaille zurückgeben. Die Nachkontrolle ihrer Dopingprobe habe ein positives Resultat auf das anabole Steroid Turinabol ergeben, teilte das Internationale Olympische Komitee (IOC) in Lausanne mit. Das IOC forderte den Leichtathletik-Weltverband IAAF auf, die Ergebnisse des Frauen-Hammerwerfens entsprechend zu korrigieren.

Zur neuen London-Olympiasiegerin wird die damals zweitplatzierte Polin Anita Wlodarczyk aufsteigen. Heidler erhält nachträglich die Silbermedaille, ihre ehemalige Frankfurter Vereinskollegin Kathrin Klaas rückt auf den vierten Platz vor. Betty Heidler hat ihre Karriere am 10. September beendet; bei den Olympischen Spielen in Rio war sie noch einmal Vierte geworden.

"Über die korrigierte Platzierung und Silbermedaille kann ich mich fast nicht mehr freuen", meinte Heidler, die mit Blick auf Lyssenko immer skeptisch war. "Die zweite positive Dopingprobe - aber eine lebenslange Sperre kommt nach ihrem Karriereende zu spät", befand sie. Lyssenko, die nach ihrer Hochzeit Tatjana Beloborodowa heißt, war schon einmal wegen Dopings - von Juli 2007 bis Juli 2009 - gesperrt.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Olympia-News
Recken besiegen HSC 2000 Coburg

Die TSV Hannover-Burgdorf bleibt sich treu in der Handball-Bundesliga. Starken Auftritten folgen Zitterpartien, und so wurde es am Sonntag gegen den HSC 2000 Coburg nichts mit dem allseits erwarteten klaren „Recken“ -Erfolg.

Auf dem Laufenden: HAZ-Redakteur Norbert Fettback (rechts) und Journalist Frerk Schenker verbinden in ihrem Blog die Themen „Laufen" und „Hannover" – mit Tipps zu Trainingsstrecken und Wettkämpfen sowie skurrilen Geschichten aus dem Läuferalltag.
2. Dezember 2016 - Frerk Schenker in HAZ-Laufpass

Gesamtwertung Frauen Platz Name Vorname Jhg Verein Punkte Lauf 1. Mewes Gwendolyn 1984 LAC Langenhagen 708 30 2. Krause Mandy 1987 Post SV Lehrte 511 28 3. Lyda Hannelore 1958 LAC Langenhagen 458 29 4. Meyer Kathrin 1980 Garbsener SC 264 22 5. Grohmann Nadine 1985 Allegretto Hannover [...]

mehr