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Olympia 2016
Heidlers Abschiedswunsch: "Weit werfen und Spaß haben"

Olympia Heidlers Abschiedswunsch: "Weit werfen und Spaß haben"

Betty Heidler hat das Hammerwerfen in Deutschland nicht unbedingt populär, aber salonfähig gemacht. Die angehende Psychologin steht nun in ihrem letzten großen Finale - und will das genießen.

Deutsche Presse-Agentur dpa

Rio de Janeiro. Betty Heidler war "einfach müde" - aber glücklich. "Ich freue mich aufs Bett", sagte sie und lächelte.

Die Hammerwerferin darf bei ihren vierten und letzten Sommerspielen noch einmal um die Medaillen mitkämpfen. Mit eine Weite von 71,17 Metern verließ die in der Qualifikation schon so oft gebeutelte frühere Weltrekordlerin und Weltmeisterin von 2007 das Olympiastadion. Im Finale am Montag in Rio de Janeiro hofft Heidler auf den glänzenden Schlusspunkt ihrer internationalen Karriere. "Weit werfen und Spaß haben", das will sie noch einmal.

"Der Wunsch nach einer Medaille ist nicht kleiner oder größer, sondern einfach ungebrochen", sagte die 32-jährige Frankfurterin. Ein Debakel wie vor acht Jahren in Peking, bei der WM 2013 in Moskau und der EM 2012 in Helsinki ersparte sich Heidler dieses Mal. Da war sie jeweils als Mitfavoritin im Vorkampf gescheitert.

"Es lief alles wie erwartet, alles okay", sagte sie nach der bestandenen Nervenprobe. Topfavoritin Anita Wlodarczyk gab sich ebenfalls keine Blöße: Die Polin kam mit starken 76,93 Metern weiter. Heidlers Frankfurter Clubkollegin Kathrin Klaas scheiterte hingegen ebenso in der Ausscheidung wie Charlene Woitha aus Berlin bei ihrem Olympia-Debüt.

Heidler hatte sich im Juni schon über Silber bei der EM in Amsterdam gefreut. Nach dieser Saison beendet sie ihre Laufbahn mit so vielen Höhen und Tiefen. "Ich werde versuchen, entspannt ranzugehen. Ich weiß, ich hab' schon eine Medaille", hat sie angekündigt. Vor vier Jahren in London hatte sie in einem denkwürdigen Wettkampf, als ein Messfehler alles durcheinanderbrachte, nach aufregenden Stunden Bronze gewonnen.

"Mein Ziel ist es, meine Leistung abzurufen, eine Saisonbestleistung zu zeigen", sagte sie vor Rio. "Wenn ich das schaffe, bin ich mir ziemlich sicher, dass auch eine Medaille drin ist." In diesem Sommer warf sie 75,77 Meter - deutlich weniger als die herausragende Wlodarczyk, die mit 80,26 Metern die Weltjahresbestenliste anführt.

Wenn die Weltrekordlerin, Weltmeisterin und Europameisterin nicht in der Qualifikation überraschend patzt, sei es "fast ein Ding der Unmöglichkeit", sie zu schlagen. Das wusste Heidler schon vorher: "Jeder erwartet, dass sie gewinnt." Mit einer Medaille im Koffer wäre die rothaarige Sportlerin schon überglücklich. Dann könnte sie auch ihr Sightseeing-Programm nach dem Wettkampf so richtig genießen. Ein Strandspaziergang an der Copacabana steht ganz oben auf der Liste.

dpa

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