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Olympia 2016
Hoffnung und Befürchtung vor Rio - und was daraus wurde

Olympia Hoffnung und Befürchtung vor Rio - und was daraus wurde

Ein Debakel wie in London sollte es für die deutschen Schwimmer nicht wieder geben. Das ging schief - es wurde bislang noch schlimmer. Dabei schienen die Vorzeichen des Teams um Weltmeister Marco Koch besser als vor vier Jahren. Ein Thesencheck.

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Franziska Hentke konnte die Erwartungen nicht erfüllen.

Quelle: Michael Kappeler

Rio de Janeiro. Ein Desaster wie in London wollten die deutschen Schwimmer nicht noch einmal erleben - doch Rio wurde zum Déjà-vu. Die historische Nullnummer wie bei den Olympischen Spielen 2012 wurde wiederholt.

Da Sprinterin Dorothea Brandt im Halbfinale ausschied, blieb es bei nur sieben statt damals acht Finalteilnahmen. Vor den Rio-Spielen schien einiges Hoffnung zu machen auf Besserung. Die Thesen - und was daraus wurde:

DAS MACHTE HOFFNUNG:

LEISTUNGSTRÄGER: Weltrekordler Paul Biedermann, Weltmeister Marco Koch und Europameisterin Franziska Hentke zählten zum (erweiterten) Favoritenkreis. Keiner lieferte die erwartbare Leistung - umso ärgerlicher, da die Medaillen in machbaren Zeiten vergeben wurden. HOFFNUNG TROG.

NACHWUCHSKRÄFTE: Medaillen wurden von jungen Schwimmern wie Johannes Hintze, Damian Wierling & Co. nicht erwartet. Die meisten ließen sich von der großen Olympia-Bühne (zu) sehr beeindrucken. Allein Jacob Heitdmann brachte zum Auftakt eine Top-Leistung. Doch er wurde nach deutschem Lagen-Rekord wegen einer falschen Wende disqualifiziert. HOFFNUNG NICHT ERFÜLLT.

AKRIBIE: Der Deutsche Schwimm-Verband hatte sich die Vorbereitung Einiges kosten lassen, bis ins Detail wurde an Feinheiten getüftelt. "Wir haben meines Wissens nach mehr getan als jede andere Nation auf der Welt. Das gibt uns ein gutes Gefühl", sagte Chefbundestrainer Lambertz. Doch abgeklebte Fenster oder Tageslichtlampen munterten müde Schwimmer in der brasilianischem Winter nicht auf. HOFFNUNG GEPLATZT.

DAS SPRACH GEGEN DIE DEUTSCHEN:

KONKURRENZ: Die deutschen Schwimmer sorgten bei EM 2014 und WM 2015 wieder für mehr Freude, doch auch diese Leistungssteigerungen garantieren keine Topplatzierungen. Die internationale Konkurrenz ist noch stärker geworden. Wenn dann kaum persönliche (Jahres-)Bestzeiten herausspringen, sind Medaillen oder wenigstens Finalteilnahmen meist Illusion. BEFÜRCHTUNG EINGETRETEN.

STEFFEN-FEHLEN: Ohne die Doppel-Olympiasiegerin von 2008, Britta Steffen, kamen die deutschen Frauen nur zu einem einzigen achten Platz im Finale. Künftig fehlt nicht nur Britta Steffen. Nach dem Karriereende von Paul Biedermann wird es auch im Männer-Bereich künftig noch einmal schwerer. BEFÜRCHTUNG VERGRÖSSERT.

dpa

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