Startseite HAZ
Volltextsuche über das Angebot:

Olympia 2016
Keine Panik bei Handballern - "Nicht zu unrecht verloren"

Olympia Keine Panik bei Handballern - "Nicht zu unrecht verloren"

Der Einzug ins olympische Viertelfinale ist erstmal vertagt. Nach ihrer Niederlage gegen Gastgeber Brasilien haben die deutschen Handballer gegen Slowenien die nächste Chance. Bundestrainer Dagur Sigurdsson geht gelassen mit der Situation um.

Voriger Artikel
Fidschis Rugby-Team gewinnt Olympia-Gold
Nächster Artikel
Biles Superstar: Eigenes Gym nach schwieriger Kindheit

Die deutschen Handballer unterlagen Brasilien mit 30:33.

Quelle: Lukas Schulze

Rio de Janeiro. Die deutschen Handballer wollten von Panikmache nach der Olympia-Pleite gegen Brasilien nichts wissen.

Auch wenn der Europameister die vorzeitige Qualifikation für das Viertelfinale durch das 30:33 (16:17) gegen den Gastgeber erst einmal verspielte, bietet sich schon am Samstag gegen Slowenien die nächste Chance. "Ich glaube, dass die Mannschaft so gefestigt ist, dass die Niederlage sie nicht zurückwirft", sagte Steffen Weinhold. "Wenn wir erfolgreich sein wollen, müssen wir dahin kommen, dass wir zwischen 20 und 25 Tore bekommen. Das ist der Schlüssel zum Erfolg."

Der Rückraumspieler war erst am Vortag für den angeschlagenen Patrick Groetzki ins Team gerückt. "Wir müssen uns noch mal über die Fehler Gedanken machen. Und dann bereiten wir uns auf Slowenien vor", forderte Kapitän Gensheimer.

Nun geht es für den Medaillenanwärter darum, das Negativerlebnis aus den Köpfen und die Strapazen aus dem Körper zu bekommen. "Wir haben nicht das abgerufen, was wir die Tage davor hatten und nicht zu unrecht verloren", urteilte der starke Keeper Silvio Heinevetter. Er stand die meiste Zeit für den zuletzt favorisierten Andreas Wolff im Tor.

Statt Kritik am eigenen Team gab es Lob für die Gastgeber. "Man muss auch sagen, Brasilien hat sehr gut gespielt und kam mit sehr großer Wucht und Selbstvertrauen. Wir haben einfach unsere Probleme damit gehabt", sagte Bundestrainer Dagur Sigurdsson. "Klar sind wir jetzt mega enttäuscht", gab Gensheimer zu.

Ganz allein und wie ein Häufchen Elend saß der Kapitän noch vor dem Abpfiff hinter dem Spielfeld. Um dem Hohn und Spott der Brasilianer hinter sich zu entfliehen, hatte er seinen Strafstuhl in den Freiraum zwischen Tribüne und Parkett gestellt. Weil er dem gegnerischen Torhüter den Ball vom Siebenmeterpunkt ins Gesicht geworfen hatte, sah der Linksaußen Rot und musste tatenlos mit ansehen, wie es am Donnerstag bergab ging.

Vorwürfe für seinen verhängnisvollen Fehlwurf an den Kopf von Cesar Augusto Almeida aber gab es nicht. "Er wollte über den Kopf werfen und hat ihn schlecht getroffen. Das kann passieren", sagte Sigurdsson. "Es war sicherlich nicht gut, die Zeitstrafe zu bekommen."

In der aufgeheizten Atmosphäre der Future Arena hatten sich die deutschen Handballer insgesamt zu viele Aussetzer geleistet. Dass Julius Kühn, bisher zwölffacher Torschütze, bei sechs Versuchen kein Treffer gelang - vergeben. "Das kann passieren. Er ist ein junger Mann", befand Bundestrainer Sigurdsson. Er kenne das aus eigenem Erleben, dass die Auswärtsstimmung hemmen kann. "Dann macht der Kopf einfach zu. Da kommt man nicht so leicht raus."

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Olympia-News
Recken besiegen HSC 2000 Coburg

Die TSV Hannover-Burgdorf bleibt sich treu in der Handball-Bundesliga. Starken Auftritten folgen Zitterpartien, und so wurde es am Sonntag gegen den HSC 2000 Coburg nichts mit dem allseits erwarteten klaren „Recken“ -Erfolg.

Auf dem Laufenden: HAZ-Redakteur Norbert Fettback (rechts) und Journalist Frerk Schenker verbinden in ihrem Blog die Themen „Laufen" und „Hannover" – mit Tipps zu Trainingsstrecken und Wettkämpfen sowie skurrilen Geschichten aus dem Läuferalltag.
2. Dezember 2016 - Frerk Schenker in HAZ-Laufpass

Gesamtwertung Frauen Platz Name Vorname Jhg Verein Punkte Lauf 1. Mewes Gwendolyn 1984 LAC Langenhagen 708 30 2. Krause Mandy 1987 Post SV Lehrte 511 28 3. Lyda Hannelore 1958 LAC Langenhagen 458 29 4. Meyer Kathrin 1980 Garbsener SC 264 22 5. Grohmann Nadine 1985 Allegretto Hannover [...]

mehr