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Olympia 2016
Ludwig/Walkenhorst: Noch ein Sieg bis zur Beach-Medaille

Olympia Ludwig/Walkenhorst: Noch ein Sieg bis zur Beach-Medaille

Die Hamburger Beachvolleyballerinnen Ludwig/Walkenhorst haben in Rio schon Geschichte geschrieben. Als erstes deutsches Damen-Team überhaupt haben die Hamburgerinnen ein olympisches Viertelfinale gewonnen. Nun geht es um die Medaillen gegen Brasiliens Topteam.

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Kira Walkenhorst (l) und Laura Ludwig hatten mit den Kanadierinnen keine Probleme.

Quelle: Mario Ruiz

Rio de Janeiro. "Atemberaubend", juchzte Laura Ludwig und steckte frech die Zunge heraus. Kira Walkenhorst wusste nicht einmal, dass sie mit ihrer Partnerin auf dem Weg ins olympische Halbfinale nur zweimal 14 Punkte gegen Kanada zugelassen hatte.

"Es war ein gefühltes Finale. Unglaublich", sagte die Blockspielerin. Nun geht es gegen die topgesetzten Brasilianerinnen Larissa und Talita um den Einzug ins richtige Endspiel.

Den Weltranglisten-Ersten aus Hamburg fehlt an der Copacabana nur noch ein Sieg zur historischen Medaille. Nie zuvor haben deutsche Beachvolleyball-Frauen bei Olympischen Spielen auf dem Treppchen gestanden. Den Einzug ins Halbfinale machten Ludwig/Walkenhorst mit einem souveränen 2:0 (21:14, 21:14) gegen die Kanadierinnen Sarah Pavan und Heather Bansley perfekt, die zuvor beim olympischen Turnier in Rio keinen einzigen Satz abgegeben hatten.

Die erfahrene Ludwig (30) hat bei ihrer dritten Olympia-Teilnahme nach 2008 in Peking (9.) und 2012 in London (5.) - beides mit Ex-Partnerin Sara Goller - ihr bestes Abschneiden bereits sicher. Die junge Walkenhorst (25) greift gleich bei ihrem Olympia-Debüt nach einer Medaille. Ludwig/Walkenhorst sind zugleich das erste europäische Duo, das seit dem Olympia-Debüt der Trendsportart 1996 in der Runde der letzten Vier steht. "Wirklich? Schön! 37 Minuten so den Fokus zu halten, ist Topniveau", meinte Ludwig und lachte: "Beim Matchball musste ich mir sagen: Feier nicht schon."

In diesem Jahr ist das Team mit fünf Turniersiegen in die Weltspitze marschiert. Die Fähigkeit, sich aus schwierigen Situationen zu befreien, kam den beiden gebürtigen Berlinerinnen auch an Rios berühmtesten Strand zu Gute. Im Achtelfinale gegen die Schweizerinnen Isabelle Forrer und Anouk Vergé-Dépré half Walkenhorst ihrer Partnerin aus einer kurzen Schwächephase, bevor das 2:0 feststand. Gegen die Kanadierinnen bot nun Ludwig "das beste Spiel, was ich je von ihr gesehen haben", lobte Trainer Jürgen Wagner.

Vor 10 000 Fans an der Copacabana wurde die Partie gegen die 1,96 Meter große Pavan und die reaktionsschnelle Bansley nur in der Startphase beider Sätze zu der von Wagner erwarteten "schweren Nummer". Die Europameisterinnen waren vor allem mit ihren Aufschlägen zu stark für die Konkurrenz. Dazu war Walkenhorst im Blockspiel effektiver als ihre zwölf Zentimeter größere Kontrahentin Pavan. "Wir haben noch eine Schippe drauf gepackt", meinte Ludwig. Der zweite Sieg im sechsten Duell gegen die Kanadierinnen geriet nie in Gefahr.

Das Vier-Jahres-Projekt wollen Coach Wagner und seine Schützlinge nun mit einer Medaille krönen. "Wir haben zwei Chancen dafür", sagte Abwehr-Spezialistin Ludwig, die dieses Mal ihre Partnerin mitriss. "Laura war eine super Hilfe. Sie hat viel Ruhe ausgestrahlt", bedankte sich Walkenhorst.

Nun warten Larissa/Talita, die in bisher vier Duellen immerhin dreimal bezwungen wurden. Die Brasilianerinnen setzten sich gegen die Schweizerinnen Nadine Zumkehr und Joana Heidrich in einem dramatischen Viertelfinalspiel knapp mit 2:1 (21:23, 27:25, 15:13) durch und wehrten dabei drei Matchbälle ab.

dpa

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