Startseite HAZ
Volltextsuche über das Angebot:

Olympia 2016
Pfiffe gegen Russlands und Chinas Doping-Schwimmer

Olympia Pfiffe gegen Russlands und Chinas Doping-Schwimmer

Julija Jefimowa, Sun Yang & Co. haben bei den Schwimm-Kollegen und dem Publikum einen schweren Stand. Die Dopingsünder stoßen auf Ablehnung. Während die Russin Jefimowa das alles weglächelt, zoffen sich die Verbände Chinas und Australiens.

Voriger Artikel
Judokas weiter schwach: Auch Wandtke und Roper scheitern
Nächster Artikel
Nächster Boxer wegen sexueller Belästigung festgenommen

Die russische Schwimmerin Julija Jefimowa wurde in Rio ausgepfiffen.

Quelle: Patrick B. Kraemer

Rio de Janeiro. So offen gezeigtes Missfallen ist bei Schwimm-Meisterschaften die absolute Ausnahme. Buhrufe und Pfiffe musste sich das russische Team um die wegen ihrer Dopingvergangenheit besonders umstrittene Weltmeisterin Julija Jefimowa anhören.

Bei den olympischen Wettbewerben von Rio de Janeiro bekam auch Chinas Dopingsünder Sun Yang die Abneigung von Konkurrenten und Zuschauern zu spüren.

Sun Yang zog auf der Biedermann-Strecke 200 Meter Freistil als Schnellster in das Finale ein, auch Jefimowa erreichte locker das Finale über 100 Meter Brust am Dienstagmorgen (MESZ). Fragen nach ihrer Doping-Vergangenheit lächelte sie weg. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll", sagte Jefimowa. Nach einem verrückten halben Jahr könne sie einfach nicht verstehen, was los sei. "Ich bin einfach nur glücklich, hier zu sein, und bin bereit für Rennen", sagte die 24-Jährige. Sämtliche TV-Interviews hatte sie nach den Vorläufen lächelnd abgelehnt.

London-Olympiasiegerin Ruta Meilutyte ärgert sich ständig über die Rivalin, ignoriert sie im Becken und will nicht mehr groß über sie reden. "Ich schaue nicht, wer neben mir schwimmt", sagte die Litauerin und betonte Richtung Jefimowa: "Das sind nicht die Werte unseres Sports." Ähnlich äußerte sich US-Schwimmerin Lily King, im Halbfinale Schneller als Jefimowa.

Jefimowa war für 16 Monate statt der üblichen 24 Monate wegen Dopings gesperrt worden. So konnte sie 2015 an der Heim-WM in Kasan teilnehmen. Nach einer Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs CAS darf Sportlern auf Grundlage einer früheren Dopingsperre nicht die Teilnahme an den Spielen verwehrt werden.

Chinas London-Olympiasieger Sun Yang war 2014 auf ein verbotenes Stimulanzmittel getestet worden und mit einer Sperre von drei Monaten - in der wettkampffreien Zeit - ungewöhnlich glimpflich davon gekommen. Er hatte sich schon am Tag zuvor nach Silber über 400 Meter Freistil einen Disput mit Olympiasieger Mack Horton (Australien) geliefert. Der 20-Jährige hatte gesagt, er habe keine Zeit für "Doping-Betrüger".

Chinas Verband fand das eine "unangemessene Wortwahl" und forderte am Montag eine Entschuldigung. Das lehnten die Australier ab. "Jeder hat bei uns das Recht, seine Meinung und sein Missfallen auszudrücken", sagte Australiens Chef de Mission Kitty Chiller.

Yang werfen mehrere Nationen ein rüdes Verhalten etwa beim Einschwimmen vor. Der Chinese sagte, Horton und er seien "keine Freunde". Horton hatte Yang nach seinem Sieg im Becken ignoriert, bei der Siegerehrung kam es zu einem kühlen Handschlag. Beide treffen über 1500 Meter Freistil erneut aufeinander. Nach den Sticheleien des 20-Jährigen hatte Sun Yang sein Credo wiederholt. "Ich bin sauber, ich habe alles getan, um das zu beweisen."

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Olympia-News
Recken verlieren gegen den SC Magdeburg

Statt entspannter Party zu Ostern geht's weiter bergab für die Handball-Recken der TSV Hannover-Burgdorf. Das Spiel gegen den SC Magdeburg am Ostersonntag in der Tui-Arena endete mit einer 23:28-Pleite (9:14). Es war die achte Niederlage in Folge.

Auf dem Laufenden: HAZ-Redakteur Norbert Fettback (rechts) und Journalist Frerk Schenker verbinden in ihrem Blog die Themen „Laufen" und „Hannover" – mit Tipps zu Trainingsstrecken und Wettkämpfen sowie skurrilen Geschichten aus dem Läuferalltag.
13. April 2017 - Frerk Schenker in Allgemein

Gesamtwertung Frauen Platz Name Vorname Jhg Verein Punkte Lauf 1. Mewes Gwendolyn 1984 LAC Langenhagen 144 6 2. Marx Beate 1979 PhysioSpa Hannover 104 6 3. Meier Sabine 1966 SG Bredenbeck 56 4 4. Knoop-Wente Marion 1968 TKH 53 4 5. Lyda Hannelore 1958 LAC Langenhagen 53 4 6. Krause Ma [...]

mehr