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Olympia 2016
Ruhe vor dem Sturm: DFB-Frauen genießen freien Tag

Olympia Ruhe vor dem Sturm: DFB-Frauen genießen freien Tag

Vor dem Olympia-Halbfinale der deutschen Fußballerinnen gewährt Bundestrainerin Silvia Neid den Spielerinnen einen freien Tag. Beine und Seele baumeln lassen, lautet das Motto.

Deutsche Presse-Agentur dpa

Belo Horizonte. Nur keinen Stress. Vor den entscheidenden Duellen um die Olympia-Medaillen ist bei den deutschen Fußball-Frauen Freizeit statt Training angesagt.

Mit einem lockeren Team-Ausflug stimmt sich der Europameister am freien Sonntag auf die Revanche gegen Kanada im Halbfinale am Dienstag in Belo Horizonte ein. "Wir haben noch etwas gut zu machen. Und es ist toll, dass wir die Möglichkeit dazu bekommen", sagte Melanie Behringer.

Die Siegtorschützin aus dem China-Spiel weiß, wie gut sich olympisches Edelmetall anfühlt. Vor acht Jahren in Peking gewann sie - wie vier weitere Spielerinnen aus dem aktuellen Rio-Kader - Bronze. Dieses Mal soll es zum Abschied von Bundestrainerin Silvia Neid mehr werden. "Bis zum Finale sind es jetzt nur noch wenige Schritte. Und wenn man im Halbfinale steht, will man natürlich auch ins Endspiel. Wir sind hochmotiviert", verkündete Abwehrspielerin Leonie Maier.

Die Abschiedstournee der aus dem Amt scheidenden Bundestrainerin soll am kommenden Freitag im legendären Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro enden. Dazu muss aber Kanada bezwungen werden. Die Nordamerikanerinnen schossen Frankreich mit 1:0 aus dem Turnier. Der DFB-Auswahl bietet sich damit die schnelle Chance zur Revanche für die im letzten Vorrundenspiel erlittene 1:2-Niederlage. "Wir haben noch eine Rechnung offen", sagte Maier.

Der Viertelfinal-Auftritt beim 1:0 gegen China stärkte das Selbstvertrauen der deutschen Kickerinnen, die in der Gruppenphase doch arg enttäuschten. "Wir haben in den letzten Spielen nicht kompakt gestanden, das haben wir dieses Mal besser gemacht. Wir hatten in der Defensive eine sehr sichere Ausstrahlung und haben nichts zugelassen", stellte Neid zufrieden fest.

Das Tor von Behringer in der 76. Minute ebnete den Weg in die Vorschlussrunde. Damit haben die DFB-Frauen ihr erstes Etappenziel erreicht. "Wenn du Spiele gewinnen willst, brauchst du eine klare Ordnung und Disziplin, das haben wir sehr gut gemacht", sagte Neid erleichtert.

Für die erhoffte Medaille bedarf es allerdings einer weiteren Steigerung, vor allem in der Offensive. "Natürlich ist unser Kombinationsspiel noch weiter ausbaufähig. Wir werden versuchen, das im Halbfinale noch besser zu machen", versprach Maier.

Nach Bronze 2000 in Sydney, 2004 in Athen und 2008 in Peking geht die Olympia-Reise für die DFB-Frauen somit weiter. Glückwünsche dafür gab es auch von Nadine Angerer, die bei allen drei Medaillengewinnen dabei war. "Jawohl, Halbfinale wir kommen. Sehr gut gemacht @DFB_Frauen !! Der Gold-Traum lebt weiter", twitterte die im Vorjahr zurückgetretene Ex-Nationaltorhüterin. Ihre einstigen Teamkolleginnen wollen sich diesen unbedingt erfüllen.

dpa

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