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Olympia 2016
Santa Claus, ein Basar und Schnee in Rio: Die Häuser der Nationen

Olympia Santa Claus, ein Basar und Schnee in Rio: Die Häuser der Nationen

Sie servieren nationale Spezialitäten, feiern Partys und präsentieren Abseitiges: Die Häuser der Nationen bei Olympia in Rio überbieten sich gegenseitig mit skurrilen Ideen und prunkvollen Auftritten.

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Das deutsche Haus ist mit Bier, Brezeln, Sauerkraut und Currywurst eine Art Ballermann am Zuckerhut.

Quelle: Felix Kaestle

Rio de Janeiro. Eine Eislauffläche, eine österreichische Après-Ski-Bar oder ein orientalischer Basar mitten in Rio: Die Häuser der Nationen versuchen während der Olympischen Spiele mit kreativen Ideen Besucher anzulocken.

Während man bei den Dänen ein Modell der Stadt Rio aus Legosteinen bewundern kann, wird bei den Niederländern jeden Tag gefeiert. Die Briten sorgen für ein exklusives Ambiente, im deutschen Haus werden Bier und Currywurst serviert.

Ein Überblick:

DAS KREATIVE: Eine Schlittschuhbahn und ein Schnee-Ballon bei 30 Grad mitten in Rio - das lockt täglich Tausende Besucher an. Das Schweizer Olympia-Haus ist nach Angaben von Direktor Manuel Salchli "der größte Kindergarten in Rio". Den Brasilianern und Touristen gefällt es, die 200 Quadratmeter große Eisbahn ist der Renner.

DAS VERSPIELTE: Dänemark hat sein Haus am Ipanema-Strand errichtet. Größter Hingucker ist ein Modell von Rio aus Legosteinen. Dazu kommen eine Ausstellung dänischer Fahrräder und ein Spielparadies.

DAS ORIGINELLE: Santa Claus und seine Rentiere mitten in Rio: Das finnische Haus zieht neugierige Brasilianer für ein Foto mit dem Nikolaus an. Die brauchten zuletzt aber Geduld: Santa pausierte für eine halbe Stunde und ließ seine brasilianischen Fans warten.

DAS EXKLUSIVE: Zutritt nur mit Einladung, prominente Gäste und ein gehobenes Ambiente: Die Briten haben sich während Olympia in einem der schönsten Paläste Rios eingerichtet. In der Villa im Parque Lage ist zu Olympia alles typisch britisch. Konferenzen und Gesprächsrunden zu Kultur, Sport und Wirtschaft sind im Programm.

DIE GRÖßTE PARTY: Im denkmalgeschützten Clubheim des Fußball-Vereins Botafogo veranstalten jeden Abend Hunderte Feierlustige eine echte Après-Ski-Gaudi. Im Haus der Österreicher gibt es Partystimmung, Wiener Schnitzel und alpines Flair. Insgesamt 36 Tonnen Lebensmittel brachten die Österreicher mit nach Rio: Bier, Wein, Käse, Speck, Sauerkraut und andere Köstlichkeiten sollen Gäste anlocken.

DAS PATRIOTISCHE: Direkt an der Copacabana haben die Russen ihr Haus bezogen. Jeder Olympiasieger wird hier mit Hymne und Wodka oder Baltika-Bier gefeiert. In einem Museum sind Devotionalen aus Russlands Olympia-Geschichte zu sehen. In der gesicherten Anlage am Militär-Fort von Copacabana wird nur Russisch gesprochen.

DAS GLAMOURÖSE: An der Pferderennbahn logieren die Franzosen. Ihr Haus hat sich zum Hotspot der Party-Szene in Rio entwickelt. Jede Nacht wird im "Le Club" bis ins Morgengrauen gefeiert.

DAS DEUTSCHE: Am Strand von Ipanema präsentiert sich Deutschland mit Bier, Brezeln Sauerkraut und Currywurst den Besuchern - als eine Art Ballermann am Zuckerhut. Und die Bundesrepublik hat sogar zwei Häuser: In Barra sind Sponsoren, Medien und Athleten zu Hause.

DAS ERSTE: Die Niederländer begründeten 1992 in Barcelona die Tradition der Häuser der Nationen. Auch in Rio haben sie eine riesige Party-Arena mit Pool und Musik eingerichtet. Und es gibt sogar einen "Cry Room", in den sich Olympia-Verlierer zurückziehen können.

DAS EXOTISCHE: Ein orientalischer Markt, Henna-Tattoos, arabische Schrift, Schwerttanz, typische Kleidung und Essen: Der WM-Gastgeber 2022 Katar präsentiert sich in einem ehemaligen Museum in Botafogo.

DAS BODENSTÄNDIGE: Das Haus der USA in Ipanema erinnert von Innen eher an einen Fast-Food-Laden. Hier gibt es Hot Dogs und Hamburger, die Athleten aus den USA sollen sich auch in Rio wie zu Hause fühlen.

DAS MARITIME: Portugal hat das wohl einzige schwimmende Haus der Spiele in Rio. Das historische Schiff Sagres wurde eigens dafür von Lissabon nach Brasilien gebracht. Nun liegt es im alten Hafen von Rio nahe der Guanabara-Bucht und ist für Besucher geöffnet.

dpa

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