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Olympia 2016
Springer Hausding/Feck werden Vierte vom Drei-Meter-Brett

Olympia Springer Hausding/Feck werden Vierte vom Drei-Meter-Brett

Regen, Wind und kühle Temperaturen: Es gab schönere Plätze, als das olympische Wassersprung-Stadion mit seinem grünlich schimmernden Wasser. Und das Ergebnis war aus deutscher Sicht auch nicht wie erhofft.

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Patrick Hausding und Stephan Feck blegten Platz vier.

Quelle: Felix Kaestle

Rio de Janeiro. Patrick Hausding und Stephan Feck sind aus dem grünen Wasser in Rio nicht als überraschende Medaillengewinner aufgetaucht. Im Regen reichte es in Rio de Janeiro im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett zu Platz vier.

Bei Wind und ungemütlichen Temperaturen schien nach drei von sechs Sprüngen olympisches Edelmetall möglich für das Duo aus Berlin und Leipzig. Am Ende fehlten Hausding/Feck 33,6 Punkte zum Bronzerang, mit dem sich völlig überraschend Chinas Weltmeister Cao Yuan und Qin Kai zufrieden geben mussten. Die Briten Jack Laugher/Chris Mears gewannen unerwartet vor Sam Dorman und Mike Hixon aus den USA.

Bei den schwierigen äußeren Bedingungen patzten viele Konkurrenten, die fast ausnahmslos ein schwierigeres Sprungprogramm als Hausding/Feck aufwiesen. Die WM-Sechsten bauten selbst bei den Eintauchphasen zu viele kleine Fehler ein. "Wir hätten unsere absolute Top-Megaleistung bringen müssen. Trotzdem sind wir zufrieden", sagte Hausding, der zuvor im Synchron-Wettbewerb vom Turm mit Sascha Klein auf Platz vier eine Medaille noch knapper verpasst hatte. "Ich fühle mich wie das Wetter. Schade, die Jungs haben gut angefangen. Insgesamt ist es aber ein sehr gutes Ergebnis", erklärte Chefbundestrainer Lutz Buschkow.

Bei den Olympischen Spielen in London waren die deutschen Springer leer ausgegangen. In Rio haben sie weitere Chancen durch Hausding vom Drei-Meter-Brett sowie durch Klein und Martin Wolfram vom Turm.

Nachdem tags zuvor nur das Sprung-Becken mit grünlichem Wasser aufwartete, schimmerte nun auch das benachbarte Becken für die Wasserballer und Synchronschwimmerinnen grünlich, wenn auch weniger dunkel. Grund war eine defekte Umwälzanlage und ein dadurch verursachter zu hoher PH-Wert. "Das ist dann eher Springen wie in einen See, aber die Sichtbedingungen waren für uns okay", sagte Chefbundestrainer Lutz Buschkow nach dem morgendlichen Training. "Wir achten noch mehr auf die Hygiene für die Ohren, als Prophylaxe", sagte Buschkow. "Es ist weiter Wasser, ob grün oder blau."

Ähnlich wie mit Klein fehlte Hausding das gemeinsame Training mit Feck. Der Leipziger muste lange wegen andauernder Rückenproblemen pausieren. Daher nahm das Duo auch den eigentlich für Olympia angedachten viereinhalbfachen Salto vorwärts nicht in sein Sprung-Programm. Diese Höchstschwierigkeit zeigten bis auf Außenseiter Brasilien alle sechs Mitkonkurrenten.

Hausding/Feck hatten sich im Februar ebenfalls im Maria Lenk Aquatics Centre für ihre ersten gemeinsamen Olympischen Spiele qualifiziert. Überraschend hatten sie den Weltcup in Rio gegen starke Konkurrenz gewonnen, lagen sogar vor Chinas Weltmeistern. 2012 hatten die aktuellen EM-Dritten von 2015 die Spiele von London wegen eines missglückten Sprungs beim damaligen Weltcup verpasst.

dpa

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